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Vorbemerkung
Nach der Besetzung von Werschet era wichtige Teile der Arehrge des k 5
früheren Polnischen Außeniministeriums in deutsche Hand gefallen. Das Aus Sr
wärtige Amt hat mit der Durchsicht der umfangreichen Aktenstücke begonnen
und wird sie, soweit sie für die Vorgeschichte des Krieges von Bere 4
oder sonst von allgemeinem Interesse sind, fortlaufend veröffentlichen. Dies
erste Folge dieser Dokumente wird in Faksimiledruck mit deutscher Über ®
setzung hiermit der Ötfentlichkeit übergeben. Die eg: sprechen für E
sich selbst und bedürfen keines Kommentars. 2 |
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Inhaltsübersicht
Telegramm des Britischen Botschafters in Warschau, Sir Howard
Kennard, nach Londan’ vom 3&.-Adril 1985" u... 2. a a
Schreiben des Polnischen Generalstabes (Abteilung II) in Warschau an
das Ministerium des Auswärtigen in Warschau vom 8. August 1938 .
Schreiben des Wojewoden Dr. GrazZyuski in Katlowitz an den Polnischen
Außenminister in Warschau vom 2. November 1938. . . 2 2. 2.
Bericht des Pulnischen Botschafters in Washington, Graf Jerzy Potocki,
an den Polnischen Außenminister in Warschau vom 21. November 1938 .
Bericht des Polnischen Botschafters in Paris, Jules Lukasiewicz, an den
Polnischen Außenminister in Warschau vom 17. Dezember 1958 . .
Bericht des Polnischen Botschafters in Washington, Graf Jerzy Potocki,
an den Polnischen Außenminister in Warschau vom 12. Januar 1939
Bericht des Polnischen Botschafters in Washington, Graf Jerzy Potocki,
an den Pulnischen Außenminister in Warschau vom 16, Januar 1959
Bericht des Pulnischen Butschafters in Paris, Jules Lukasiewiez, an den
Pulnischen Außenminister ın Warschau vom 1, Februar 1939. . . .
Bericht des Pulnischen Botschafters in Paris, Jules Lukasiewiez, an den
Polnischen Außenminister in Warschau vom 1, Februar 1959 .
Bericht des Pulnischen Botschafters in London, Graf Edward Raczyiski,
an den Pulnischen Außenminister in Warschau vom 9. März 1939 . .
l3ericht des Polnischen Botschafters in Paris, Jules Lukasiewiez, an den
Pulnischen Außenminister in Warschau vom 29. März 1939 . 2...
Bericht des Polnischen Boischafters in London, Graf Edward Raczynski,
an den Polnischen Außenminister in Warschau vom 29, März 1939
Bericht des Polnischen Gesandten in Stockholm, G. Potworowski, an den
Polnischen Außenminister in Warschau vom 15. April 1989 . .. .
Bericht des Polnischen Botschafters in London, Graf Edward Raczyniski,
an den Polnischen Außenminister in Warschau von 28. April 1939 .
Aufzeichnung des Polnischen Handelsrats Jan Wszelaki über eine Unter-
redung mit dem Botschafter der Vereinigten Staaten von Aınerika in
London, Joseph Kennedy, vom 16. Juni 1939 ,
Erlaß des Polnischen Ministeriums für Handel und Gewerbe in Warschau
an die Polnischen Handelsräte in Paris und London vom 13. Juli 1959 ,
Seite
4
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349
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Ambassador Kennard TE
do Londyna dn.2.4.35
Pr Following from Mr. Eden.
I had an interview this afternoon with Narshal Pilsuaski.
Gonversation was not carried on easily because a great part
of the Mershal's remarks, all of which were spoken in French,
were unintelligable either to myself or to the two Polish Nins.
who were present. A oonsiderable portion of his remarks |
consisted of-reminiscences during which he asked of ny war
experiencees end paid tribute to British Arıy in the War.
Nain politicel theme, so far as it couid be disentengld,
was that he had his pact with Germany & Russia, that latter
country's policy was always very difficult to fathon, that
other nations often misunderstood it & that Nr- Lioyd George
in particular was a croming example of these errors of judgs-
ment. As an instance of this, he referred to Nr. L-G s support
of Denikin. The Narshal had always known that Denikin never
had a chance but Mr.L-G. had sadly miscalculated the situation.
ihe Narshal appeared to wish that Britain should occupy hersel£f
with her colonios & not follow L-G’s bad example. What, for
instance, he asked, was the politioal situation in Jamaica?
I retorted that if Europe were only as little important as
Jemaica ws should not have to worry. I asked Marshal whether
it was his judgement that there was no alternative between
isolation for Britain ......2....0..... Narshal replied thatin
his opinion there was none. I told him for our part we wished
Zor nothing better than to leave Europe to her om troubles,
but that our experience was that those troubles had an unhappy
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knack of involving our onw country. The larshal did not
dissent.
I had impression of a man now very feeble physically,
who, despite his ...oceesecsee0s.. In any event he was not b
be drawn Into discussion of current international polities,
So far as he seems to have visualized his own country’s
position in present eonditions, it is’...... country which
clings to its pacts with each of its great neighbours and
refuses to resort to a move fron its position or to face
any events which might compel it to revise attitude which
it has taken up.
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1; Telegramm des Britischen Botschafters in Warschau Sir Howard Kennard
nach London vom 2. April 1935‘) > |
Deutsche Übersetzung des vorstehenden Faksimile.
Folgendes von Mr. Eden:
Ich hatte heute nachmittag eine Unterredung mit Marschall Pilsudski. Die Unterhaltung
war nicht leicht zu führen. weil ein großer Teil der Bemerkungen des Marschalls, die er
alle auf französisch machte, weder für mich noch für die beiden mit anwesenden Pol-
nischen Minister verständlich war. Ein beträchtlicher Teil seiner Bemerkungen bestand aus
Erinnerungen, wobei er sich nach meinen Kriegserlebnissen erkundigte und der britischen
Armee im Kriege Anerkennung zollte.
Das politische Hauptthema. soweil es sich herausschälen ließ, war, daß er seinen Pakt mit.
Deutschland und Rußland habe. daß die Pulitik des letzteren Landes immer sehr schwer zu
durchschauen sei, daß andere Nationen sie oft mißverstünden, und daß Mr, Lloyd George im
besonderen ein Schulbeispiel solcher irriger Beurteilungen sei. Als Beieg hierfür bezog er
sich auf die von Lloyd George an Denikin gewährte Unterstützung. Er, der Marschall, habe
immer gewußt, daß Denikin niemals eine Aussicht auf Erfolg gehabt habe, aber Mr. Lloyd
George habe die lage in trauriger Weise falsch eingeschätzt. Der Marschall schien zu wün-
schen, daß sich Grußbritannien mit seinen Kolonien beschäftigen solle, statt das schlechte
Beispiel von Lloyd Geurge nachzuahmen. Wie zum Beispiel, so fragte er, ist die politische
Lage in Jamaica? Ich entgegnete, daß, wenn Europa nur so wenig Bedeutung hätte wie
Jamaica, wir keine Sorgen zu haben brauchlen, Ich frug den Marschall, ob er der Auf-
lassung sei, daß es für Großbritannien keine Alternative zwischen Isolierung. ...:.....
gäbe. Der Marschall antwortete, daß seiner Meinung nach eine solche Alternative nieht
Hedtshe. Ich sagte ihm meinerseits, daß wir - nichts lieber wünschten, als Europa seinen
eigenen Schwierigkeiten zu überlassen; wir hätten aber die Erfahrung gemacht, daß diese
Schwierigkeiten die unangenehme Eigenschaft hätten, unser eigenes Land hineinzuziehen.
Der Märschall widersprach nicht.
Ich hatte den Eindruck eines jetzt physisch sehr geschwächten Mannes, der trotz seiner
u, ER In jedem Falle ließ er sich nicht in eine Erörterung der politischen Tagesfragen
verwickeln. So wie er die Stellung seines eigenen Landes unter den gegenwärtigen Verhält-
nissen erfaßt zu haben scheint, ist es die eines Landes, das an den Pakten mit jedem seiner
großen Nachbarn festhält und es ablehnt, sich auf eine Änderung seiner Stellung einzulassen
oder irgendwelche Ereignisse ins Auge zu fassen, die es nötigen könnten, die eingenommene
Haltung zu revidieren,
*) Das vorstehend in Faksimile wiedergegebene Schriftstück wurde unter den Tehdn Akten
aulgelunden. Offenbar handelt es sich um ein Telegranın des britischen Botschafters in Warschau
an das Foreigu Olfice in London,
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zajmuje eig w tej ohwili preoyzewaniem egölnych linij wepötpre-
oy wejskewej anglelske-pertugalskle).
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sztaböw Armii 1 Marynarki Pertugalsklej wszystkie jednak prze-
dstawiene prejekty sa sabetewane przea Rzad 1 Ministerstwe We)-
ny:Misja nie etrzymuje na nie edpewledzl,
Admirat Wedeheuse kenferewat na ten temat z Ambasaderem
Angtelskim Selby ,‚ktöry zaleocat speköj i wstrzemioeZliwesd.W re-
zultacie adm. Wedsheuse przesial rapert wprest de Lendynu,skre-
Blajac ge w ten spesöb:"Zepytaiem w Lendynie,ozy mam ju& pray-
stawi6 im pistelet de gtewy,ozy jeszcze peczeka6,W kasdym ra--
ale zablerg sig teraz de nioh estrzej",
Generat Pertugalskl Peixste e Gunha przeprewadzajgey
akcjg refermy persenalnej w Armii,jake ma3 zaufania Salazara,
eSwleäczyt mi,2e: |
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sejusz z Anglja,
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stanewl stalg greZbg dla Pertugalii.Ostabienie Hiszpanii nawet
przez ederwanie ed nie) Katalonii byloby b.üebrze wldziane w
Pertugalii.
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spesöb nastepujacy:"Zdajemy sebie dektadnie sprawg 2 bluffu
Niemiec i Wiech, Ossbiäcie jestem zianla jJak 1 miede keia na-
sz858 Sztabu,ze pewinniäny wejng zaczgc my i juZ teraz",
Metywewai to braklem u Niemcöw meZllweScol zaskeczenia newym
sprzgtem,niegotewescigz Armil,ktöre) Bear Jest zwiaszcza edps-
wiednich kadr,malg wartescia starege sprzgtu letniczegs 1 pa-
noernege 1 niewystarczajgoym wypesazeniem ‚bad2 w ulepszeny,
bad2 w newy,stanen ekenemicoanym i meralnym kraju/mesliwsss
upadku regime’u/.Brak im rent Zywne&ci. Ewentue-
Iny sejusznik - Wischy Jost jeszoze w gerszym peieZeniu,gdy2
nle dyspenujs zupeinie surewcani. Twlerdzi en,2e przy ädzisiej-
szym stanle rzeczy wejng w przyszieäoi nie da sig uniknaö.Le-
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piej jest zaczgC ja teraz kledy greza tej wejny meis mieß mio-
Jsse natgzenie.W tej chwill Anglja me3e liczyö na Scoisiz wop6-
iprace z Amergka. | |
Pestawitem pytenie Chamberlaine’ewi,ozy w takim razie An-
glja ma zamiar wprewadzi6 ebewisazkewn etuzbe wejekem. Odpewie-
dalst mi na te,Ze nie,gdyzZ za najedpewieäniejszg ferme peusoy
anzielskiej uznane:
- Udzlat Marmarki i Letniotwa,eraz brenl peno,
- z ekenemil 1 przemyeiu.
Oozywiöcie,Ze rezwöj wypadk6w wejennych meZe forug tej-pemeoy
resszerzyC de pewszechnej mebillzacii.
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Pik.Daly 2 Wejskewej Misii Angielekioj jest nastanie
ny eptymlistyoznie edneönie eczekiwanych wyniköw pracy Misii.
Dat en mi de zrozumienia,2e Anglja uZyje Sredköw gwarantujg-
cych peweäzenie,
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W tej ohwili jJuz2 pekrzyZewane w dusym stopniu sprzedas
wejskewege sprzgtu niemieckiege na tut. terenie.Ce de meZli- =
wesci dalszych destaw sprzgtu niemieckiege ,‚meäna je eceniad e
bardze sceptycanie.Zaznaozyt przytem,Ze estatnie 3oswiedozeni
20 sprzatem nlenieokim w Buztzaril ekazaly sig ujanne, x
Pik.Daly zaznaczyi mi,Ze wm ostainich ozasach pewng
iles& breri sprzsedeli Niemoy de Czerwene) Hiszpanii.
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debny Jak Chanberlayne,pedkreslajgce w b.silny spesöhb Ju dai- &
sie} oslagnlate wyniki nepöipracy Anglii ze Stanaul Ma
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przyspesebienie wejskews,naukg strzelanlia 1 przygetewanie sie “
Inych kadr echetniczych dla ebreny plin),ekusby transperteme]
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jaoislem Rossovelt 8.Posiada b.duZe stesunki w Belgil,cieszao
sig prayJlainig Kröla Beigijsklege.Odnesi sig b.nieprzychylnie
de Niemoöw.Dyspenmuje b.du2ym majatkian esebistym. /
Tak z reamewy z Chamberlayne em,Daly jak i Gade wycozuwam
spekejns pemeäsö ce de Scistej wenölpracy na wypadek kenfliktuf
Przeprewaäziiem kilka rezmöw z tut. Wiechami. iykazuja eni
b.duZe zdenerviewanle,zainterosewanlie naszym stanewiskiem w pr2Y
sziym kenflikcie,a przyparci de muru pewelujg sie na ozynniki
zagrezenia ludzkeäol 3. kultury. w przyszlej wejinie,czeze nale-
&y za wszelka oeng uniknge.
W ozasie pebytu. tutaj eskadry francuskiej kemander
dypl.Darrieux - zastepca szefa sztabu Eskadry Atlantyku,uwa-
zany za prayszin awiazda Marynarki Frannuskiej,znany mi Ju
z peprzedniej wizyty w Täobente jake 4-cs dyenu kentr-terpe-
dewoöw zapresiti mnie esebiäcile na statek admiralski eraa na
znledzenle Letniskewca "Bearnt!.7 kpt.Stefanewiozen byliäny
tem w tewarzystwie ministra franzuskieze Jjedynemi cudzszie-
mcaml,"Bearn stat na Sradku rzekl Toje eldalsny ed wszelkie)
penetracii. |
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2. Schreiben des Polnischen Generalstabes (Abteilung II) in Warschau an das
Ministerium des Auswärtigen in Warschau
Deutsehe Uebersetzung des vorstehenden Faksimile
Generalstab Abteilung II
LE. 17731I1HT. 8.0. Warschau, den 8, VIII. 1938
Beurteilung der internationalen Lage Geheim!
von Portugal aus gesehen
Ministerium des Auswärtigen
Politisches Departement
hier
Ich übersende dem Herrn Direktor eine Abschrift des Berichts unseres
Militärattach6ös in Lissabon zur Kenntnisnahme und bitte um eine Weisung
für mein Verhalten zu den in dem Bericht dargelegten Ansichten der auslän-
dischen Offiziere.
1 Anlage Der Chef der Sektiou IV der Abteilung II des Generalstahs
Banach, Dipl.-Oberstleutnant
‚Beurteilung der internationalen Lage von Portugal aus gesehen
‚Die in Portngal tätige englische Militlärmission beschäftigt sieb im Augenblick damit die
militärische Zusammenarbeit zwischen Portugal und England in ihren allgemeinen Lis ien
jestzulegen.
Admiral Wodehouse machte mit den Stäben der Armee und Marine von Portuga} die eng
lischen Forderungen aus, alle Projekte w urden aber seitens der Regiernng und des Kriegs-
"ministeriums sahbotiert; die Mission erhielt auf sie nicht einmal eine Antwort.
Hierüber konferierte Admiral Wodehouse mit dem englischen Botschafter Selby. der ihm
Ruhe und Zurückhaltune anbefahl. Schließlich schickte Admiral Wodehouse einen Bericht
direkt nach London. über den er folgendes sagte: „Ich fragte in London, ob ich ihnen schon
die Pistole auf die Brust setzen .oder noch warten sollte. Aue ieden Fall trete ich jetzt ihnen
segenüber schärfer auf.“
Der portugiesische General Peixote e Cunha. der als Vertraıensmann von Salazar die Per-
sonalreform in der Armee durchführt, erklärte mir, daß:
Portugal seine Zukunft nur in der Unterstützung durch das Bündnis mit England sieht,
Spanien, unabhängig von dem Ausgang der spanischen Ereignisse, für Porlugal eine stän-
dige Drohung darstellt. Eine Schwächung Spaniens, selbst durch Losreißung von Catalonien.
würde man in Portugal gerne sehen.
Oberstleutnant Chamberlain, ein Mitglied der englischen Militärmission, sprach von der
Gefahr eines europäischen Krieges und äußerte sich fol&endermaßen: „Wir sind uns über
den Bluff von Deutschland und Italien vollkommen im klaren. Fbenso wie die jüngeren
Herren unseres Stabes bin ich auch persönlich der Meinung. daß wir mit.dem Kriege anfangen
sollten, und zwar gleich.“ Er motivierte das damit, daß Deutschland nicht durch neues Kriegs-
una ar
| material “überraschend wirken könne, daß die Armes unverbereilet sei. denn es mängele ihr
vor allem an enisprechenden Kaders, das alte Mlugzeug und Panzermaterial sei wenig wert
und mit verbesserten bzw. neuen Einheiten nr ungenügend ausgerüstet, außerdem führte er
die wirtschaftliche und moralische Lage des I,andes an (Möglichkeit eines Sturzes des Re-
gimes). Es mangele Deutschland an Erz, Oel, Kantschuk und Lebensmitteln Der eventuelle
Bundesgenosse Italien sei in einer noch schlechteren Lage, da er überhaupt nieht über Roh-
stoffe verfügt. Er erklärte, daß sich unter den gegenwärtigen Umständen ein Krieg in Zu:
kunft nicht werde vermeiden lassen. Es sei besser, schon jetzt anzufangen, wo der bevor-
stehende Krieg weniger Gefahren birgt. Augenblicklich kann England auf eine enge Zusam-
menarbeit mit Amerika rechnen.
Ich stellte Chamberlain die Frage, :ob England in diesem Falle heabsichtige, die allgemeine
Wehrpflicht einzuführen. Er antwortete mir darauf, daß den: nicht so sei, denn man halte
folgende Form englischer Hilfe für die am meisten. zweekentsprechende:
die Teilnahme der Marine und Lufiflotte söwie der Panzerwaffe;
die Teilnahme der Wirtschaft und Industrie,
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Natürlich kann sich die Form dieser Hilfe im Verlauf der Kriegsereignisse noch bis zu einer
allzeemeinen Mobilisation ausweiten. |
Oberst Daly von der ergiischen Militärmsssion ist bezüglich der voraussichtlich zu erwar-
tenden Ergebnisse der Arbeit der Mission optimistisch, Er gab mir zu verstehen, daß England
Mittel anwende, die einen. Erfolg, garantieren.
Augenblicklich wird schon der Verkauf von deutschem Kriegsmaterial hier in großem Maße
durchkreuzt. Man kann die Möglichkeiten. daß noch mehr deutsches Kriegsmaterial gekauft
wird, sehr skeptisch beurteilen. Er bemerkte dabei, daß die letzten Erfahrungen mit deut-
'schem Kriegsmaterial in Rumänien ungünstig gewesen seien. ° | 5,
Oberst Daly sagte mir, daß Deutschland in der letzten Zeit eine gewisse Anzahl von Waffen
an Roispanien verkauft habe,
Ueber die englischen Möglichkeiten sprach er sich Ähnlich wie Chamberlain aus. er: unter-
strich sehr nachdrücklich die schon jetzt erreichten Ergebnisse der Zusammenarheit Englands
; mit den Vereinigten Staaten. Ueber die allgemeine Wehrpflicht sagte er, daß England durch
_ eine militärische Vorbereitung. Sc hiefausbildung und F Kormung starker Freiwilligen- Verbände
für die Verteidigung gegen Luflangrille. durch Transport- und Sanitätsdienst sich die Vor-
aussetzungen zu einer sehr grollen Erweiterung seiner Armee schaffe! In großem Stile orga:
nisiert England strategische Reserven in seinen Kolonien, vor allen in Indien, und bildet
diese dort aus. Seil zwei Jahren werden auch Schulen für die Stäbe der Kaders zur Führung
des künftigen Krieges vorbereitet:
die Zentrale der höheren Militärstudien für die Vorbereitung der’ leitenden politischen.
administrativen und militärischen Stellen,
das Imperial Military College zur Vorbereitung für die entsprechenden Posten in den
unteren Stellen,
Verdoppelung der Anzahl der vorbereiteten Generalstabsoffiziere auf Jahreskursen
für die Besetzung der Stäbe bis zur Division einschließlich und auf Zweijahreskursen
für die höheren Stäbe.
Auf diese Weise erhält England für das ganze Einpire eine Organisation und Vorbereilung
für den künftigen Konflikt.
‚Der Kommandeur Gade. der amerikanische Marineattache. sagte mir seinerzeit: „Den Ideen
nach stehen wir vollkommen auf Seile der Demokratien. Augenblicklich studiert man in
Amerika die Möglichkeiten für eine schnelle Hilfeleistung für England und Frankreich: man
ist zur Ueberzeugung gekommen, daß die Hilfenicht wie im Weltkri ege erst nach einem Jahr
einsetzen soll. als die ersten amerikanischen Soldaten aktiv eingritfen, sondern im Laufe von
7 bis 10 Tagen nach dem Beginn des Krieges sollen 1000 Flugzeuge geschickt werden. ©
Außerdem machte mich Kommandeur Gade auf die unzulässieen Meihoden der deutschen
Penetration in Südamerika aufmerksam, mit der die Vereinten Staaten sich nicht einver-
standen erklären können.
Der Kommandeur Gade ist ein V. ‚ertrauensinann und ein persönlicher Freund ven Roosevelt.
; Er besitzt sehr enge Bezishungen nach Belgien und erfreut sich der Freundschaft des bel-
gischen Königs, Deutschland steht er schr unfreundlich gegenüber. Persönlich ist er sehr reich.
Aus den Unterredungen mit Chamberlain, Daly und Gade fühlte ich die stille Gew ißheit
enger Ausammenarbeit im Fälle eines Kontliktes heraus.
Ich unterhielt mich häufiger mit den hiesigen Italienern. Sie waren äußerst nervös, inter-
essierten sich sehr für unsere Haltung in einem zukünftigen Konflikt: an die Wand gedrückt.
wiesen sie auf die Bedrohung der Menschheit und der Kultur in einem künftigen Kriege hin.
den man deshalb um ieden Preis vermeiden müsse.
Während der Anwesenheit der französischen Flotte hier bat mich der Kommandeur Darrieuxs.
der stellvertretende Chef der Atlantie-Flotte, der für die kommende Leuchte der französischen
Marine gehalten wird, und der mir schon von seinem früheren Besuch in Lissabon als Führer
einer Torpedo-Zerstörer-Einheit bekannt war, persönlich auf das Admiralschiff sowie zu einer
Besichtigung des Flugzeugirägers „Bearn“ Zusammen nit Kapitän Stefanawiez wären wir
dort in Begleitung des een Ministers die einzigen Ausländer. .„Bearn“ lag in dev
Mitte des Teio-Flusses. weit ab von jeder Möglichkeit. ihn nälıer in Augenscheivu zu nehmen,
Bei der Unterredung äußerte sich.der Kommandeur Darrieux ziemlich ruhig über die Mög
lichkeit eines kiinftigen Konfliktes. Vor allem betonte er. daß in Frankreich die Rechtskreise
und die Rechtspresse unnötigerweise Furcht hahen und die Lage nicht riehtig einschätzen.
Für den größten Fehler hält er den Pazifismus der Demokratien. denn dadureh kann man den
Krieg nicht als erster anfangen. Auf diese Weise gibt man dem Gegner den wertvollsien
Trumpf, den der Ueberraschung. in ‘die Hand Doch ist man über diese Ansicht schon etwas
hinausgekommen. Er hält es für möglich, sich mit den Italienern zu verständigen,
Zusammenfassend’ möchte ich die Ruhe und die Einheitlichkeit der Ansichten bei den Ver-
tretern Englands, Frankreichs und der Vereinigten Staaten betonen. —
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A Una.am za ew6) obowigzzek doniedd o tresei rozaouy, jaka a
miazZa miejsce pomigädzy p. Krulis Randa, byZym gensralnym dy- 3
2zsktoren zakladöw Trrynieockieh, a p. Zielsniewakin. Rozmonea B-
ta nabiepra tym wnicekszego zheozeniß, te D- Erulis Randa jest | =
.jeänynm z najwybitnieJjazyoh przemystowsöu ezeaklich, ostatais wy. 7
mienlanym Jako kanäydet na Prezyäenta Czesko-SZowasckie) Re- z
pablikl. Möwige o polityes w Czechostomaoji, wyrazix sig % i
spozöhb nastgpulaey: 4
"Przez tysige lat Czesi Aziatali wm zespols polityezayz 2
esuheläre sezarstwa niemisckiego. Po odzyskaniu niepoälesgzrs-
£oi zjawita sig w Czechach grupa ludzi, ktöra dokenaza pröby IR
usamodzielnienia polityki czeskie). Historia isch zmiotia. 4
Pröba nie udala nie. Dzisiaj noim zdanien panstmo ozeskie musi u
er6el6 do Gawne) roli wspöxXudzieiowsea logsöew polityoenyceh Rze- Br
sey Biemieckiej. 8 tyu kierunku nastawia sig polityka ozeaka“,
Lo wuglgdu na nory6ejo p. Krulia. Randy, ezowa te mals
swojg mwagp gatunkom i Awieäozg o tendenojach, ktöryeh praesja-
"y zresztg wldüzimy takte 1 na innych ofoinkanch.
0 |
3. Schreiben des Wojewoden Dr. Grazynski in Kattowitz an den Polnischen
Außenminister in Warschau vom 2. Noveniber 1933
Deutsche Uebersetzung des vorstehenden Faksimile
Der Wojewode von Schlesien |
Nr. Pr. 150 Ti. Kattowitz, den 2. November 1938
Geheim!
Herr Minister!
ich halte es für meine Pflicht, über den Inhait einer Unterredung zu berichten, welche
zwischen Herrn Krulis kanda, dem ehemalige: Generallirektor der Fabriken von Trzyniee,
und Herrn Zieleniewski stattgefunder hat. Diese Unterredung ist deshalb von großer Bs-
deutung, weil Herr Krulis kanda einer der hervorragendsten tschechischen Industriellen isl,
welcher auch kür2lich als Kandidat für den Präsidenten der T'schechoslowakischen Republik
genannt wurde. Als er über die Politik der Tschechvoslcwakei sprach, äußerte er sich folgen-
dermaßen: ;
„Lausend Jahre hindurch sind die Tschechen politisch in der Gesamtheit des Römischen
Reiches tätig gewesen. Nach der Erlangung der Selbständigkeit tauchte in der Tschecho-
slowakei eine Gruppe von Menschen auf, welche die tschechische Politik selbständig zu
machen versuchte. Die Geschichte hat sie weggefest. Der Versuch ist nicht gelungen. Jetzt
muß meiner Ansicht nach der tschechische Staat zu seiner alten Rolle als Teilnelimer am
politischen Schicksal des Deutschen Reiches zurückkehren. Die tschechische Politik richtet
sich in dieser Richtung aus.“
Unter Berücksichtigung der Stellung von Herrn Krulis Randa besitzen diese Worte ihren
besonderen Wert und sie zeugen von Tendenzen, deren Aeußerungen wir auch noch aul
anderen Gebieten beobachten können.
Dr. Grazyüski
Wojewode
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ee WASZYNGTON. DN 2L/X 1e1938r._.
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= RZECZYPOSPOLITEJ POLSKIEI 7 | L 2, i Er Br
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Nr 3/SZ=tjn-25 Do | 4
W sprawie POZUOWy Z Ambasadorem Pana Ministra Spraw Zagraniceznrch ix
Beer an N Ne, Yll Warszawie. Ai
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| N Onsgda) odbytem dfuiszg rozmowe z Ambasadorem Bullitt'em,
ktöry bawi tutaj na urlopis.
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ABLE Na wstepie zaznaczyi, 26 bardzo serdeczne stosunki taoza
“
go z Ambasadorem Zukasiewiozem w Paryäu, 1 Ze najchstnie] z 2
| nim przestaje. | Er
Poniewa3 Bullitt stale informuje Prezydenta Roosevelti'a o-
DNIPm sYtuacji miedzynarodowej w Kuropie, a przede wszystkiem o Rosji
n.
a Sowisckiej, zatem jego spostrzeienia sa przyjmowane przez Pre-
Ze ‚zydenta Roosevelt'a i przez Departament Stanu z wielkg uwaga.
3 a Bullitt oprwiada barwnie i interesujaco, jednak jezo reakoja
hu) na wypadki suropejskie przedstawia raczej oniaie äzianrikarza |
f E
aniZeli polltyka, gädy2 uwzglednia w rozuowie ala gume zagad- =
I; Ha nien europejskich bardzo skompiikowanych, i wycisga z nich kon-
A AN zazwyCcza) negatywne.
Bullitt w rozmowie 20 ma okazaX naogöX äuso pesymizmu,
| möwigc, Ze bez watpienia wiosna 1939r., bedzie zndw bardzo da=
nerwujgca, zaostrzona biyskami ustawiezuymi wojny 1 grözb ze
strony Niemceöw oraz nieskrystalizowanych stosunköw w Ruropie. |
Pn:
Zgodzit sie ze una, Ze punkt oileskosci zagadnienia sur zopojskie-
demokreatyozn ch
ni
go przesungt sie 2 Zachadu na Wschöd, särz kapitulacja pansiw 4
w Monachium odkryia ich sZabosö wobeo Rzeszy Niemieckiej).
Möwix mi nastepnie Bullitt o zupsäinym nisprzygotowaniu
Wielkiej Brytanii do wojny i o niemo2nosoi dostosowanla prze-
mystzu anglelskiego do masowe) produkeji wojenne), a przede
wszystkiem w ädzleäzinie samolotöw. Co do armil franeuskie],
o@dnoeit sie z nadzwyozajnym entuzjazmem, twierdzas jeänakis, Ze
a.
lotnictwo francuskie jest przestarzafe. Weädzug tego, co eksper-
ci wojskowi möwili Bullitt'owi podezas kryzysu wrzesniowego b,r.,
to wojna trwaisby conajmniej lat szesd, 1 zeakonczyikaby sie - ich
zäaniem - zupsinym zäruzgotaniem Kuropy i komunizmem we wszyst-
xich pahstwaeh, z ozego niewatpliwie skorzystalahy w koncu
Rosja Sowiecka.
Co do Rosji Sowlieckiej, - oädnosixr sie Bullitt z lekcewaie-
niem, möwiac, 38 ostatnie ozystki, a w szezegölnosei usuniecis
Bluecher'a, wywolaiy zupeing dezorganlzacje w CGzerwone] armmii,
ktöra niezdolna jest do Zadnego aktywnego wysitku wojennego.
Wogöle - jak möwit - Rosja jest obscnie "the siok man of
Zurope" i poröwmywa: js do panstwa ottomaniskiego z przed wojny.
Do Rzeszy Niemlieckiej i do Kanolerza Hitlera odnosit sie
z wielkg wehemeneja i nienawisolg, möwiac, Ze jedynie sita, i
w koncu wojna poio3yö moZe kres szalonej ekspansji Niemiec na
przysziXoSt.
Na zapytanie moje, jJak on sobile przeästawia te wojne w
przysziosci, oäpowliedziet, Ze przede wszystklem Stany Zjedno-
ozone, Franeja-i Anglia musza gwaXtownie sie dozbrajac aby mödz
stawi6ö 02020 potedzse niemisckiej. Potem dopiero, gdy przyjdzie
chwila - möwiz dalej Bullitt - trzeba bedzis przystapic do osta-
teczasj rozerywki.
Zapytaiem go, w jaki sposöhb ta rozgrywka nastapic mode, eey2
przypuszozalnie Niemcy nie zaatskuja pierwsi Anglie i Franc)e,
i Z& wobeo tego nie widze poprostu punktu zaczepnego w cafe,
te) kombinacji..
Bullitt odpowiedziar, Ze bezwzglednie potrzeba panstwon
demokratycznym Jeszcze ze dwa lata do zupeinego äozbrojenla.
N miedzyozasise przypuszozalnie Rzesza Niemiecka posztaby z eks-
pansja swoja w kierunku wschodnim, i Ze Zyczeniem peästw denc-
Sa 5 P,
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kratycznych byZoby, Zeby tam na Wschodzie doszto do rozerywki
wo jenne] pomiedzy Rzeszag Niemieckg a Ros)ja. Poniewa2 potencjel- =
nie sita Sowietöw dotychezas nie jest znana, zatem bardzo by6
moZe, Z8 Niemey, operujac zbyt daleko od swych baz, byliby ska-
zani na dtugsa i wycisüczajaca wojne. Wtedy döpiero - möwix
Bullitt - panstwa demokratyczne mogIyby zaatakowa& Niemcy 1 do= 5
prowadziC do ich kapitulacji.
Na moje zapytanie, czy Stany ZjJeädnoczone braiyby czynny
udziax w takle) wojnlie, odpowiedzliaf, Ze nlewatpliwie tak, ale
dopiaro wteäy, gäyby Anglia 1 Francja ruszyty pilerwsze. Naströj =,
w Stanach Zjeänoczonych - möwit -. jest“tak wysoce napiety prze- >:
ciwko nazizmowi 1 Hitlerowi, Ze Ju dzisiaj panuje wäröd spoze-
ezeästwa amerykaiskiego pesychoza podobna do te), Jaka miata tu=
ta) miejsce przeä wypowiedzeniem wojny Niemcom przez Ameryke
w Tr. 1917.
Bullitt pytax sie nastepnie o Polske 1 o nasza sytuacje na
Wschodzie Europy, Potwlerdzit, Ze Polska jest jeszcze jedynm
paAstwen, ktöreby wystapito oreinie do walki gäyby Niemcy przs-
kroozyty je) granice, Rozumiem dobrze - möwit - kwestig wspöl-
nej sranlioy z Wegrami, - Wegrzy sa röwmisä dzielnym narodem i
wraz z Jugoskavia linia wsepölnej obrony przeciwko ekspansji nie-
mieckiei byiaby daleko Zatwiejsza.
Möwiz nsstennle Bullltt o kwestii. ukraifskiej} io zakusach
nismieckich na Ukraine. Stwierdziz, Ze Nlemcey maja-zupeinis wy-
# # # #
robiony sztab wkreinski, ktöry w przyszZosci ma objac rzaädy na
Uxreinie i stworzy© tam niepodlegte paüstwo ukraiüskie pod wory-
weni Nismiec. Taka Ukraina - möwie dalsj Bullitt - byriaby na-
turalnie dla Was bardzo nisbezpiaczna, gdy2 bezpoßrednio oddzia- h
Xywafaby na ukraino6öw w Nakopolsce Wschoäniej. Just dzisiaj -
powleäziar - propaganda niemiecka chceiakaby 186 cata para w kle-
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runku ukraifisko-nacjonslistyeznym, a odskocznia do tego przysz-
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Zego wystepu ma sku2y6 Karpato-ruska Ukraina, na ktöre) istnie-
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niu Niemcom bezwzgleänie zaleiy gtöwnle 2 punktu widzenla stra-
tegiczansgo.
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Bullitt wydawazZ sie co do te) sytuacji na Wschodzie Europy
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niezbyt dobrze poinformowany, a Taczej prowadzit komwersaclew
sposöb powierzchowny.
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4. Bericht des Polnischen Botschafters in Washington, Grafen Jerzy Potocki, an
den Polnischen Außenminister in Warschau vom 21. November 1938
Deutsche Uebersetzung des vorstehenden Faksimile
Botschaft B-
der Republik Polen Washington, den 21. 11. 1938 Be
in Washington 3
Betr.: Unterredung mit Botschafter Bullitt
An den
Herrn Außenminister
in Warschau
Vorgestern halle ich eine längere Unterredung mit dem Botschafter Bullitt, der hier
in Urlaub ist. ne Be
Eingangs bemerkte er, daß sehr herzliche Beziehungen ihn mit dem Botschafter Lukasiewicz
in Paris verbinden und daß er mit ihm sehr gern verkehrt.
Da Bullitt den Präsidenten Roosevelt über die internationale Situation in Europa ständig
informiert, und vor alleın über Rußland, werden seine Mitteilungen vom Präsidenten RKoose-
velt und dem Staatsdepartement mit großer Aufmerksamkeit aufgenommen. Bullitt spricht
lebhaft und interessant, Jedoch entspricht seine Reaktion auf die europäischen Ereignisse
mehr der Ansicht eines Journalisten als Politikers, da er in seiner Unterhaltung die ganze
Skala der sehr verwickelten europäischen Fragen berührte. Aus ihnen zieht er sehr nega-
tive Fulgerungen. Br
Bullitt zeigte in seiner Unterhaltung im allgemeinen einen großen Pessimismus. Er sprach Be
davon, daß das Frühjahr 1939 zweifellos wiederum sehr aufregend sein wird, verstärkt noch ı Zi
durch das ständige Aufblitzen der Kriegsmöglichkeiten und der Drohungen von seiten re
Deutschlands sowie der Gelahr der ungeklärten Verhältnisse in Europa. Er stimmte mit Be.
wir überein, daß der Schwerpunkt der europäischen Frage sich vom Westen nach dem u
(sten verschoben habe, da die Kapitulation der demokratischen Staaten in München ihre a
Schwäche gegenüber dem Deuischen Reiche offenbart hat. a -
Sodann sprach Bullitt über das vollständige Nichtvorbereitetsein Großbritanniens zum u
Kriege und über die Unmöglichkeit, die eng zlische Industrie auf die Massenkriegsproduktion, Bor
Inahesorllers auf dem Gebiet des renew esens, umzustellen. Ueber die französische Armee a
äußerte er sich mit ungewöhnlichem Enthusiasmus, bestätigte jedoch, daß das französische we
Elugwesen überaltert sei. Nach dem, was die Militär-Experten Bullitt während der Herbst- 2
krise des Jahres 1938 gesagt hahen, würde ein Krieg mindestens 6 Jahre dauern und würde a
ach ihrer Ansicht mit einer völligen Zerschlagung Europas und mit dem Kommunismus in
lfen Staaten enden. Zweifellos würde Sowjelrußland am Schluß davon den Nutzen ziehen.
Ueber Sowjetrußland sprach er mit Geringschätzung,. Er redete davon, daß die letzte Reini-
zung, und insbesondere die Beseitigung Blüchers, eine vollständige Desorientierung in der Roten
Armee hervorgerufen habe, die zu keiner kriegerischen aktiven Anstrengung fähig sei. Im
allgemeinen ist Rußland, wie er sagte, gegenwärtig der Kranke Mann von Europa. Er ver-
ziich es mit dem ottumanischen Vorkriegsstaat. :
Ueber Deutschland und den Kanzler Hiller äußerte er sich mit größter Vehemenz und mit
starkem Haß. Er sprach davon, daß nur Gewalt, schließlich ein Krieg der wahnsinnigen Ex- _
pansion Deutschlands in Zukunft ein Ende machen kann.
Auf meine Frage, wie er sich diesen kommenden Krieg vorstelle, erwiderte er, daß vor ee
sem die Vereinigten Staaten, Frankreich und England gewaltig aufrüsten müßten, um der ;
-eutschen Macht die Stirn bieten zu können. .
Dann erst, wenn der Augenblick reif ist (sprach Bullitt weiter), wird man zu der letzien N
a!scheidung schreiten können. Ich fragte ihn, in welcher Weise die Auseinandersetzung er-
‘zen könne, da Deutschland vermutlich nicht England und Frankreich als erster angreifen Be
werde. Ich sehe einfach nicht den anhakenden Puukt in dieser ganzen Kombination. Be
"Pf
ig Be:
Bullitt erwiderte, daß die demokratischen Staaten absolut noch zwei Jahre bis zur voll-
ständigen Aufrüstung brauchten. In der Zwischenzeit würde D6ulschland vermutlich mit
seiner Expansion in östlicher Richtung vorwärlsschreiten. Es würde der Wunsch der demo-
Sr ilischen Staaten sein dab es dort im Osten zu kriegerischen n Äuseinandersetzungen. zwischen
ı Deutschen Reieh und Kußland komme. Da das Kräfte-Potential der Sow ietunion bislier
sieht bekannt sei. könne es sein, daß sieh Deutschland zu weit von seiner Basis entferne und
zu einem langen und sehwächenden Krieg verurleilt -werde, Dann erst würden die demo-
kratischen Staaten, wie Bullitt meint, Deutschland attackieren und es zu einer Kapitulation
ZWINgen. E
Auf meine Frage, ob die Vereinigten Staaten an einem solchen Kriege teilnehmen würden,
antwortete er: „Zweifellos ja, aber erst dann, wern England und Frankreich zuerst los-
schlagen!“ Die Stimmung in den Vereinigten Staaten ist, wie er sagle, gegentiber dem Nazis-
mus und Hitlerismus so gespannt, dab schon heite unter den Amerikanern eine ähnliche
P=-vehose herrscht wie vor der Kriegserklärung Amerikas an Deutschland im Jahre 1917.
Bullitt erku ndigte sich dann über Polen und über unsere Situation in Osteuropa. Er be-
stätigte, daß Polen noch ein Staat ist, der mit Walfen in den Kampf schreiten würde, wenn
Deutschland seine Grenzen überschritle. Ich verstehe. sagte er, die Frage einer zemein-
samen Grenze mit Ungarn gut. Die Ungarn sind gleichfalls ein tüchtiges Volk. Eine ge-
meinsame TerkäiidsnBelsing mit Jugoslawien würde es gegenüber der deutschen Expansion
erhehlich leichter haben.
Sodann sprach Bullitt über die ukrainische Frage und über die deutschen Absichten auf die
Ukraine. Er bestätigte, daß Deutschland einen vollständig ukrainischen Stab habe, der in
Zukunft die Regierung der Ukraine übernehmen und dort einen unabhängigen ukrainischen
Stant unter dentschem Einfluß gründen solle „Eine sölehe Ukraine“, sprach Bullitt weiter,
.wirrde natürlich für Sie sehr gefährlich sein, da diese unmittelbar auf die Ukrainer im
bet! ichen Klein-Polen einwirken würde.“ Schon heute, sagte er, ginge die deutsche Propa-.
unda ganz in ukrainisch-nationalistischer Richtung, und als Ausgangspunkt für dieses
k künftige Unternehmen soll die Karpatho-Ruthenische Ukraine dienen, an deren Fortbestehen
Dantschland, hauptsächlich aus strategischen Gründen, gelegen ist.
Bullitt zeigte sich hinsichtlich der Situation in Osteuropa nicht allzu gut informiert und
Zührte die Konversatien in ziemlich oberflächlicher Weise.
Jerzy Potocki
Botschafter der Polnischen Republik
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gandg sagranionng, nada6 deklersoji coharakter moßliwie wroosysty
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Aöse niepokoje budsonse u röwnym stopniu prses kanpanig MRRE jak
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swrooczyssie podpieana deklerse)s daia opinii frenouskisj uepokojenie
u spranmie, w ktöre$ byko ono najmnle) potrzseime, t.j. w spravlie gr
zicy francsusko-niemieckiej, natomiast mie preyniosia nis nonsgo ank
wszarzjajgoego w Aziatmninie ekspandywaych tendenoji Niemioe i möoch,
kiöre w2abnie najbardsie) tutejass opinig densrwuja., Trzeba Jedask
Jedinsczetnie poäreßlid, ze jeßlichodgel 0 sytuaojg resda Transusklege
wa atrcay opimi!, Perlanenta 4 Gleääy, to podplsanie deklaracji 8
Eilsucesi niengtpliuie eytuasja Tg chwilgno nzmoconitzs 4 uwypukli2o
eraz pogiebiko prsestiwieistna dzislsse ragd premiere Taladier'a od
Skrainis lewioowych elomsatöw 5 komunistaul ns osele.
Jeali chodsi © oreng Geklaracs}i prasz ofigsjalne esynniki poll»
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cegas wizyty zin. Ribbentrops- |
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cuske detyia do yotraktosania odpre2snia 5 Berlinem u sueraze] sum
ropejskie) plamsosyanis, to spotiata sig 2 zupeinya pad tym wuglge=
dem niepownodzeniemn, MW rezultucte nigo deklarasjg Bonnst-Ribben-
tzop nakesy traktonsd marazis, jako akt biletereiny, anacsanle ktd
r9g0 nie wykraoze pone bespodssänie stosmki Kanonsko „nieniecki eo. a
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a Franejg spraw terstoriainyoh, ktöre by byzky w staenie gawleszenie
interpretowans prses strong Tramonskz, jako usnanis integralnsbei
inperium kolenialnego, IMdh Krajen mandatowych 1 wreszole pols-
pssenia etmnosfery w etohnkach sasledskioh, watne w gastanieniu 8
ustegpeni keilzski "sin Kampf”, w kiörsj Hitler - unsta Frans/e za
gisunsgo wroga Eiemieo. & drugisej) Jeinak strony skonststoweno,
88 Sagadnlania gospodarons sg tak ssonpliköwene, 18 wymagaja au-
nereh rokswai, osyli, Le polepszenie stomnosfery polltyoznej nie
byao dostateczne, aby pogwoeliiy zagsaänienia gospoderese uproßei$
i u azybesym tempis ronwinzad.
Oo sig tyozy ustepöw I-go 2 IIIl-go dsklaracoji, to tymozasen
sy OM® TaczEsjb prime desidsrium, byd mode naust tyliko jednego s
de
Franoji wainych sprewach, JjJak stoeunki 3 Wlochami 2 kwestig Hilse-
partneroöw 1 nie odponisdu)s resszynistoßsl.
Ba speujalng unzgg zasthgulie Lakt, Ss m dwuch, iototnie
penil, rosmong s min, Ribbentropen, nietylko nie day nic pogytyw-
neg0, elo, Jax sig zdaje, nie wehudzizy LZednych neäziei na prsysz-
2088.
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Heasuzujag weuyneä peurüsee, nelody ekanststoned, Es pzay
ckegii oprseonyusnis A pascpilayswania Gekiares]l Ss Hiracanz, atzsan
Sransuckıe wykarata jeinak, choß m sposth äyskreiny, Aufenia do 2
denia tkamu akteowl sgersgego Frasuenie yelltromnege, sah strong mi9» iR
niecke sroduksweis 89 da aktua wybiltnie Bilaterelnsgo. daat pre»
to jnene, ke delsze 1o9y daklarno}i Yoda zaletaty oatkonloie ad Ber» e
lire, ho trudno praypunzounad, aby intensis paliltyk2 franonskies leo
gty pomaänlejezej zulanie. |
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Daklergoie Lrenourko-nienlscke ad pierwam] eimili le] zul Ki
nilojewenin, voras mizyte gin-.Ribhsntzape u Reryiua » byiy plesmeryal .
wrpedkemf polityemnymi, ktöre zgusily buiatio na valokaztaät yoli-
tyki franouskie] po porsbse momackijekle}, a speojalnte na jsj st
zunek do zagednien Cartreins) 1 Egchsänie} Zuroyy. Pigrassa wage
2caoydd o senierssalu pedpieania deklarsoji yrassTeia Bgräüns milsse»
nie prewie oadsj prasy Srensuskiej po Honesdhium na tunat ntonunku
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Franejl do soj.sau 5 nami 4. paktu waajemns) peuncy u Rossz Soniockg»
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Piermsi odemwali sig nelgorgtai mwolennicy wenßdigeney 5 Rozia Be
wiookg, a wiege "Eumanitd?, "Populaire”, "Coutra®, "Ordre® 1 Pe
szaesnie do Portinsz'e 1 9. Tabouiz, Wratayili ori u ob2amis Jabiu
fransueko-sowischkk go, nie mogli Jjodaek nie postamid na jeins) 3
mim plaszcozy$nie eprauy naesogo 80 jusgztue Katcmlast preza prauieoma
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2 p6zoficjelna, elte u dalnnzm olagu milssaie, albo, Ink "Taupat
"Darit Parinien" stnioräzaio, Ko nagadnisnien Antoinya sa TYAES
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etomsumki Sranouskio-engislahie, 88 natomtast wartoßt nojussu gs Folska
i pgaktu 5 Rosja Scowieoka jaat üla Franejl ws asus] eytuun ji acaniunded
wztplim. _ "Le Tenpz” aresatg niejeinskrstaie wypsnladesk sig w ar-
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tykulachı watzyaych sa nicssprseciniulen zig, aby Nismoy staorar2g |
za0j9 imperiws na terenach Wschodnilej i Srodksuej Europy:
Rönnolezle do tego projskt dekl. racji francuskö-niemieckie]
„2aktunlisonat sprawe nisdzepnerodonycen zecboniyuzei Franoji w Zonie
rs3du franouskisego, gädzis polityoy pro-rosyjeoy, jak Mandel, trosz-
czyli sig 0 to, cozy dsklaraeja ta dbadzie zgodna 2 Bojunzen z namil
i pakten s Nonjg Sowlankn. Wreszcile sk2oni2 on min.Bonnet do ros=-
md ne ten temat ze ang 1 prawdopodobnie zöwnist E Aubasadoren S0-
„ieckim, ores belgijsıim.
Plerusse & tych rossöw oddyla aig preed udsisieniom ggody przes.
zin.Bonnet na definityunie ustalony tekst ücklerscjl. Min.Bonnet
enter mi projekt desxlarac)i, sBaopatrujso go 8 ustäay komentazg,
it reserue w Oodniesleniu do stonnköw 8 nefistwemi tresoin! obs jauje
stosunki eg nani» Po za» drugl wröcilißuy do tego tematu, zUdy pres“
Eazstem min.bonnet oüpowied& FPana Minieire aa pow@yäney Köumuniket,
/inia 28.XI./ - tu min.3onnet, mafgo w Pe U SE O&«
sisdozeAis Peana Ministra, stwierdeil, iA zewarta w nim interprstanja
atanoniska rsqdu Lrensusklego wobaa sojussn 5 asmf jest nealgapsknisj
&cisza. Kressoie, informujge mule 0 rozzsmwach wwolch 8 min, Rihben-
tropem, min. Bonnset psäksredliX w unosib asjzupsinio] sconteniomy, 16
stwisrczit wodbseo partusrs nlamleckisgo nlenormalnaid zarduno sojlusmm
5 nsmi, Jak paktu s Roeja Sowleckg.
Delej,echa prascone z posidädsenie Komiaji Sprau Zagrenissaych
Parlamentu „ odbytsgo ®» dniu 14 R.m., Sdajs aig Bekanyuad, 12, acs-
Eulsisk m amoim aupoad min.Bonnet nis aspounis? anli o aojueszn » nanl,
sri 0 paksie 5 Kos)a Sownieckg, 10 Jeinak odperisdajae an stawleane mu
zsapytania, Bsimierdzei2, 18 zobonliananlia Fransji u stosunku dc nee 1
Bosji Sowieckiej traejg 1 sa maüne = osäej Ich rosciag2oßol.
F konsekwensjil nszyutkisge powyäszagea byälchby Jednak prasänczss-
ayz uns22s6, 1% apraua stssunkn Fagdu Sranouskinge, Parlamsuta £ opinil
pgeilitycane) do sojuszu & naai zosiale wyjadniona. Sadag, 12 badziszy
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Blizsi premnizivego sts:u r2Scsy, Binlerisajac, de Geklaraadanuneene-
irsn ee suktuslircnnge tyäko, 1 t0 enm1long, BRTEMR ..
ENTER} sojusmy, 2 EoLRkE, 3, paktn 2 Posjı
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nia forzsalns] wesnodci obu tyoh dokumentöw. Zaunaztyd Tsd traste,
&3 jeßli ohodzi o kofa polltycane fruncouskis, ktöre BatroszoryZp
sie przy okazji deklarscji Zranousko-niemieokisj 0 dawniejsse zobo-
=iszsenia Freneji, to byiy to gädunie, a raczej prawie wylaczenie,
czynniki filosonisckig- sprars sojuszu R Polskg byia niso raozej
preiekstem do upounienia ale 0 Kachsrenie paktax freansusko-sowisckis-
go, a nie gidunyma Sacdeniem.
Anslisujgo sytuscjg obeong od strony &oiäls politycznej, wypa-
ca nieststy ekonstetowsd z calg stanowozobelna, Ze uni = stanowiirnu
zegdu represantowanym przes min.Bonnst, ani w wypowisdzenisch sig
li1iykös pearlamenternych, unl wreeusie w prasie, nie byio nicuaego,
m0g10 by wekesyarys na jekiekoiwiek ügsenie do nadania so jussowi
z naui siäy Sywi;tne), Jut newet potraktowanie go w atanle Geleaisjauye
Jako instsumentu polityki zegreanicsne] Frencji.- Hie brak natoni:s#t
lican;ch osnak, &s güäyby E£ tego ALub innego pcouodu wypadzo Franssi
"7koned zobowigsanta R nypzywaines Ale nie} 3 sojussu z nzul, wyailiak
= kierunku wykrecsnia sig od Esch sononlacan byzby niswgtplinie wiek-
a5y, niä akoja W kiarunku Ach dotzrsymanie.
Foryssee aoja Dpinia zünje sig nle by& ngodne z oßrladczsenianmi
ain.Bonnst, ktöre mintem sassosyt komunikonas Panu Ministzonl, jest
ons jednak g pswn2oscir siuszena I Oddaje prawlsiny stan rzscey. Fän.
Svanset jest osionickkän slabym, kiöry wogsle nie potrafi Zadne) spra=
=7 postzwid monano I uleza tendenoji dostosonywanie sig kolajno do.
satüego ge wmoich Tosmönsen. Hie mohoäzye n oseng szozeroänl jegd
H I EEE j wgt-
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plinodoi, 30 zardnno wnobso rzgdu, Jek prasy i Parlementu, nie zejnuje
Ssyponieizei sig n ston nku &9 nase, ar manulsdre
oa tego stancowiska m sprawie so jJussu 8 nemi, ktöremn ende WJTeg u
ee 5 2 08
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rozmowach ge ng. RE
Perokzotnie ju% bezrposrednio 4 posrednio szuröciken wwagg
zin.Bonnet ne ogromnse rößnioe, ktöre dgzielg nasze besposrednis rog-
mo®y od ern sig porofiojelnej prasy 1 ech dochodsasyeh =
?Parlamentu. Dotyohczas uwagi moJe nie odmiosdy najuniejesego akutkm?
Zobacosyzys co da zblliejgoe eig üyskusja na plenum Isby Deputowanyah,
}Utrucnfong w kasdym razie 306%. kontynuonanie te) sytuscji2, er |
posernie preynajmniej, ale jest dsleka 04 atainmas-Aunltenugact x
11t;7ki = stosunku do nass.
Nerytorycosnie biorgo eytusacja nasse we Francji nie jest
synikien jakiejs gäebszej suniany stosunku do nas. Penng, ale bardso
nik?a role odgrywa rongeszasanis,.Binze.nnzanteto 5_ okresa krysyma
oza=mkieogo Ascydujgoa istota TBe08 tkuwl jeänak Knounjagierle w:=
Dil postswie Frenegi wobeo" ontekastaztu sytuaoji miadzynarogone).
Tu sas Francje jest od szasa wonterenejt. Mouschijukteg w wei2 Rbi-
tego, "stört nie Hoße oderwes sig o4 Kine ale, rontrumgacegl"
r peacigy ade ne Er ee tssksse =
#4 -
Bzer8gu nowyoh nageänien twarag. W stoaunku do swoich danuniejasyak
Be
zobowigsen natury migäsynarodonej Franoja jest zbyt siabe, eby 8
nini zerwao i sbyt state ronnies, eby preyzuao sig do nich s dost=-
twoanym edeoydonaniem. Trwa nigo u beswladzie 1 sresygnomaniu, uste-
sunEswajgo sig Bg0ryJ äeletestycunie do et eh co sig® äsieje %
FEXZER Zuropia wechodnie) A Srodkonej.
nowenej polityoe osi ni2emiecko-italekisj wepolprese 3 Anglig, ® ktö-
| Teak jak reeony dsis atoja Yrancoja prrecinstania ssoordy-
rej odgrywa rolg pasywng i nie swa&a aby sojussg 5 Polekg orsg prakt
|,
z kosjag Sonieckg mialy g tego punktu widzenia Jekiekolwiek snsozenie.
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| Hie Zeby wgtpiono n swentualne nasse zdäecoydonanie przsci#wstawienia
sie ebyt dalexo posunietym zakusom Kismieo, ale 8 powodu zupeäinego :
breku wingy w'%0, aby takie prseolwstanienie sig mogto by& skutecz-
283 o 3 tego punksu widsenima nie zaiatnienle sprawy Runi Zaksrpac-
410j wedziug wggiörskich 1 naszych 2LyozsA odegrazo niesmuiernie wa
2a 4 ujeang rolg»
Syntetyosnie bioras, yolityka Feencuara umasa £m nalor pOsy-
tyuny jedyale sojusn 5 Anglig, zaßb eojuns z nami 1 pakt = Honjg
Sowieckg za momenty dla sisbie obeiss :ajg0®, do iztnienia ktörysh
I:
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nlschetznie sig prsyznajs. RE ta mose udeo emianie, slbo Je
Jihy Fransja,. See ‚© pod wpäywan Ang111 prsoszza w atosunku do
WZooh 1 Hienioo d do polityki efonzyunsj, co u bliskloj grayerioßel
jest oszkonicie nieprendopodohnyn, elbo Johliby wypadki vuybazaly,
84 nasz Oper u stosunku do polityki Eismilee moße bys skutscsay, 2
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se w konsskuenoji syakkujany wiyn napontang wobes‘. Berline IinnyeoR
yadstu Srodkowo lub Wschodnle Kuropajskich. Moslinya jast takte,
80 jJobli atak Wicah stenis sig bardzisj uerpäsrämnie i niebezpiean-
nym A sostenie w Jakhsgrelmier. forkig poparty przsez Niemcy,
Frangaja,. bgdge smuszona bronit zig ektzyuniej na odelnku, na ktörya
nie moße zig oprsed na formalnych sobowiäsaniach Anglii, gapragnle
wprowadsid n gre smoje sojuszs kontynentalne , sansze jeinak Jako
sresstg,. to naleay oosekiwad, de winyta Chamberlaine w Baynie biäzie
pxöba do prowadsenis do odpresenia u Anysen a Paryien, kiöre
pomoorisze, a nie röuno Beine 5 sojunzen angielskis.. (Co do WZoch
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gerszenc;ji granle Czeo.osiowacjt, stenonisko zajete zrase minlstre
Bannst wobeo minigtra Ribbentroye byZo anslogiczne da tago, ıtors
Sueg2 cZaau gajat w rogmorle za m53 mbasılor Legear. Giyby <o tzyiko
132320 na linii jegs £yczea minister Kibbentror mögkhy umyskac
gssrancje nowyoh zranic Tenchsatcune ji napet praed sagenrentoranlen {
ich prsez nag 1 Yalıy. Jak to wynika 2 Anformacyj udaielonych mi >
zrzez min.Bonnst, usysekaı min. köäbbentzrcop zZeparnianie nlerrzesoi«- 5
stmiania lg Franojl gospgodarnasze) ekspane)i Hlamiso w basanie £
Zunaju, nie mögk %a2 zie wynisse x Paryza wradenie, Ze 1 polltyoana
ekzpansja w tym klarunku nie nnpo%ke na Zaduse sdeeydowans Arlalnnie
se atrony fzanouekiej.
€ W eprawach soisle} nechodni1o-suropejskich, speoljaulnie
zosyjekich, psnujs w init lite trenourkig) EIREERT EENAER,
Zaufsnie do konji Sowleckisl, z racze] do Je} ar,
‚seele maloje,
römniez I uympetie W ty Eiszünka.akabanı-Osehe‘ Gytuacjl wernstra-
ER } % "ar R L> 4 er .. 1 [7 2
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nej Sonietow jest pauymietyezne, tu 1 Ondzie, glöunie w koZach woj-
sLowyoh budzy sie obawy, 26 jskis preauröt wosskony w Koskwie mOgtdy
dorronadzia do niebazplocznej wspokprasy vomledzy Berlinem a Rcsja.
» sprawie ukrainskiej zupeine niesrozunisnie zytuacji, Hrowadzzoe
do anonu defetestyoznago praukonenia, 48 jeasli tylko Nlensy secheg,
ekutsceune akoja vkreinske moße sig zsacmaz Isda miesiao 1 zegreänd
intsgralinösel nonego tsrytorimm. Fazystko to Trasım wLigte powodnje
= opinii franouskieaj stan cigglegon zanlepoksjenia, zsueajdujacege
ejraz w preasie 1 wypowleäzenia sig politykön pariamantarnyoh =
sten Tem napotyka ze atrony raydu postung, Nagschorangz ish a. i
bez: FEdN9SGiKe
Ba vie wradenile peunaj ogölaes psychasy, ktöra nla deje zi«
tym oresen prasZemas nejronzadnis jauyal nanst argimentanl. (oraz
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cuedoilej jJed ak 2jawniaja sig w prapie g2osy rozsgäne przecim-
stawisjaoe sig polityce calkowlte) rezarny i wekazu);ce na nie»
dezpisczeAstwa ktörym grosilzupeine ddsintsressennt Franoji w
stosunku do Srodkowej 4 Wechodniej Zuropy, e ® szczegölnoßci do
nas. - | : |
Prandopodobnie jeinax jesteduny jeszoze daleko oA tezo, aby
8203y te wywarly wpiyw na stenowisko ozynniköw decydujaoych 0
rgeogynistym klerunku pokityki gegranicenej Francji. Tem nie
mniej jus dzisiej znajäujemy wär6d polityk@w frencouskich takich,
ktörsy Esozynaja alg opomniadad nietylko sa utrzymanliem Eee
naml, ale 20 Sapiöndta 80» , RBzecz oosyniste, $e nyaizki m0J®
i moioh wepyöipracorniköw eniereasa w kierunku perentenianie man!
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festac)i prasonych 1 ae za a napöipfacn pomigeng Frei
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sig, by stanouisko To mogko wypafßd zby: nsgatyunis.
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5. Bericht des Polnischen Botschafters in Paris, Jules Lukasiewiez, an den
Polnischen Außenminister in Warschau, vom 17. Dezember 1933
Deutsche Uebersetzung des vorstehenden Faksimile
Politischer Bericht Nr, XL/3,
_ Paris, den 17. Dezember 1938.
Nr. 1—TF 58.
Vertraulich!
Betr.: Stellung Frankreichs zu Osteuropa
An den
Herrn Außenminister
in Warscehan.
In Ergänzung meiner telegraphischen Berichte, die ich die Ehre hatte, Herrn Minister im Laufe _
der letzien Wochen zu übersenden, gestatte ich mir, hiermit zusammenfassend meine Meinung
über die Außenpolitik Frankreichs nach der Konferenz von München und dem Besuch Kibben-
trops darzulegen.
Das wichtigste Ereignis dieses Zeitraums war natürlich die von Minister Bonnet und Ribben-
trop in Paris am 6. Dezember d. Js. unterzeichnete französisch- deutsche Deklaration.
Der französische Wunsch, die Beziehungen zu Deutschland nach der Münchener Konferenz
zumindest in dem Maße auszugleichen, wie das England durch die Verkündung des bekann-
ten Kommuniqu6ös Chamberlain-Litler getan hat, war zweifellos deutlich und stark. Wie es scheint,
ist die konkrete Initiative jedoch von Kanzler Hitler in seiner Abschiedsunterredung mit Bot-
schafter Francois-Poncet ausgegangen, Französischerseits wurde diese Initiative sehr wohlwol-
lend und mit unverborgener Zufriedenheit aufgenommen, ja sogar mit dem Wunsche einer Sofor-
tigen Realisierung. Als ich Ende Oktober nach Warschau reiste, kündigte mir Minister Bonnet
an, daß die Unterzeichnung und Verkündigung der Deklaration jeden Tag erfolgen könne.
Diese Annahmen haben sich jedoch aus zwei Gründen nieht bewahrheilet: Die Vereinbarung des
Textes ist angeblieh nieht ohne Schwierigkeiten vor sich gegangen, und andererseits hat die -
Ermordung des. deutschen Botschaftsattaches in Paris von. vornherein eine zweiwöchige
Unterbreehung der Verhandlungen nach sieh gezogen. Wie es scheint, sind die Schwierigkeiten
bei der Vereinbarung des Textes auf das Streben Minister Bonnets zurückzuführen, der Dekla-
ration eine solche Abfassung zu geben, die nieht nur die europäische französisch-deutsche Grenze,
sondern auch die Integrität der imperialen Besitzungen Frankreichs anerkennen wiirde. Der end-
gültige Text der Deklaration berücksichtigt in gewissem Grade das von Minister Bonnet ge-
stellte Ziel oder kann zumindest in dieser Richtung ausgelegt werden. |
Im Augenblick, da der Text der Deklaration endgültig festgesetzt war, ergriff die Deutsche Ite-_
gierung die Initiative zu einem Besuch Minister Ribbenirops- in Paris. Minister Bonnet hat diese
Initiative sofort günstig aufgenommen, wollte er doch sowohl mit Rücksicht auf die innere Lage
wie die ausländische Propaganda.der Deklaration einen möglichst feierlichen Charakter ver-
leihen und um dieses Ereignis herum eine Atmosphäre schaffen, die eine tiefere Enlspannung
der Beziehungen zum östlichen Nachbarn erwarten ließ, Wegen des Generalstreiks, der in Frank-
reich von den Organisationen und Arbeiterparteien für den 30. November angekiindigt worden
‚war, mußte das beinahe schon festgesetzte Datum des Besuches des Ministers Ribhentrop einer
Verzögerung von einigen Tagen unterliegen. Der Besuch kam am 6. Dezember in einer Atmo-
sphäre ruhiger Courtoisie von seiten der Regierung wie der französischen politischen Kreise zu-
stande. Lediglich von der extremen oppositionellen Presse wurde er ungewöhnlich scharf kom-
mentiert. Man gewann den Eindruck, daß die gewaltige Mehrheit der französischen politischen
Welt an die Möglichkeit dauerhafter Resultate einer Entspannung mit Deutschland glauben
wollte; das Mißtrauen war aber doch tiefer und stärker und hat im Endergebnis in den Ge-
mütern überwogen. Zur Stärkung dieses Mißtrauens trug natürlich in bedeutendem Maße die
italienische antifranzösische Kampagne bei, die auf deutscher Seite keine ernstere Reaktion ge-
funden hat.
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Gegenwärtig, das ist kaum eine Woche nach der Abreise Minister Ribbentrops aus Paris, sind SE;
sogar die Echos dieses Besuches verstummt. Sie wurden durch eine neue Unruhe ersetzi, die
sowohl durch die italienische Kampagne wie durch die Memelfrage und die Angelegenheit der
Ukraine entstanden ist. Man kann mit völliger Sicherheit feststellen, daß die feierlich unter-r
zeichnete Deklaration die französische Meinung dort beruhigt hat, wo es am wenigsten notwen- |
dig war, nämlich in der Angelegenheit der französisch-deutschen Grenze. Sie hat dagegen nichts
Neues oder Beruhigendes auf dem Gebiet der expansiven Tendenzen Deutschlands und Italiens
gebracht, die die hiesige Meinung eigentlich am meisten aufregen. Man muß iedoch gleichzeitig ie
betonen, daß, wenn es sich um die Stellung der Französischen Regierung gegenüber dem Parla--
ment, der Börse und der öffentlichen Meinung handelt, die Unterzeichnung der deutsch-franzö- 3
sischen Deklaration zweifellos die Lage der Regierung gegenwärtig gestärkt hat und ferner die “is
Gegensätze zwischen der Regierung des Ministerpräsidenten Daladier und den extremen Links-
elementen, mit den Kommunisten an der Spitze, hervorgehoben und vertieft hat.
Was die Beurteilung der Deklaration seitens der offiziellen politischen Faktoren angeht, so ist
sie äußerst vorsichtig und wird von weitgehender Reserve gekennzeichnet. Aus der Unterredung, ° a
die ich über dieses Thema mit Botschafter Leger hatte, ging hervor, daß die französische Seite N
danach strebte, die französisch-deutsche Entspannung auf allgemein europäischer Basis zu be- 2
handeln, d. h. als Ausgangspunkt zu einer weiteren Befriedigung der Beziehungen auf diesem
Kontinent. Es ist für mich mehr als wahrscheinlich, daß Botschafter Leger konkret genommen ra
gedacht hat und denkt, durch die französisch-deutsche und italienisch - englische Entspannung z
werde so oder so ein Viererpakt zustande kommen. Inwieweit sein Gedanke von Minister Bon-
net und der Regierung geteilt wird, ist schwierig klar festzustellen. Die Stimmen der halboffi- Er
ziellen Presse, die mit dem Quai d’Orsay in engem Kontakt steht, lassen eher vermuten, daß die Bi
Pläne des Herrn Leger der Regierung nicht fremd sind. Wichtig ist auch die Tatsache, daß Bot- |
schafter Leger an allen Unterredungen mit den Vertretern Deutschlands, die während des Ribben-
}ieop-Besuches stattfanden, teilgenommen hat. Andererseits kann ich jedoch auf Grund einer
‚ ausführlichen ‚Unterredung mit Minister Bonnet mit völliger Sicherheit feststellen, daß die fran-
. zösische Seite, wenn sie tatsächlich danach gestrebt hat, die Entspannung mit Berlin auf breiter Br
europäischer Basis zu behandeln, in dieser Hinsicht einen völligen Mißerfolg gehabt hat. Im 2
Endergebnis muß die Erklärung Bonnet-Ribbentrop vorläufig also als zweiseitiger Akt angesehen En
werden, dessen Bedeutung die unmittelbaren französisch - deutschen. Beziehungen nicht über- Ze
schreitet. Von diesem Gesichtspunkt aus betrachtet, hat die Deklaration Frankreich die Aner- Er
kennung seiner Westgrenze gebracht, wie die Bestätigung, daß es zwischen Deutschland und =
Frankreich keine territorialen Angelegenheiten gibt, die sich in der Schwebe befänden. Diese DER
Feststellung wird französischerseits interpretiert als Anerkennung der Integrität des kolonialen "ER
Imperiums ohne die Mandatsländer. Schließlich hat die Erklärung eine Verbesserung der Atmo-
sphäre in den nachbarlichen Beziehungen gebracht, wäs wichtig ist im Zusammenhang mit den
Abschnitten aus dem Buch „Mein Kampf“, in dem Hitler Frankreich als Hauptfeind Deutsch- BR
' lands betrachtet. i . SER
Andererseits hat man jedoch festgestellt, daß die wirtschaftlichen Probleme so kompliziert sind, 4
daß sie längere Verhandlungen erfordern bzw. daß die Verbesserung der politischen Atmosphäre BER
nicht hinreichend genug war, um die wirtschaftlichen Probleme zu vereinfachen und in schnel- ea
lem Tempo zu lösen. Was den ersten und den dritten Abschnitt der Deklaration anbelangt, so |
sind sie vorläufig eher ein primum. desiderium, vielleicht sogar nur eines Partners, und ent- |
sprechen nicht der Wirklichkeit. | | =
Besondere Aufmerksamkeit verdient die Tatsache, daß die Unterredungen mit Minister Ribben- 2
trop in zwei für Frankreich wirklich wichtigen Angelegenheiten, wie die Beziehungen zu Ita- 7
lien und die spanische Frage, nicht nur nichts Positives hervorgebracht haben, sondern, wie es
scheint, für die Zukunft keine Hoffnungen erweckt haben. Be
Wenn man das Obige zusammenfaßt, muß man konstatieren, daß bei der Ausarbeitung und BR
Unterzeichnung der deutsch-französischen Deklarationen die französische Seite, wenn auch auf a
diskrete Weise, danach gestrebt' hat, diesem Ereignis eine größere politische Bedeutung beizu- 1 ei
legen, während die deutsche Seite es auf einen ausgesprochen zweiseitigen Akt reduzierte. Es Re |
ist daher klar, daß das weitere Schicksal der Deklaration völlig von Berlin abhängen wird, E
denn man kann schwer annehmen, daß die Absichten der französischen Politik einem
ernsteren Wandel unterliegen werden.
Be
Vom Augenblick ihrer Anregung an waren die französisch-deutsche Deklaration wie der Be-
such Minister Ribbentrops in Paris die ersten politischen Ereignisse, die den Gesamtkomplex der
französischen Politik nach der Niederlage von München, besonders aber ihr Verhältnis zu der .“
Problemen Mittel- und Osteuropas beleuchteten. Die erste Nachricht von der beabsichtigen
Unterzeichnung der Deklaration unterbrach das nach München eingetretene Schweigen fast der ER}
ganzen französischen Presse über das Verhältnis Frankreichs zu dem Bündnis mit uns wie dem - —-
gegenseitigen Hilfeleistungspakt mit Sowietrußland. Die ersten, die sich äußerten, waren die
glühendsten Anhänger einer Zusammenarbeit mit Sowjetrußland, und zwar „Humanite“, „Popu-
laire“, „Oeuvre“, „Ordre“ usw., einschließlich Pertinax’u; d Frau Tlabouis. Sie verteidigten alle den
französisch-sowjetischen Pakt, konnten jedoch unser Bündnis nicht mit ihm auf eine Ebene
stellen. Dagegen schwieg die Rechts- oder halboffizielle Presse entweder weiter oder stellte wie der
„lLemps‘“ oder „Petit Parisien“ fest, das wesentliche Problem seien für Frankreich nur die fran-
zösisch-englischen Beziehungen, während dagegen der Wert des Bündnisses mit Polen und des
Paktes mit Sowjetrußland in der neuen Situation zumindest zweifelhaft sei. Der „Temps“ hat
sich übrigens in seinen Leitartikeln mehrmals dafür ausgesprochen, einem deutschen Imperium e
in Ost- und Mitteleuropa keinen Widerstand entgegenzusetzen.
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Parallel hierzu hat das Projekt der französisch-deutschen Deklaration die Bee der internatio-
nalen Verpflichtungen Frankreichs im Kreise der Regierung, wo prorussische Politiker wie
Mandel darum bekümmert waren, ob diese Deklaration mit unserem Bündnis und dem Pakt mit
Sowjetrußland zu vereinbaren sei, aktualisiert. Schließlich wurde hierdurch Minister Bonnet
veranlaßt, mit mir über dieses Thema zu sprechen, desgleichen wahrscheinlich auch mit dem.
sowjetischen und belgischen Botschafter.
Die erste dieser Unterredungen fand statt, bevor Minister Bonnet sich mit dem endgültigen
festgesetzten Text der Deklaration einverstanden erklärt hatte. Minister Bonnet las mir das Pro
jiekt der Deklaration vor und versah es mit dem mündlichen Kommentar, daß die Reserve gegen- =
über den Beziehungen zu dritten Staaten auch die Beziehungen zu uns umfasse. Zum zweiten- ü
mal kamen wir auf dieses Thema zurück, als ich Minister Bonnet die Antwort des Herrn M- .
nisters auf das obige Communiqu& (vom 28. 11.) überreichte. Herr Minister Bonnet hielt den |
paraphierten Text der Erklärung des Herrn Ministers in der Hand und bestätigte, die in ihm ent- 3
haltene Interpretation des Standpunktes der französischen Regierung zu dem Bündnis mit uns 2a
' sej völlig genau. Endlich informierte er mich über seine Unterredungen mit Herrn Ribbentrop “2
' und betonte spontan, er habe dem deutschen Partner gegenüber die Anormalität sowohl des 3
Bündnisses mit uns wie des Paktes mit Sowjetrußland festgestellt. a
' Ferner scheint das Echo, das die Sitzung der Parlamentskommission für Auswärtige Ange- ze:
legenheiten vom 14. d. M. in_der Presse gefunden hat, darauf hinzuweisen, daß Minister Bonnet, &
trotzdem er in seinem Expose das Bündnis mit uns wie den Pakt mit Sowjetrußland nicht erwähnt 5
hatte, dennoch auf an ihn gerichtete Fragen die Antwort gegeben hatte, die Verpflichtungen $
Frankreichs uns wie -Sowjetrußland gegenüber dauerten an und seien vollkommen gültig. a
In der Konsequenz des oben Gesagten wäre es jedoch verfrüht, zu glauben, das Verhältnis der
französischen Regierung, des Parlaments und der politischen Meinung zu dem Bündnis mit uns
sei schon geklärt worden. Ich bin der Ansicht, daß wir der wahren Sachlage näherkommen,
wenn wir feststellen, daß die französisch-deutsche Deklaration das Verhältnis Frankreichs zu
seinem Bündnis mit Polen wie zum Pakt mit Sowjetrußland augenblicklich nur aktualisiert hat
und daß sie dabei die formelle Gültigkeit dieser beiden Dokumente weder verletzt noch unterhöhlt
hat. Es ist zu bemerken, daß diejenigen französischen politischen Kreise, die sich gelegentlich der “
iranzösisch-deutschen Deklaration um die früheren Verpflichtungen Frankreichs bekümmerten,
hauptsächlich, ja fast ausschließlich philosowjetische Faktoren waren. Das Bündnis mit Polen
war also eher ein Vorwand, an die Erhaltung des französisch-sowjetischen Paktes zu denken,
nicht aber die Hauptforderung.
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Wenn man die gegenwärtige Situation vom rein politischen Standpunkt aus analysiert, muß
man leider mit ganzer Entschiedenheit konstatieren, daß weder in der Haltung der vom Minister
‚Bonnet vertretenen Regierung noch in den Aeußerungen der Parlamentspolitiker oder auch in
‚der Presse irgend etwas zum Ausdruck gekommen ist, was auf die Absicht hinweisen könnte,
' dem Bündnis mit uns irgendwelche Lebenskraft zu geben oder es heute als Instrument der fran-
‚ zösischen Außenpolitik zu behandeln. Dagegen gibt es jedoch keinen Mangel an zahlreichen Hin-
weisen, die darauf schließen lassen, daß, wenn Frankreich heute aus diesem oder jenem Grunde
gezwungen sein sollte, jene Verpflichtungen auszuführen, die sich aus dem Bündnis mit uns er-
geben, die Anstrengungen, sich dieser Vezplielkungone zu entledigen, zweifellos größer sein wür-
den als die Aktion, sie zu erfüllen.
Meine obige Ansicht scheint mit den Erklärungen Minister Bonnets, welche ich die Ehre hatte,
Herrn Minister mitzuteilen, nicht in Einklang zu stehen. Dennoch ist sie aber richtig und gibt
die wahre Sachlage wieder. Minister Bonnet ist ein schwacher Mensch, der im allgemeinen
keine Sache richtig zu vertreten imstande ist, und der dem Hang erliegt, sich der Reihe nach
jedem seiner Gesprächspartner anzupassen. Obwohl ich die Aufrichtigkeit seiner Aeußerungen
uns gegenüber nicht beurteilen will, so habe ich dennoch nicht die geringsten Zweifel, daß er
sowohl vor der Regierung wie der Presse und dem Parlament in der Angelegenheit des Bünd-
nisses mit uns nicht die Haltung einnehmen wird, die er im Gespräch mit mir zum Ausdruck
bringt.
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Mehrmals habe ich Minister Bonnet schon unmittelbar wie mittelbar auf die gewaltigen Unter-
schiede aufmerksam gemacht, die unsere unmittelbaren Unterredungen von den Auslassungen der
halboffiziellen Presse und den Parlamentsechos scheiden. Bisher haben meine Bemerkungen
nicht den geringsten Erfolg gehabt. Wollen wir abwarten, was die nächste_Diskussion in der
Deputiertenkammer bringen wird. Sie wird auf jeden Fall die Fortsetzung dieser Situation er-
schweren, die zumindest dem Scheine nach von einer bewußten Doppelzüngigkeit der Folitik uns
gegenüber nicht weit entfernt ist.
Meritorisch gesehen, ist unsere Situation in Frankreich nicht das Ergebnis irgendeiner tieferen
Aenderung des Verhältnisses zu uns. Eine bestimmte, aber sehr winzige Rolle spielt die Verhitte-
rung, die noch aus der tschechischen Krise übriggeblieben is. Der entscheidende Kern der
Sache steckt jedoch bedeutend tiefer, und zwar in der allgemeinen Haltung Frankreichs gegen-
über dem Gesamtkomplex der internationalen Situation. Hier befindet sich nämlich Frankreich
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' seit der Münchener Konferenz in der Rolle eines Geschlagenen, der von seinem. Feind, der die
Verfolgung fortsetzt, nicht loskommt, und der nicht imstande ist, einer Reihe neuer Probleme
ins Gesicht zu sehen. Was seine früheren Verpflichtungen internationaler Natur angeht, so ist
Frankreich zu schwach, um mit ihnen zu brechen, aber ebenso auch zu schwach, um sich zu
ihnen mit genügender Entschlossenheit zu bekennen. So bleibt Frankreich gelähmt und verharrt
in Resignation, wobei es sich von vornherein zu allem, was in Ost- und Mitteleuropa geschieht,
defaitistisch einstellt.
So wie die Dinge heute stehen, stellt Frankreich der koordinierten deutsch-italienischen Achse
die Zusammenarbeit mit England entgegen, eine Zusammenarbeit, in der es eine passive Rolle
spielt und der gegenüber es keine Rücksicht darauf nimmt, ob das Bündnis mit Polen wie der
Pakt mit Sowietrußland von diesem Gesichtspunkt aus irgendeine Bedeutung haben könnte.
Dieses geschieht nicht etwa deshalb, daß man eventuell an unserer Entschlossenheit, allzu weit-
gehenden Versuchungen, Deutschland Widerstand zu leisten, zweifelt, sondern deshalb, weil man
einfach nicht daran glaubt, daß solch ein Widerstand Erfolg haben könnte. Aus diesem Grunde hat
auch die Tatsache, daß die karpatho-russische Frage gemäß den Wünschen Ungarns und Polens
nicht erledigt wurde, eine ungeheuer wichtige Rolle gespielt.
Zusammengenommen betrachtet die französische Politik lediglich das Bündnis mit England als
‚ positiven Wert, das Bündnis mit uns wie den Pakt mit Sowjietrußland dagegen erachtet es als für
' sich belastend, weshalb es sich auch nur ungern zu ihrem Bestehen bekennt. Diese Situation
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könnte einer 'Aenderung unterliegen, wenn Frankreich entweder unter dem Einfluß Englands
Deutschland und Italien gegenüber zu einer offensiven Politik übergehen würde, was in naher
Zukunft völlig unwahrscheinlich ist, oder wenn die Ereignisse beweisen würden, daß unser
Widerstand gegen die deutsche Politik wirksam ist und daß wir in der Konsequenz die Haltung
anderer Staaten in Mittel- und Osteuropa gegenüber Berlin beeinflussen können. Es ist auch
möglich, daß, wenn der italienische Angriff mehr unmittelbar und gefährlich werden und in
irgendeiner Form von Deutschland unterstützt werden sollte, Frankreich dann, gezwungen,
sich aktiver auf einem Abschnitt zu verteidigen, wo es sich nicht auf formelle Verpflichtungen
Englands stützen kann, versuchen wird, seine kontinentalen Bündnisse auszuwerten, jedoch
immer nur als Behelfsmittel, die mit dem englischen Bündnis nicht gleichwertig sind. Was
Italien betrifft, so kann man erwarten, daß der Besuch Chamberlains in Rom einen Versuch
darstellen wird, eine Entspannung zwischen Rom und Paris herbeizuführen, welche zu-
mindestens für den Augenblick positive Ergebnisse zeitigen und folglich Frankreich geneigt
machen könnte, in den mittel- und osteuropäischen Fragen weiterhin seine defaitistische Re-
serve zu bewahren.
13
Wenn es um die DIR LEIEULOLZT EL en Probleme geht, so verrät die französische Politik gegen-
sondern en ebenso unfähig, zu ihnen eine andere Haltung einzunehmen als die, welche‘ sie in
' den letzten 20 Jahren charakterisiert hat. Ich habe den Eindruck, daß der von Minister Bonnet
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Ribbentrop gegenüber eingenommene Standpunkt hinsichtlich einer Garantierung der tschechi-
schen Grenzen analog der Haltung war, die seinerzeit Botschafter Leger in seiner Unterredung
mit mir vertreten hat. Wenn Herr Ribbentrop nur wünschen sollte, so könnte er die Garan-
tierung der neuen tschechischen Grenzen sogar noch vor ihrer Garantierung durch uns und
Den erreichen. Wie aus den Informationen hervorgeht, die mir Minister Bonnet mit-
teilte, erhielt Minister Ribbentrop die Versicherung, Frankreich werde sich einer deutschen
wirtschaftlichen Expansion im Donaubecken. nicht entgegenstellen. Ribbentrop konnte weiter-
hin aber auch keineswegs aus Frankreich den Eindruck mitnehmen, daß eine in dieser Rich-
tung verlaufende politische Expansion auf irgendein entschlossenes Handeln Frankreichs
stoßen würde.
In den rein osteuropäischen Fragen, besonders in den russischen, herrscht in der franzö-
sischen Öffentlichen Meinung wie in der Politik ein völliges Chaos. Das Vertrauen zu Sowjet-
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rußland oder vielmehr zu seiner Kraft ist ständig im Sinken begriffen, ebenso Reken? auch die
diesbezüglichen Sympathien ab. Die innere Lage der Sowjets wird pessimistisch beurteilt, hier
und dort, haupisächlich aber i in Militärkreisen werden Besorgnisse laut, irgengein.. militärischer 2
land führen. In MAR ukrainischen. Angelegenheit trifft man auf ein völligen, Mißverstellen
der Situation, was wieder zu der defaitistischen Ueberzeugung führt, die ukrainische Aktion
könne — wenn die Deutschen nur wollten — jeden Monat wirksam beginnen und die Integrität B
des neuen Territoriums bedrohen. AI’ dieses zusammengenommen hält die französische öffent-
liche Meinung ständig in einer Unruhe, die in der Presse wie in den Aeußerungen von Parla-
mentsmitgliedern ihren Ausdruck findet. — Diese Sachlage findet auf Seiten der Regierung eine
Haltung vor, die man als macht- und ratlos bezeichnen kann.
Man gewinnt den Eindruck einer allgemeinen Psychose, die sich augenblicklich nicht einmal
durch die vernünftigsten Gegeneinwände überwinden läßt. Immer häufiger jedoch werden in
der Presse einsichtsvolle Stimmen laut, die sich einer Politik. der völligen Reserve entgegen-
stellen und die auf die Gefahren hinweisen, welche ein gänzliches Desinteressement Frank-
reichs gegenüber Mittel- und Osteuropa, in Sonderheit aber uns gegenüber, mit sich bringt.
Wahrscheinlich sind wir jedoch noch weit davon entfernt, daß diese Stimmen irgendeinen
Einfluß auf die Faktoren haben könnten, welche die wirkliche Riehtung der französischen
Außenpolitik bestimmen. Nichtsdestoweniger gibt es unter den französischen Politikern schon
heute Männer, die sich nicht nur für die Erhaltung des Bündnisses mit Polen, sondern sogar
für seine Belebung auszusprechen anfangen. Es versteht sich, daß meine wie meiner Mitarbeiter
Bemühungen darauf gerichtet sind, Presse- und Parlamentsmanifestationen für eine Zusammen-
arbeit zwischen Frankreich und uns zu organisieren und auf diese Weise die Regierung zu
zwingen, öffentlich einen präzisierten Standpunkt einzunehmen. Trotz allgemein pessimistischer
Beurteilung des Gesamtkomplexes der internationalen Lage Frankreichs fürchtet man nicht, daß
dieser Standpunkt allzu negativ ausfallen könnte.
Der Botschafter der Republik Polen
(Anmerkung des Uebersetzers: Die persönliche Unterschrift des Botschafters fehlt, da es sich um
einen Durchschlag des Originalberichtes handelt.Der Durehschlag trägt auf der ersten Seite die Parapıe
des Leiters der Westabteilung im Polnischen Außenministerium, Graf J. Fotocki.)
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WASZYNGTON, DN12/I.1939r.
AMBASADA |
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potegowane sa coraz wigksza nienawiscig do faszyzmu, a przede
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przez czynnikl Zydowskie, ktöre maja w swoich rekach nieomal Br
w stu procentach radio oraz2 wytwörnie filmowe, jak röwnie2
przez prase oraz tygoäniki. Mimo tego, Zs propaganda Jest BF;
szyta grubymi nicmi 1 Ze przedstawla Niemcy w äwietle jak najz =
ER 735: bardziej ujemnnym, wyzyskujac gtöwnle przseSladowania religijne A
fr 4 i obozy koncentracyjne, to jeänak dzieki ignorancji tutejszego E
Y spofeczeästwa, nieobeznansgo zupeinie z sytuacja w Europie, |
F dziata ona w 5sposöb tak przenikliwy, 13 obecnie wiekszoS® na- “
u 1 rodu amerykaüskiego uwa3a Kanclerza Hitlera oraz nazizm za naj-_
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wieksze zto i niebezpieozenstwo jakie zawisto nad Swiatem.
Sytuac)ja w tute)jszym kraju stwarza doskonafe forum dla |
wszelkiego rodzaju mowoöw oraz dla uchodzeöw z Nlemieco I 020-
choszZowacji, kKtörzy nie szczedza Stöw by _droga ‚öönych kalumid N
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podburza& tutejsze spoZeozeästwo, gloryfikulao wolnos& amery- +
ner nkseptuernenth do rezimöw totalitarnych. Znenionnym
i clekawym faktem jest, Ze w catej te) barädäzo pomystowe) kan- a
panii prowadzonej giöwnie przeoiwko Hartz "eliminowane un ii
jest zupeinie Rosja Sowiecka, a jeäli jakakolwiek wzmianka ° Ex
niej jest wypowiedziana, to zawsze w formie przyjazne), na to, |
by wzbudziö wraZenie, 12 Sowlety Zacza sie z bloklem panstw ;
demokratyoznych. Sympatie röwnie2 spoleczeästwa er
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äziekil umiejetne) propagandzie, sa po stronie ezerwone | Hisz-
panii.
Opröcz wyZej meer: propagandy, wyt wytwarzena jest sztu-
„_Czna psychoza wojenna, ktöra wnawia w naröd amerykanski, 2e
poköj w Europie wisi na wiosku, i Ze wojna jest nieuniknione,
przy ozym niedwuznacznie daje sie spofeczenstwu do zrozumienia,
ze Ameryka v wrazie wo/jny Swiatowe) _bedzie zmuszona wystapic
czynnie w obronie haset wolnosci i demokracji äwilata.
Prezydent Roosevelt byX pierwszym ktöry otwarcie rzuoiz
hasfo nienawisci do faszyzmu. Prezydent miat w tym podwöjny
cel: 1) chciar odwröci& uwage spofleczeäistwa amerykafiskiego
od zawiiych i cie2kich problemöw wewnetrznych, a gtöwnie od
problemu walki Swiata kapitalistycznego z obozem praey;
2) przez wytworzenie nastrojöw wojennych i niebezpieozenstwa
gro2gcego Europie, chciat zmusi6 spoteczenstwo amsrykafskie 2
do aprobaty olbrzymiego programu dozbrojeniowego Ameryki, ktö.y
przekracza potrzeby defenzywme Stanöw Zjednoczonych.
Co do punktu pilerwszego, to moZna powleäziee, Ze sytuacja
wewnetrzna na rynku pracy stale sie pogarsza. IlosSc bezrobot- 1
nych dochodzi obecnie do 12 miliondw, a przerost w administra- :
cji stanowej i paästwowej z äniem kazdym sie podnosi. Tylko,
dzieki millardowym sumom, ktöre Skarb Stanöw Zjeänoezonych Be
cit na zatrudnienie bezrobotnych, utrzymany jest pewien stan |
spokoju, ktöry - jak dotad --nie przekroczyi ram zwykiych 5
strejköw lub lokalnych zaburzen. Jak dzugo jednak „ PTZyB2 u
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8ci bedzie moZna utrzyma& ten stan pomocy finansowej panstwa,
jest rzecza trudng do przewidzenia. Rozognienie i wzburzenie
wsröd opinii publicznej, a vrzede wszystkim gtebokie zatargi
pomizdzy przedsiebiorstwami prywatnymi i olbrzymimi trustani,
a rzeszg robotnicza, przysporzyiy Roosevelt'owi wielu wrogöw.
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i wiele nieprzespanych nocy.
Co do punktu drugiego, to Prezyäsnt Roosevelt, jako dosk: -
naty gracz polityczny i znawca psychologii amerykanskiej, od-
wröcit w krötkim ozasie uwage spofeczeästwa amerykaiskiego od
nen
trudne) sytuacj1 wewmetrzne) na szerokie wody polityki zagra-
nicznej. Trasa byia Zatwa, trzeba byto tylko odpowiednio spre-
parowa& z jeädnej strony gro2Zbe wojenng ‚ ktöra zawisxa nad ine
tem z powodu Eanflerza; Hitlera, a z drugiej strony stworzy&
widmo niebezpieczeüstwa agresji panstw totalitarnych na Stany
Zjednoczone. Pakt Monachijski przyszedt Prezydentowi Roose-
velt'owi z wielka pomocg. Przeästawiany tu byX jako kapitula-
cja Francji i Wielkiej Brytanli przed wojujacym militaryzmen
niemieskir: i - jak sie tu potooznie möwi - Hitler przyXo2yX
Chamberlain'owi pistolet do glowy, tak, Ze Francja i Wielka
Brytania nie miaty innego wyjscia jak tylko zawrze& hanlebny
a.2y90w m Niemezech 1
pok6j. Nastepnie brutalne traktgwan
problem uchodZcöw podsyca stale istniejaca nienawis£ do wszy-
stklego co ma coS wspölnego zZ niemieckim nazizmem. W wielkie)
mierze przyczynili sig do tego poszcezegölni. Zydowsoy intelek-
tualiöci, ktörzy zxaozeni sg z Prezydentem Roosevelt'em weztami
przyjazni, tak jak Bernard Baruch, Gubernator stanu New York
Hsumen » nowomianowany Seäzia Sadu NajwyZszego Felix Frankfur-
ter, Sekretarz Skarbu Morgenthau 1 inni, chcea zrobi& z Prezy-
raten “or.
denta szampiona praw czzowieka, wolnoSci religii i stZowa, Jako
te2 tego, Ktöry w przyszxosci ukara® musi macicieli pokoju.
Ta runs ludzi, zajmujacych najwy2isze stanowiska w rzadzie ame-
rykafiskim, pragnie uchodzi6 za przedstawiciell prawdziwego -
"amerykanizmu", oraz "obroNcöw demokracji", przy tym jednak
zzacozona jest nierozerwalnymi wiezami z miedzynarodowym spote-
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czeästwem Zydowskim. Dla tej miedzynarodswki' zydowskiej, ktöra
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podstawy do aktywizaoji polityki zagranicoznej Standw 1 do stw- a
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nos& obrony wiary 1 wolnosci indywidualnse) przed zakusami gre-
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6. Bericht des Polnischen Botschafters in Washington, Grafen Jerzi Potocki, an
den Polnischen Außenminister in Warschau vom 12. Januar 1939
Deutsche Uebersetzung des vorstehenden Faksimile
Botschaft
der Republik Polen Washington, den 12. Januar 1939.
in Washington
Nr. 3/SZ—tin—3. Geheim!
Beir.: Innerpolitische Lage in USA. (Die
Stimmung gegen Deutschland, Judenfrage)
An den
Herrn Außenminister
in Warschau
Die Stimmung, die augenblicklich in den Vereinigten Staaten herrscht, zeichnet sich durch
einen immer zunehmenden Haß gegen den Faschismus aus, besonders gegen die Person des
Kanzlers Hitler und überhaupt gegen alles, was mit dem Nationalsozialismus zusammen-
Bängt. Die Propaganda ist vor allem in jüdischen ] Händen, ihnen gehört fast zu 100 Prozent
das ; Radio, der Film, die Presse und Zeitschriften. Obgleich diese Propaganda sehr grob ge-
bandhabt wird und Deutschland so schlecht wie möglich hinstellt — man nutzt vor allem die
religiösen Verfolgungen und die Konzentrationglager aus —, wirkt sie doch so gründlich,
u” das hiesige Publikum vollständig unwissend ist und keine Ahnung hat von der Lage in
Europa. Augenblicklich hallen die meisten Amerikaner den Kanzler Hitler und den National-
sozialismus für das größte Uebel und die größte Gefahr, die über der Welt schwebt.
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Die Lage hierzulande bildet ein ausgezeichnetes Forum für alle Art Redner und für die
Zmieranten aus Deutschland und der Tschechoslowakei, die an Worten nicht sparen, um
äurch die verschiedensten Verleumdungen das hiesige Publikum aufzuhetzen. Sie preisen
die amerikanische Freiheit an, im Gegensatz zu den totalen Staaten. Es ist sehr interessant,
Jaß in dieser sehr gut durchdachten Kampagne, die hauptsächlich gegen den Nationalsozia-
.ismus geführt wird, Sowjetrußland fast ganz ausgeschaltet ist. Wenn es überhaupt erwähnt
wird, so tut man es in freundlicher Weise und stellt die Dinge so dar, als ob Sowjetrußland
mit dem Block der demokratischen Staaten zusammenginge. Dank einer geschiekten Propa-
eanda ist die Sympathie des amerikanischen Publikuns ganz auf seiten des Roten Spaniens
Außer dieser Propaganda wird auch noch künstlich eine Kriegspsychose geschaffen: Es
wird dem amerikanischen Volk eingeredet, daß der Frieden in Europa nur noch an einem
Faden hängt, ein Krieg sei unvermeidlich. Dabei wird dem amerikanischen Volke unzwei-
deutig klargemacht, daß Amerika im Falle eines Welikrieges auch aktiv vorgehen müßte,
um die Losungen von Freiheit und Demokratie in der Welt zu verteidigen.
Der Präsident Roosevelt war der erste, der den Haß zum Faschismus zum Ausdruck
brachte. Er verfolgte dabei einen doppelten Zweck: 1. Er wollte die Aufmerksamkeit
‘es amerikanischen Volkes von den innerpolitischen Problemen ablenken, vor allem. vom
roblem des Kampfes zwischen Kapital und Arbeit. 2. Durch die Schaffung einer Kriegs-
immung und die Gerüchte einer Europa drohenden Gefahr wollte er das amerika-
5 he Volk dazu veranlassen, das enorme Aufrüstungsprosramm Amerikas anzunehmen,
ienn es geht tiber die Verteidigungsbedürfnisse der Vereinigten Staaten hinaus.
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Zu dem ersten Punkt muß man sagen, daß die innere Lage auf dem Arbeitsmarkt sich
daı zernd verschlechtert, die Zahl der Arbeitslosen beträgt heute schon 12 Millionen. Die Aus-
zaben der Reichs- und Siaatsverwaltung nehmen täglich größere Ausmaße an. Nur die
großen Milliardensummen, die der Staatsschatz für die Notstandsarbeiten ausgibt, erhalten
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noch eine gewisse Ruhe im Lande. Bisher kam es nur zu den üblichen Streiks und lokalen
FE Wie lange aber diese Art staatliche Beihilfe durchgehalten werden kann, kann
man heute nicht sagen. Die Aufregung und Empörung der öffentlichen Meinung und die
schweren Konflikte zwischen den Privatunternehmungen und enormen Trusts einerseits. und
ier Arbeiterschaft andererseits haben Roosevelt viele Feinde geschaffen und bringen ihm
viele schlaflose Nächte.
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Zum zweiten Punkt kann ich nur sagen, daß der Präsident Roosevelt als. geschickter po-
Iüischer Spieler und als Kenner der amerikanischen Psychologie die Aufmerksamkeit des
swerikanischen Publikums sehr bald von der innerpolitischen Lage abgelenkt hat. um es für
die Außenpolitik zu interessieren. Der Weg war ganz einfach, man mußte nur von der
einen Seite die Kriegsgefahr riehtig inszenieren, die wegen des Kanzlers Hitler über der
Welt hängt, andererseits mußte man ein Gespenst schaffen, das von einem Angriff der
totalen Staaten auf die Vereinigten "Staaten faselt. Der Münchener Pakt ist dem Präsidenten
Koosevelt sehr gelegen gekommen. Er stellte ihn als eine Kapitulation Frankreichs und
Englands vor dem kampflustigen deutschen Militarismus hin. Wie man hier zu sagen
pflegt, hat Hitler Chamberlain die Pistole auf die Brust gesetzt. Frankreich und England
harten also gar keine Wahl und mußten einen schändlichen Frieden schließen.
Ferner ist das brutale Vorgehen gegen die Juden in Deutschland und das Emigranten-
problem, die den herrschenden Haß immer neu schüren gegen alles, was irgendwie mit dem
= eutschen Nationalsozialismus zusammenhängt. An dieser Aktion haben die ‚einzelnen jü-
schen Intellektuellen teilgenommen, z. B. "Bernard Baruch, der Gouverneur des Staates
New York, Lehmann, der neuernannte Richter des Öbersten Gerichts Pelix _ Frankfurter,
der Schatzsekretär Morgenthau und andere, die mit dem Präsidenten Roosevelt persönlich
Fe’reundet sind. Sie wollen, daß der Präsident zum Vorkämpfer der Menschenrechte wird,
der Religions- und Wortfreiheit, und er sollin Zukunft die Unruhestifter bestrafen. Diese
ruppe von Leuten, die die höchsten Stellungen in der amerikanischen Regierung ein-
„eisen und die sich zu den Vertretern des „wahren Amerikanismus“ und als „Verteidiger
der Demokratie“ hinstellen möchten, sind im Grunde doch durch unzerreißbare Bande mit
dem internationalen Judentum verbunden. Für diese jüdische Internationale, die vor allem
die Interessen ihrer Rasse im Auge hat, war das Herausstellen des Präsidenten der Ver-
einieten Sinaten auf diesen „idealsten“ Posten eines Verteidigers der Menschenrechte ein
zeninler Schachzug. Sie haben auf diese Weise einen sehr gefährlichen Herd für Haß und
Feindseligkeit auf dieser Halbkugel geschaffen und haben die Welt in zwei feindliche Lager
zeteilt. Das Ganze ist als Meieisrhalten Arbeit aufgemacht worden: Roosevelt sind die Grund-
lagen in die Hand gegeben worden, um die Außenpolitik Amerikas zu beleben und auf
sem Wege zugleich die kolossalen militärischen Vorräte zu schaffen für den künftigen
nn den die Juden mit vollen Bewußtsein zustrehen. Innerpolitisch ist es sehr bequem.
die Aufmerksamkeit des Publikums von dem in Amerika immer zunehmenden Antisemitismus
sbzulenken, indem man von der Notwendirkeit spricht, Glauben und individuelle Freiheit
wor den Angriffen des Faschismus zu verteidigen.
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der Botschafter der Republik Polen
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16-80 styoznia 1939r.
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Sallitt'em.,
“WMWarszawieo.
Przeäwozoraj odbyiem üfuZsza rozmowe z Ambasadorem Bul-
| Di, 1itt'em, ktöry przyjechax mnie odwiedzid w Ambasadzie. Bul-
| DE -L7 Jitt wyjezZd3a do ParyZa 21-go b.m., po prawie 3-mlesigozniej %
niebytnoSci na plaoöwoe,:-z peinym "baga2em" instrukoyj, rozuöw
i dyrektyw od Prezyäüsnta Roosevelt'a, Departamentu Stanu orez 2
senatoröw nale2goych do Komisji Spraw Zagranioznych.
n u 2 rozmowy z Bullitt'em oänlostem wraZenie, 2e otrzymaX
= on o4 Prezyädenta Boosevelt'a wyrafne okreslenie stanowiska Sta-
J u. .
nöw Zjednoczonych w obeonym kryzysie europejskim ktöre ma przed-
g7 En stawis na Qual A'Orsay oraz zu:ytkowad do rozusw z meiani stanu E.
Europy. Tres6 tyoh dyrektyw, ktöre mi Bullitt w ewoj pöz-g0-.
N dzinnej rozmowie przytoczyzt, jest nastepujaca: 1) aktywizaeceja. ke
2 y polityki zagranicznej pod przewodnictwem Prezydenta Roosevelt a
ktöra w sposöb niedwuznaozny 1 ostro potepia pafstwa totalitar- ;
en u nn
ne; 2) przygotowania wojenne Standw Zjednoozonych na morzu,
ladzie i w powietrzu, ktöre bedg przeprowadzone w przyspieszo-
nym tempie i poohzona olbrzymig sume $1,250,000,000; 3) zde-
eydowany poglad Prezydenta by Francja 1 Wielka Brytanla za-
przestaxiy wszelkiej polityki kompromisöw z panstwami totalny-
mi i nie wchodzizy z nimi w Zadne pröby dyskusji ktöre mlatyby
na celu jakiekolwiek zmiany teryborialne; 4) zapewnienie m-
ralne, 28 Stany Zjeänoozone oächodza od polityki izolacji, a
gotowe sa wrazie.wojny ozynnie wystapi& sa po stronie Wielklie)
Brytenii i Francji, oddajac caXy swöj materiar finansowy ]. su-
Er N EEE
# - r
roweowy do ich äyspozyeji. |
Na zapytanie moje, Jakle horoskopy przewiduJje Bullitt na er
r. 1939, odäpowiedziatx mi, Ze przewiduje z wiosna b.r. niebez- En
pieczenstwo konfliktu pomiedzy Francja a Italla na tle proble-
mu kolonlalnego. Uwaza on, Ze zwyciestwo lojalistöw w Hiszpa-
nii postawi Francje w bardzo ciezkim poXo2eniu, gäy2 bedzie ona „A
Pi u et
wtedy okolona ze wszystkich stron paistwami faszystowskimi, i
f 38 wtedy Mussollni Wyazanl z cata stanowezoSceia 1 grozi& bedzlie
Francji wojna. Br
| Na mojs zapytanie, czy Niemcy zechca Mussolini'emu w ta- |
| kiej enterpryzie dopomöc, - odpowiedziat Bullitt, ze wediug Be
jego zdania, watpliwym jest by Hitler opröoz moralnego poparcia
dar sie namöwli& na czynne wzilecie udzialu, gäy: wtedy, rzeoz
oczywista, wo jna Swiatowa bytaby nleunikniona. BE.
Bullitt z cala stanowczoscia twierdzif, Ze Franojl nle wy-
pada wogöle wohodzi@ w zadne ukZady z Mussolini'm, i Ze Francja,
ktöre] sytuacja od kilku miesiecy znacznlie sie poprawifa, sama
nawset mogiaby, wrazie nlesprowokowanego ataku ze strony wXfos-
kiej, wojska i flote italskg rozgromi&. Okreslir nostepowanie.
Bussolini'ego jako zwykiy "gsanssteryzu" 1 szante?, przy czym
dewax do zrozumienia, Ze jednak pomiedzy Hitlerem a Mussolini 'm
jako dvktatorami jest wielka röänica, i Ze w poröwnaniu do Hit-
lera, Muesolini jest tylko "marym bandyta".
W dalszym ciagu rozmowy Bullitt przeszedt do omöwienla
kwestii Wschoänlej Buropy oraz Niemiee. OswiadcezyX przy tyı,
ss polityka zagraniczna Polski, pod znakomitym klerownictwen Be,
Pana Ministra, zdata egzamin ze swe) celowoSci, i ze 2 kryzysu
iesiennego wyszia nletylko obronna reka, ale teZ zwyclesko, Be
ZapytaX mnle zaraz 0 stosunki pomiedzy Polska a Sowieten’
.——-
3 en
4 o sens oänowienla paktu nleagresji miedzy Polska a Rosja.
Oäpowieädzlafem, Ze wezystke to, co prasa pisafa w sprawie Rosi,
to byzxy tylko dowolne domysty, 2e odnowienle paktu nleagres)Ji
z Sowietami byzo koniecznoscia chwili po kryzysise ozeskim güy
stosunki pomiedzy Polska a Sowietami zaczynaty ulega6 Dewnomu
zepsuciu. Byzto to jedynie postawienie kropki nad 1, ale ani
wy3ej, ani nizej;. tylko tak, aby stosenki wypaczone zajsoiami
znowu wyprostowa£®.
x ’
W sprawie uktadu handlowego z Sowietami, o ktöry sie orte
odpowiedziatem, Ze byt on do BeWESES stopnia nastepstwenm zaje-
cia przez nas Zaolzia 1 wlelkich hur, ktöre zmusity Polske do
szukanla nowych rynköw zbytu i ktöre czesciowo Polska znalazta
w Sowietach,.
Co do Rosji Sowlieckiej, Bullitt odnosit sie z wyraina nie- Ei
checia 1 lekcewaZenien.
Möwir dalej, Ze nie przewiduje, aby Niemcy cheiaty obecnie 2
agresywnie wystepowa© w Europie Wschoäniej, gäy2 Polska jest
zbyt silna z jednej strony, a z ärugiej,,t.zn. z Wegrami, Ru-
munia i Jugostawia, sprawa jest jeszcze niewyjasniona 1 wymaga
äopiero umocnienia pozycji i przygotowania ersnn: Jeänak -
möwit dalej - jestem przekonany, Ze Niemcy swöj plan podboju
Ukrainy przeprowaädza, ale dopiero w tr. 1940. |
Nie wdawaten sie z Bullitt'em w dyskusje na ten postawiony
przez niego axiomat; zapytaiem sie jednak czy, gdyby sytuac)ja
taka miara nastapic, - mocarstwa zachoänie wystapityby czynnie,
i czy zaatakowaiyby Rzesze w rzekomej obronie Rosji Sowlecklie).
Bullitt odpowiedziatr, 2e paästwa demokratyczne przekresli-
ty raz na zawsze wszelkie urojone interwencje zbrojne w klerun-
ku zabezpieczenia jaklegokolwiek panstwg, ktöreby miato sie stac
ı pastwa agresji niemisckiej. IR
EE
v
derzv Potocki
7. Bericht des Polnischen Botschafters in Washington, Grafen Jerzy Potocki, an
den Polnischen Außenminister in Warsehau vom 16. Januar 1939
Deutsche Uebers setzung des vorstehenden Faksimile Be
Botschaft En
der Republik Polen | 16. Januar 1939. | Bea:
in Washington Be.
3SZ —tin —4 | h Geheim! Fe:
Betr.: Unterredung mit dem Botschafter Bullitt
An den
Herrn Außenminister
in Warschau.
Vorgestern hatle ich eine längere Unterhallung mit dem Botschafter Bullitt in der Bot-
"aft, wo er mich besuchte, B, reist am 21. d. Mts. nach Paris, nachdem er fast drei Monate
"wesend war, Er fährt mit einem ganzen „Koffer“ voll Instruktionen, Unterredungen und
rektiven vom Präsidenten Roosevelt, vom Stnalsdepartement und von den Senaloren,. die
=
der Kommission für Auswärtige Angelegenheilen gehören.
Ans der Unterhaltung mit Bnllitt hatte ich den Eindruck. daß er vom Präsidenten Roose- z
seit eine ganz genane Definition des Standpunktes erhalten hat, den die Vereinigten Staaten >
u es su m
ei der heutigen europäischen Krise einnehmen. Er soll dieses Material am Quai d’Orsay =
vortragen und soll aueh in seinen Unterredungen mit europäischen Staatsmännern davon Be
ehrauch machen. Der Inhalt dieser Direktiven, die mir Bullitt im Laufe seiner halbstün- 2
“zen Unterhaltung anführte, ist wie folgt: I. Eine Belebung_der Außenpolitik unter Füh- [e‘
zung ae Präsidenten Roosevelt, der scharf und unzweideutig die totalitären Staaten ver- Bo.
arteilt, 2. Die Kriegsvorbereitungen der Vereinigfen Staaten zur See, zu Lande und in der Br
Inft, m in beschlennigtem Tempo durchgeführt werden und die kolossale Summe von Dollar Ba:
ı 259000000 verschlingen. 3. Die entschiedene Ansicht des Präsidenten, daß Frankreich und u) -
Enzland jeder Kompromißpolitik mit den Totalstaaten ein Ende machen müssen. Sie sollen Bi.
su? keine Disktssion mit ihnen eingehen, die irgendwelche Gebietsveränderungen be- ee -
wecken. 4. Eine moralische Versicherung, daß die Vereinigten Staaten die Isolierungs- Fr
\itik verlassen und bereit sind. im Falle eines Krieges aktiv auf Seiten Englands und m
sankreichs einzugreifen. Amerika ist bereit, sein ganzes Material an Finanzen und Roh-
offen zu ihrer Verfügung zu stellen.
Auf meine Frage, welches Horoskop für 1939 Bullitt vorhersieht, antwortete er, daß er
= Friihjiahr die Gefahr eines Konflikts zwischen Frankreich und Ttalien wegen der Kolo-
sen befürchtet. Er meint, daß der Sieg der Loyalisten in Spanien Frankreich in eine sehr
hwere Lage bringen wird. denn es ist auf diese Weise von allen Seiten von faschistischen
Staaten umringt. Mussolini wird dann ganz bestimmt auftreten und Frankreich mit Krieg 2
bedrohen. = u
Auf meine Frage, ob denn Deutschland Mussolini bei diesem Unternehmen helfen wird, Be
sntwortete Bullitt, er sei der Ansicht, daß es recht zweifelhaft wäre, ob Hitler sich dazu Br
rerleiten ließe. außer moralischer Unterstützung auch tatsächlich an einem solchen Unter-
zehmen teilzunehmen, denn dann ist es klar, daß ein Weltkrieg unvermeidlich sei.
Bullitt behauptete mit voller Bestimmtheit, Frankreich dürfe überhaupt auf keinerlei Ab- EE -
kommen mit Mussolini eingehen. Seit einigen Monaten hätte sich die Lage in Frankreich so
weit zebessert, daß es sogar selbst das italienische Heer und die Flotte besiegen könnte,
wenn Italien es unprovoziert angreifen sollte. Das Vorgeben Mussolinis bezeichnete er als En
zanz zewöhnliches „Gangstertum“ und Erpressung, wobei er zu verstehen gab, daß jedoch Be
zwischen Hitler und Mussolini als Diktatoren ein großer Unterschied ist und daß Müssolini
im Vergleich zu Hitler ı nur ein kleiner Bandit ist. 2
718 Pr
nn
m .”
Im weiteren Gespräch kam Bullitt ‚auch auf Osteuropa und Deutschland zu sprechen, Er Be.
erklärte dabei, daß die polnische Außenpolitik unter der vorzüglichen Leitung des Herrn ae
Ministers eine Prüfung ihrer Zweckmäßigkeit bestanden hätte: aus der vorjährigen Herbst-
xrise wäre Polen nicht nur mit der Waffe in der Hand, sondern als Sieger hervorgegangen. Be:
ae
ı Beziehungen zwischen Polen und Sowjetrußland und nach
an einer "Hrn euerung - Nichtang rillspaktes zwischen Polen und Rußland. Ich ant-
ze, daß alles, was die Presse in dor ru ussischen Frage geschrieben hätte, freie Plıanta-
wä ven. Die un neu erung des Ni Nichtan; Brille In ie & mit on ee war eo he
) as eh en Bis it auf ec
T, Es ing ı nur ' darum, die Beziehungen, die durch E
1 wieder in die Reih
eh dem er Iragte, ee ich, a aß es N
ler großen Industrien 1 sei
rochen unfreundlich und wegwerfend ge-
en ste ur ob die West-
a eine uewalincen: nee zum schutz: ee ae,
deutschen Angriffes werden sollte, aufgegeben hätten.
Jerzy Pötoe) ki
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RAPORT POLITECZNY Nr.IV/l.
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Nr.1/F/7
Paryz, änia £ lutego 1939 r.
SCISLE-TAJNE
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e- x “_ PANA MINISTRA
) - Zn; SPRAW ZAGRANICZNYCH L
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Dyskusja nad sprawami polityki zagranicznaj Fran- Bi
cji zakofAczona wczoraj w tutejszym parlamsncie votum
zaufania dla rzadu p.Daladier,uchwalonym wiekszoäcig
379 gtosöw przeciw 232 sktania mnie do przedstawienia
Penu Ministrowi mej opinii,w pierwszej linii 0 obeonym
stanie stosunku Francji do nas i do #gczacych ja z 1.
Polskg uktadödw.
dak jJu2 wspominafem w poprzednim moim raporcie
z Gnla 17 grudnia 1938 r., zagaänienie stosunköw z
| Polskg zostato zaktualizowane w opinii kdt politycz=
nych francuskiceh po wypadkach wrzeänlowych przez Pakt
podpisania francusko-niemieckiej deklaracji o niesagres- =
il
Od tego czasu prasa francuska zaczeia poSrieca6
wlece)j miejsca i uwagi sprawie stosunkdn z Polska.
Mozna tez byZo zaobserwowad lub wzbudzid wieksze I
Zywsze zainteresowanie tym problemem u 8zeregu äziate-
ozy polityeznych, zardwuno lewiconych, jak prawiconych.
- —_ pP. II.
Intassis BP. - Berlin
. u “= Londyn
[j u" we Nzym
Fosslstwo *
» Bsrno
./.
Jasnem sie stawalo, Ze nieched -w stosunku do Polski powstata
za ils wypadköw wrzeäniowych zaczyna mijad i ustepowa& miejsca
MH
ozszäniejszym, bardziej objektywnym 1i realistycznym nastawie-
02.
i
# iych warunkach i na tle ogölnego pogorszenia sig sytuaoji
miedzynarodone} Francji, kilkuädnlowy pobyt Pana Ministra w Monte.
Carlo i dego wizyta ztoZona Kanclerzowi Hitlerowi w Beröhtesga-
Sen staiy sie dla coatej prawie prasy francuskiej i wielu tutej-
szych Gziefaeczy politycznych punktem wyäcia dla krytyki polityki
zin.Sonnet wobee Polski i domagania sie wyjaßänienia jego stosun-
ka do aljansu z Polska.
Bardzo znaczna cze36 prasy wystapita wobeo min.Bonnst z za=
rzuiem,. 22 nie skorzystat z okazji pobytu Pana Ministra na polude
5
iu Francji, aby z nim sig zobaczyd 1 nawiazad Bespohkadn! kon= ;
“azt polityezny. ".Gdy zjawita sie wiadomoä& o wyjeZäzie Pana Ki- ER:
nistra do Berchtesgaden, nie tyiko nie by3o « prasie franouskig) |
s2&w dawne; krytyki, ale odwrotnie, wszystkie zarzuty zostaiy
szlerowanse pod adresem min.Bonnet. Ten ostatni probomat . .JaK
sig zdaje, unieszkodliwid atak, Torponszechniajao wrozmowach zZ
niskiörymi cztonkami parlamentu opinie 0 jakoby bardzo ziej sytu-
aoji wswnetrznsj w Polsce, oraz o niebezpieczeästwach, ktöre gro- Be
2& nam ze strony Niemiec. dednak stosunki moje i moich wspöi- |
praconniköw,zardwno z duzg iloscig deputowanyoh, 'jak dziennikarzy, er
wlegty w miedzyczasie tak znacznej poprawie, Ze nie byto nam trud«
no przeciwdziata& temu, doS& zresztg naiwnemu manewroni. Be:
Zreszta rezultaty spotkania Pana Ministra z Kenclerzem by?y
sauna w sobie tak wymowne, Ze podniecit!y sposöb znakomity kryty»=
zö# min.Bonnet. Opinia. francuska zrozumiata, Ze nietylko bezpo=
Sreänis stosunki polsko=-niemieckie nie ulegty pogorszeniu, ale
35
te nawet podrednio nie Jesteämy zagroZenl, ani t.zw. akcja ukrair- E
sz3 Kanclerza hitlera, ani jakimis gwaitownymi posunieciami z je- 3
80 sirony w Europie Srodkonwej. Dominujaca tu po Konferencji Mo-
nachijskie) obawa przed angazowaniem sig w sprawy Wschodniej 1
Srodkowe)] Europy, jako najezong bezpodreanini niebezpieczeästwani
wo;ny, nastgpi3a miejscu zaniepokojeniu, Ze skoro spotkanie w
Serahtesgaden doprowadzito do powazdiego odpreZenia sytuacji we .
#schoänie) I Srodkowej) ‚Europie, ‚niebezpieczenstwo aktywnoßci eke-
pansywne) Niemiec mogg &Zatwo dad sig odezud W Europie aechoanle),
a to m zwigzku Z brutalng kempanig antyfrancuska prowadzong przez
Italie , ktöra ostabika nadzieje opinii Trancuskiej na mozliwo5ö
za=zkniecia sig w ramach t.zw. polityki imperialnej. Kezultaty
wlizyty ministröw angielskich w Rzymie bynajmnlej tego zanliepoko-
jenia nie zmniejszyiy.
W konsekwenoji gtosy dopominajace sig wyjaänienia stosunkdw
z Polskz i rozsaädnej wobec niej polityki staly gie coraz ozgsisze,
" literalnym znaozeniu tego siowa codzienne. Bardzo istotaym byt
akt, Ze podtoZem akceji krytyköw min.Bonnet nie byto protekcyjne
zaniepokojenie sytuacja Polski, ale zdrowa troska oO pogarszajgcg
sie stale sytuacjg miedzynarodong Francji i zrozumienie, Ze de-
sinteressement Francji sprawami Wschodnie) i Srodkowej Europy
utrudnia nasze potoZenie wobeo Alemieo.
W tej atmosterze ataku ze strony prasy giöwnle 0 sprawy.
polskie 1 pewnego niezreoznego zakiopotania ze strony min.Bonnet,.
zaozeta sig dyskusja w Izbie Deputowanych nad politykg zagranicz-
na Francji. Nastr6öj prasy przeniöst eie prawie calkoricle na
trybune parlanmentu. Za nielioznymi wyjatkami, ktörych na jwa2-
nisjszym byt p-E.Flandin, nie byto niemal deputowanego, ktöryby
w suym przemöwieniu nie poruszyl sprawy stosunku z Polska, lub
preynejeniej nie wyikng3 min.Bonnet, 3e tak nieopacznie opuseiz
okazje do spotkania tu z Panem Ministrem. .Tym razem nie byiy
*o juz tylko gtosy sowietofildöw, ktörzy w obronie stosunködw »
Polska widzieli wygodne podejäcie do-lezacej im na sercu wspöd!-
N
pracy z Moskmg , ale takZe liczne glosy zdeoydowanych przecinni=-
zöw paktu francusko=sowieckiego.
kozna wiec z calym objektywizmem skonstatowad, Ze sprawa
siosunköw z Polskg zostatia przez ozionkdw lzby Deputowanych wy-
rainie zaktualizowana 1 to w spösöb 2 naszego punktu widzenlia
calkowicie pozytyuny. Jasnym by3lo, Ze dzigki temu,i niestety
prawäopodobnie tylko dzieki temu rzad nie bedzie mög! pomingä
jej milezeniem. °
Min.Bonnet speojalnie omuly na ataki prasowe ji parlamentar-
ne,juz w kofcu zesztego tygoädnia nie zaprzestal,jak sig zdaje,
ärobnych manewröw dywersyjnych w stosunku do ataknjgcych, zde-
cyiowat sie jednak na wypowiedzenie sie oO stosunkach francusko=
polskich. /Miatem, n.p. niestyohane trudnosci ze zmuszeniem
prasy paryskiej do poawtörzenia wywiadu udzielonego przez Pana
YMinistra Mord American Press Alliance = napotkalen w te)j spza-
wie na wyraöne przeciwdziatanie ze strony Quai d'Orsay/. dJak
Panu Ministrowi wiadomo poinformowat on mnie o tym w przygoänej
zresztg rozmowie w ubiegty piatek 20-g0o b.ım.
W swoim exposd odczytanym w Izbie Deputowanych w dniu 26
b.m. min.Bonnet dwukrotnie wspomnia3 o nas. Odnodne ustepy
jJego mowy by3iy nastepujägoe:
1/ omawniajgc sprawe deklaracji francusko-niemieckiej:
"Je n'ai pas besoin de dire, messieurs, que nous avons
informs de nos ndgociations les principaux pays interessea
auxqsels nous lient des amitids: la Polognse, la Belgique,
l'Anglewerre, 1'U.R.S.S., les Etats-Unis d Amerique.
ein! «) 2
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Ba I - BEZ Zr, An 7 ne et a Ei
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ae ti.
"Get accord, comment lL'ont-ils acueilli? A la Chambre
des communes, M.Neville Chamberlain a deolare que la gouver-
zement britannique avait ressenti une satisfaction partieu=
li2re aue la France eut dt& en mesure de conclure un accord
avec l'Allemagne. En &mörique, des editoriaux des trois
plus rare Journaux de New-Yonk et de Washington ont affir-
m& leur pleine Gonpzenenston de la politique frangalse,;, la
Polognse a fait eonnaitre
gue son gouvernement se fslicitalt
äs l'haursuse conclusion de la d6cleration franco=-allemande,.
2/ Onawiajgc sprang stosunköw z Rosja Soniedkg 1 z Polakg:
"Quant A nos rapports avec L'U.R.S.S. et la Pologne, ils
ont 6&te marquss par des consultations röpetses. C'est ainsi
au'au cours de la orise de septembre, je suis reste en dtroit
contact, tantot, avec M.Litvinov, que j'ai vu & plusieurs re-
prises & Gendve et & Paris, tantöt avec l'ambassadsur de 1'U.
R.S.S. A Paris afin d'öchanger les vuss de nos gouvernements,
conformsönsnt au pacte de 1935.
"La Francs a an aussi ses relations traditionnel-
les d’amitid avec la Pologne. Lors de la declaration francc-
allsmande du 6 döcembre, jJ'avais, conformement er de
nos acoords, averti l'’ambassadeur de Pologne de nos intentlons.
En ze remerclant de le tenir informe, le gouvernement polonals
m'a fait savoir qu'il se felicitait d'un acte dont il appre=
cieit pleinement Ile but, la signification et la portes. De
zeme, M.BEsck m'a falt prevenir, avant de quitter Nonte=-Carlo,
de l'invitatilon qu'il venalt de resevoir du chancelisr Hitler.
Je prie d'ailleurs la Chambre de ne pas oublier qu'il y a en«
tre l'Allemagne at 1a Pologne un accord qui a &t& signed en
1934. M.Bsck a tenu 2 mettre notre smbassadeur au couralt
L} » I 1’ 1
RE NENNEN RN
17% A ar Pal - a . hen . - tn Kr - a Bo,
EN RE A LEE, unrsed A A IE, EEE N PT URIOR
PR a AN
Sir
” de ses conversaticons. Nous sommes demeureds ainsi tou-
iours en oontact avec le gouvernement de Varsovie et nous
svons eu aveo lui, chaque fois au'il a dte utils, las con-
versations que jJustifient les rapports particuliers des demx
pays et 1'&volution des övtnements. |
"En toutes occasions, &t recemment encore, le gouverne-=
ment polonais nous a renouvsle 1'assurance que l'amiti& fran- x
saise constitualt une des bases essentielles de la politigue _
de la Pologne.
"Ainsl, messieurs, il faut done en finir avec la 1ögen-
de que notre politique aurait detruit les engagements que
nous avions oontractes, A l'est de 1'Europe, avec 1'U.R.S.S.
ou avec Ia Pologne. |
"Ges engagements subsistent toujours et ils doivent etre
appliquss dans l'esprit meme ot ils furent congus.*
Fowyzsze deklaracje in Bonnet zostaiy nastepnie uzupeinio=
ze # przemöwieniu premiera Daladier, ktöre poprzedzito gtosowanle
nad votum zaufania w Izbie. Po krötkiej charakterystyce stosun=
zu PFrancji do jej sgasiaddw 1 Standw Zjednoczonych Ameryki Pöinoom
znej, premier Daladier powiedziat mianowicie:
"Est-il bescin d'ajouter qu’il n'est nullement dans-1a
pensds du gouvernement d’'affaiblir les pactes qui lient la
France aux autres peuples? Nous sommes rösolus au oontral-
re & les maintenir." .
Przechodzac teraz do analizy wymienionych deklaracji premie-
ra 1 ministra spraw zagranicznych Francji musze zaznaczy& po plarw-
sze, iZ przemöwienie min.Bonnet nosito od poczatku do kofca charak-
ser obrony przed krytyka, 2 ktörg politykea jego spotkala sig za-
röuno ze strony prasy, jJak möwcöw parlamentarnych. By& to racs®)
&
j Fi ‚ 7 wi E -
te) ar BE Fett AR EI THBTTREE..
referat, ni2 mowa polityczna, z tego tez powodu expoad Minis-
ira Spraw Zagrenicznych spotkato sie ze strony Izby z przyjgciem
obojsztnym i jest doä& powszechnie krytykowane, jako niezmiernie
Slads i pozbawione wyrazu. Dopiero przemöwienie premiera |
sekäcie i tonle: energiczne orez politycoznie znacznie wyralniej=-
sz# pozwoliio na zakohczenle dälugiej debaty parlamentarnej nad
sprawami polityki zagranicznej Franoji w atmosferze Zywszego za-
ES:
inieresoweania ze strony Isby i podnieconego nieco nastroju patrio-
4
-_
a er
sycznego.
To pewne jednak, Ze mowa min.Bonnet nie byla dlaA aukoesem
A
Z nis wemocnita jego juz od dtuäszego czasu ostablone) sytuacji.
Fokt za niewatpliny, ze min.Bonnet raczej bronit ale Orzed
asakami, niz kreslit pozytywne linie politykil zagraniczne)j Fran- k
=ji obniZa tez znaczenie jego expose, Jako äwiadomego aktu Hold
»Jki rsadu przezen reprezentowanego. E
Z tym wszystkim jednak zaröwno debata parlamentarna, jak
r
re TE. >
»sstapienia cozZonköw rzadu, o kröryoh mowa powyZej, Swladoza
ziszbicie o znacznym kroku naprzdd w ewolucji opinii politycezne)
Zreancji od cozasu jej zupeinego zalamania sie po katastrofalne)
Zonferencji Monachijskiej). Odnosi sie to w pierwszej linii do
zagaänienia stosunku do Polski. Co sie tyczy bowiem stosunku
?rancji do Anglji, Standw Zjednoczonych Ameryki Pöinocne), Nie-
ziec 1 Italil, a nauet spraw Hiszpanii, to w tej dzieäzinle anl
debata parlamenterna, ani deklaracje cztonk6w rzgdu Zaänych n0=
"ych elementön nie wniosiy. Sprawy Europy Srodkowej zostaty po- E
traktowane pobieznie i apolitycznie, tak samo sprawy Dalekiego
"schoäu. Prawiziwym novum byto wiec stwierdzenie utrzymanla
zobowiazaA wobec Kosji Sowieckiej i Polski, 2 wyrainym przenie- $
sieniem punktu cig2ko&dci na stosunki z Polskg, ktöre rozwijaty
i
sig ostatnio w formie przyjaznego kontaktu informacyjnego na %
Pi > \
Ze rozmöwm i negocjacji z Niemcami.
Uprzytomniajgc sobie, jaka byla nasza sytuacja w opinii
Zrencuskie) przed czterema zaledwie miesigcami, przypominajao
asweil, ktörych objektem byliämy po Konferencji Monachijskiej,
@ ziöre skofncozyiy sie prawie powszechnym wybuchem w prasie i
Spimii frencuskiej sprawy ukraiäskiej, oraz biorgac pod uwage,
2= prawie do kofAca grudnia ogromna wiekszoä& opinii politycznej
Trancuskie,j chciata traktowa& nie tylko Srodkowg Europe, ale i
nes, jsko uznany przez Zaoh6död teren ekspansji Niemiec, moZna
Stonstatowa&, 12 w opinii politycznej Franoji nastapit w stosun- |
zu do nas doS& gieboki i istotny przeZom. Wyrasna nieche& w
siosunku do Polski ustepuje miejsca zrozumieniu, iz jesteäny
jsäynym paAstwem na kontynencie, ktöre mozs dazras onasnn i
pozytywng rolg W rozwigzeniu rasanlenis bezpieczefistwa Francji.
Zowzyisze jest oczywiäcie wynikiem znacznego pogorszenia sig 3y-
suaacji Francji 1i grozacych je) niebezpieczeistn, ktöre denerwujg
2 niepokoja tutejsza opinie. Nie sgdze jednak, aby przeiom ten
&52 zjawiskiem wyigacznie konjunkturalnym.
Stosunek opinii francuskiej dc Polski, ktöry w niedawnej prze- Bi:
sz20&ci byt czeäcig skZadowg jej ofenzywno-obronnych nastawiei w
stzosunku do Niemiec, znajduje teraz swe miejsoe w nastamienliach
za®sze obronnych, ale obecnie juz pozhawionych jaklegokolwiek cha-
zakieru ofenzywnego.
Ryzykownym jeädnak i niestusznym bytoby twierdzenie, Ze rzad
"rancuski docenia juz w peini warto&& sojuszu z Polskg 1 jest
ziecydowany uczyni& zei powazny slement swe,) polityki. Na razie
mozna tylko skonstatowad, Ze rzgäd franouskl, unikajgo zbyt kate-
gorycznego zaangazowanla sie, manifestuje w stosunku do uktadon
230ozacych Francja z Polska swa dobrg wole i üba o zachonmanie
äobrych stosunkew z nami. dest to wynikiem nistylko oniesmie-
lenia i pewnego defetyzmu, ktöre charakteryzujga polityke oficojal-
>
ae 73
Er Ka. Fi
=. Pi ee Aa! u ° - ee) °% & | 4 bean we ey = r 35” Wo = =. u V; > L y
na Francji po Konferencji Monachijsklej, ale takze braku Jakie=
gokolwiek nowego pczytywnego planu tej politykl.
Delsza pomy&ina ewolucja polityki freancuskie] w stosunku
do nas mä3e nastspid albo pod wpiywem zaostrzenia nlebszpiecozengsiw
grozacych Francji, albo na skutek dalszego skonsolidowania sig ne-
szej pytuaojli w Srodkomo-Wsohodniej czeSci HKuropy 1 Wzrostu nasse
go wpiymuı na jej rozwö). W polityce francuskiej walczg dwie tan=-
denoje, ktäre pod »piywem ostatnich wypadköw znacznie oskabione,
dazenie do podporzaäkowania swym wpiywom t.zw. mniejszych paAstn
kontynentu Europejskiego, lub uauzynienia z nich przetargu z Kiem-
cemi, oraz obok niego zawsze silne pragnienie zapewnienia sbbie
i Europie pokoju. |
Bzecz oczywista, Ze z ohwilg, gädy w milare rozwoju sytuacji
ogölnej i specjalnie naszej, okaZe sie, Ze wspöipraca z Polskg
moZe mie& nie tylko znaczenie z punktu widzenia zapewnienia ele=-
mentarnych prawie warunköw bezpieczeästwa, kosztem,rzecz presta,
pewnego ryzyka, ale 2e moZe ona stac sig elehentem pozytywnej
i konstruktywnej polityki pokojowej, dzislejszy Jeszcze niezdeoy=
dowany, peiny wewnetrznych zastrzeZen stosunek do sojuszu z nami
bedzie mögt ulec pozytywnej) po3adanej ewolucji.
Zensze jednak cigaZy& na nim bedzie stanowisko rzadu angiel-
sklego, ktöre ande jeszcze na bardzo dtugo pozostanie dla po-
lityki francuskiej miarodajnym.
Pozwalam sobie zwröcid osobno uragg Pana Ministra na pewng
zmiane, ktöra zdaje sig zaochodzid w polityce francuskiej w usB6e-
.
. >) : > . "
u fAT . ’
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de #22
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Vers 0 N Ar.)
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= Ars J Be A TEN
« WRNIHEN a
regoweniu jej stosunku do sojuszu z nami i paktu z Rosjg Sowieckg.
Pomimo, iz min.Bonnst zamknat okreälenie stosunku do uktadöw
z naki i Rosjg Sowieckg w jednym zdaniu ,„ moäna z caig pewnodcig
stwierdzlie&e, Ze zaröwno w opinii polityozne) francuskie)j, Jjek
zlarodajnych kotach rzadowych nama sytuacja jest bez poröwnania
= ]10
lepsza od sytuacji HRosji Sowieckisj i 2e tak powiem pierwsza.
O ile przed wrzeäniem Rosja Sowiecka byia traktowana, jako näj=
wazniejszy we Wschodniej Europie sojusznik, Ktöry ewentualnie
miat wywiera& presjg na nas, Q tyle dzik jest naodwröt- Polska
wystepuje w roli wiaäciwego partnera Francji, a stosunek do Ros-
ji Sowieckiej staje sie racze) czynnikiem pomocniczym I nieco
formalnym, majaoym na celu zapewnienie tyidw Polski. Im tej
wies dziedzinie jestedmy röwniez &Swiadkami ewolucji po2adane)
1 zdärowej, bo zgodne) z realnym ukZadem sit we Wschodniej.Europis,
Reasumujao wszystko powyZsze pragnge wyrazi6d przekonanie, 12
"“ naszym dazeniu do zupeinego wyröwnania 1 znormalizowania sto-=
sunk6w sojusznicezych Z Francoja, erobilidmy ostatnio do&& powazny
krok naprzdd, zwiaszeza jesli chodzi o przeiom w opinii tutej-=-
szej i prasie. W najbliäsze} prz3sz2o&%coi musimy prawdopodobnie
liczy& sie z dwoma ewentuelnoßciami:
3% Albo zagrozenle Francji od strony Wtoch 1 Hiemiec bedzie
Wzrastalo — n tym wypadku bedziemy objektsm presji ze strony Fran
cji w kierunku odciazenia jej sytuacji prsez pewne sparaliZowa-
nie swobody dziatafA nismieckich, |
2/ Albo tez przyjda pröby szukania mozliwoäoi dojäcia do
trwalszego odpreZenia sytuacji w Europie, ktöre postawig przed
nami trudne zadanle obronienia i ezynnego zwaloryzonania rezule-
tatdw 1 mozZliwoäci naszej konstruktywnej praoy pokojows). Za=
danlie to bedzie moim zdaniem rzeczywiäcie trudne, gdy2 dotychcozas
Awuiadomod& naszej roli poko)Jowe) w Srodkowo=#schodnie) Europie
nie jest na zachoäzis ugruntowang. Politycy fransusoy i opinia
tutejsza /w Anglii przypuszcezem tak samo/ sg sktonni traktowad
dotychezasowe pozytywne rezultaty nasze) polityki, Jako wynik
= ]]1 ®
ehwilowsj dobrej woli, a raczej przemijajacych plendw Kanslerza
Eitlera, nis jako rezultat neszych wiasnyoh dzialed 1 saliy. 2
sego te2 powodu sytuacja nasza nydaje sie im stale pod znakiem
Bapyjtania ,„ a nasze mogliwosoi barädso watplinwe. Pod wpiywem os«
satnich wypadköw i posunigö Pana Ninistra jsedynie zaufanie do
raecezywistej samodzielnodol 1 niezalssnedoi naszej politykl wzros
zo. Kie jest to jednak röwmosaaczne 3 saufaniem do naszych MOL-
liwoäci 1 sizy.
ASADOR R.P.
Re
8. Bericht des Polnischen Botschafters in Paris, Jules Lukasiewiez, an den
Polnischen Außenminister in Warschau vom 1. Februar 1959
Deutsche Uebersetzung des vorstehenden Faksimile
Politischer Bericht Nr. IV/I
Botschaft | |
der Republik Polen Paris, den 1. Februar 1939
Nr. 1/F/7 Streng geheim!
Herrn Außenminister
in Warschau
\
Die Diskussion über die Fragen der französischen Außenpolitik, welche gestern im hie-
siren Parlament mit einem Vertrauensvotum für die Regierung des Herrn Daladier mit 379
sichten vorzutragen, und zwar in erster Linie über den gegenwärtigen Stand der Beziehun-
zen von Frankreich zu uns und über die es mit Polen verbindenden Verträge.
Wie ich schon in meinem früheren Bericht vom 17. Dezember 1938*) erwähnte, wurde in den
politischen Kreisen Frankreichs das Problem Beziehungen zu Polen nach den September-
ereignissen durch die Tatsache der Unterzeichnung der französisch - deutschen Nichtangrifis-
erklärung aktuell. Seit dieser Zeit begann die französische Presse, den Beziehungen zu Polen
mehr Platz und Aufmerksamkeit zu widmen. Es war auch möglich, bei einer Reihe von Po-
litikern sowohl der Rechten wie auch der Linken ein stärkeres, lebhafteres Interesse an
diesem Problem zu beobachten bzw. ein solches wachzurufen. Es wurde offenbar, daß die
Abneigung-hinsichtlich Polens, die auf Grund der Septemberereignisse entstanden war, zu
verschwinden begann und einer vernünftigeren, objektiveren und DeRMIELSONOFOn Einstellung
Platz machte.
Unter diesen Umständen sowie auf Grund der Verschlechterung von rankteichs inter-
nationaler Lage wurde Ihr mehrtägiger Aufenthalt, Herr Minister, in. Monte Carlo und Ihr
Besuch beim Kanzler Hitler in Berchtesgaden für die ganze französische Presse und viele
hiesige Politiker zum Ausgangspunkt für eine Kritik an der Politik von Minister Bonnet
zegenüber Polen, man forderte von ihm eine Klärung seiner Haltung zum Bündnis mit
Polen.
Ein sehr bedeutender Teil der Presse warf Minister Bonnet vor, daß er Ihren Besuch in Sid-
frankreich nicht dazu benutzt hat, um sich mit Ihnen zu treffen und unmittelbar politischen Kon-
takt aufzunehmen. Als die Nachricht von Ihrer Abreise nach Berchtesgaden bekannt wurde,
erschienen nicht nur nicht in der französischen Presse die früheren kritischen Aeußerungen
weiter, sondern im Gegenteil, alle Vorwürfe richteten sich an die Adresse von Minister
Bonnet. Letzterer versuchte, wie es scheint, die Angriffe unschädlich zu machen, denn er
verbreitete in Gesprächen mit einigen Parlamentsmitgliedern die Ansicht, daß in Polen die
innere Lage sehr schwierig sei’ und daß uns von Deutschland Gefahren drohen. Doch unter-
lagen meine Beziehungen sowie die meiner Mitarbeiter zu einer großen Anzahl von Depu-
tierten ebenso wie zu den Presseleuten in der Zwischenzeit einer so bemerkenswerten Ver-
besserung, daß es für uns nicht schwierig war, diesem übrigens recht naiven Manöver ent-
gegenzuarbeiten.
Im übrigen waren die Resultate Ihres Treffens, Herr Minister, mit dem Kanzler in sich so
beredt, daß sie die Kritik an Minister Bonnet sehr wesentlich verstärkten. Man verstand in
Frankreich, daß nicht nur die unmittelbaren polnisch-deutschen Beziehungen keiner Ver-
schlechterung unterlagen, sondern daß wir sogar mittelbar nicht bedroht sind, weder durch
die sogenannte ukrainische Aktion des Kanzlers Hitler noch durch irgendwelche seiner Ge-
waltmaßnahmen in Mitteleuropa. Auf die Zeit der Beunruhigung folgte die hier nach der
Miinchener Konferenz vorherrschende Furcht vor einem Sicheinlassen in Fragen Ost- uud
Mi itteleuropas, welche durch unmittelbare Kriessgefahren aufgeputscht war. Obschon das
Treffen in Berchtesgaden zu einer bedeutenden Entspannung der Lage in Ost- und Mittel-,
europa führte, kann die Gefahr einer expansiven Aktivität Deufschland: sich leicht in West-
europa fühlbar machen, und das im Zusammenhang mit der brutalen antifranzösischen Kam-
pazne, die von Italien geführt wird und die die Hoffnungen der Franzosen verminderte, daß
lieses sich in den Rahmen der sogenannten imperialen Politik einschließen würde. Die
., 8. oben Seite 10.
=
Sl
Resultate der englischen Ministerbesuche in Rom verminderten diese Beunruhigung nicht im
geringsten.
Infolgedessen wurden die Stimmen, welche eine Klärung der Beziehungen zu Polen ig!
eine vernünftige Politik diesem gegenüber forderten, immer häufiger, im wahrsten Sinue
des Wortes tägliche. Sehr wichtig war die Tatsache, daß die Aktion der Kritiker von
Minister Bonnet nieht auf einer vorsorglichen Beunruhigung bezüglich der Lase. Polens
beruhte, sondern daß sie durch eine de Fürsorge wegen der sich ständig verschlech-
ternden. internationalen Lage Frankreichs und eher h die Einsicht, daß ein französisches
Desinteressement an den Fragen Mittel- und Osieuropas unsere Lage gegenüber Deutschland
erschwert, hervorgerufen wurde. \
In dieser Atmosphäre der Angrilfe seitens der Presse vor allen Dingen wegen polnischer
Fragen und einer gewissen ungeschiekten Verlegenheit von Minister Bonnet begann in der
Deputiertenkammer die Debatte über Frankreichs Außenpolitik. Die Stimmung der Presse
übertrug sich eigentlich vollsländig auf die Tribüne des Parlaments. Mit wenigen Aus-
nahmen — TE. Flandin war die bemerkenswerteste — gab es kaum einen Deputierten, welcher
in seiner Rede die Beziehung zu Polen nicht erwähnte oder wenigstens nicht Minister Bonnet
vorhielt, daß er die Gelegenheit zu einem Treffen mit Ihnen, Herr Minister, so kurzsichtig
vorüberg gehen ließ. Diesmal waren es nieht nur mehr die Stimmen der hussenfrennde, welche
in der Verteidigung der Beziehungen mit Polen eine giinstige Annäherung zu der ihnen am
Herzen liegenden Zusammenarbeit mit Moskau sahen, sondern auch zahlreiche Stimmen ent-
schiedener Gegner des [ranzösisch-russischen Paktes.
So kann man ganz objektiv feststellen, daß dis Frage der Beziehungen zu Polen durch
die Mitglieder der Deputiertenkammer sehr aktuell geworden ist, und zwar, von uns aus
gesehen, in einer sehr positiven Weise. Is war klar, daß dank diesem und leider wahrschein-
lich nur dank diesem die Regierung sie nicht wird mit Schweigen übergehen können.
Minister Bonnet, der Presse- und Parlamentsattacken gegenüber besonders emplindlieh ist,
hörte noch am Ennde der vorigen Woche anscheinend mit kleinen Diversionsmanövern gegen-
über seinen Angreifern nicht auf, doch entschloß er sich, sich über die französisch-polnischen
Beziehungen zu äußern. Ich hatte z. B. unerhörte Schwierigkeiten, um die Pariser Presse
dazu zu bringen, das Interview, das Sie der North Ameriean Preß Alliance erteilt haben, zu
wiederholen — in dieser Sache arbeitete mir der Quai d'Ors say deutlich entgegen. Wie Ihnen,
Herr Minister, bekannt ist, informierte er mich darüber in einem im ührigen zufälligen (Fe-
spräch am vergangenen Freitag, dem 20. d. M.
In seinem Expose, das er am 26. d.M. in der Deputiertenkammer ver'as, erwähnte Minister
Bonnet uns zweimal. Die diesbezüglichen Absätze seiner Rede waren folgende:
1. Bei Besprechung der Iranzösisch-deutschen Erklärung:
„ich habe nicht nötig zu sagen, meine Merren, daß wir von unsören Verhandlungen
die wichtigsten Länder, mit denen uns Freundschaften verbinden, informiert haben
Polen, Belgien, England, die Ud.8.8.R., die Vereinigten Staaten von Amerika.
Wie haben diese das Abkommen aufgenommen? Im Unterhaus hat Herr Neville
Champberlain erklärt, daß die Englische Regierung eine besondere Genuztuung darüber
empfunden habe, daß Frankreich in der Lage gewesen sei, ein Abkommen mit Deutsch-
land abzuschliehen. In Amerika haben die Leitartikel der drei größten Zeitungen von
hl New York und Washington ihr volles Verständnis für die französische Politik zum
Ausdruck gebracht; Polen hat mitgeteilt, daß seine Regierung über
den glücklichen Absehlnfß der französisch-deutschen Deklara-
tionsehr befriedigt sei.“
2. Bei Besprechung der Beziehungen mit Rußland und mit Polen:
„Was die Beziehungen mit Sowietrußland und Polen anbetrifft, so haben mit
"diesen Stanten wiederholte Konsultationen stattgefunden, So bin ich während der
Septemberkrise in engem Kontakt bald mit Herrn Litwinow gewesen, den ich mehrmals
in Genf und in Paris gesehen habe, bald mit dem Botschafter der U.d.$.8.R. in
Paris, um gemäll dem Pakt von 1935 die Ansichten unserer beiden Regierungen aus-
zutauschen.
Frankreich hat auch seine traditionellen Freundschaftsbeziehungen mit Polen unter-
halten. Gelegentlich der französisch-dentschen Deklaration vom 6. Dezember hatte ich,
gemäß dem Geist unserer Verträge, den Polnischen Botschafter über unsere Absichten
ins Bild gesetzt. Die Polnische Regierung hat mir dafür gedankt, daß ich sie auf
dem laufenden gehalten habe, und hat mir mitgeteilt, daß sie sich über eine Tat, deren
Ziel, Bedeutung und Tragweite sie hoch einschätze, nur freuen könne, Ebenso hat
Herr Beck mich vor seiner Abreise ans Monte Carlo über die Rinladung informiert, die
er von Kanzler Hitler erhalten hat. Tech bitte übrigens das Haus, nieht zu vergessen,
daß zwischen Deutschland und Polen ein Abkommen besteht, das im Jahre 1934
unterzeichnet worden ist, Herr Beck hat Wert darauf gelegt, unsern Botschafter über
seine Unterredung ins Bild zu setzen. Auf diese Weise sind wir mit der Warschauer
Regierung immer im Rontakt geblieben, und wir haben, jedesmal wenn es nützlieh
war, die. Unterredungen mit ihr gehabt, die durch die besonderen Beziehungen der
beiden Länder und dureh die Entwicklung der Ereignisse gerechtfertigt waren
Bei allen Gelegenheiten, und zwar noch ganz kürzlich, hat die Polnische Regierung
uns die Versicherung erneuert, daß die französische Freundschaft eine der wichtigsten
Grundlagen der polnischen Politik darstellt.
So sollte man, meine Herren, endlich mit der falschen Darstellung Schluß machen,
dal unsere Politik die Abmachungen zerstört hätte, die wir in OB Kuropa wit der
U.d.S.S.R. oder mit Polen getroffen haben.
Diese Abmachungen bestehen immer noch, und sie müssen in dem Geist angewandt
werden, in dem sie begonnen sind.“
Obige Erklärungen von Minister Bonnet wurden dann noch in der Rede des Premier-
ministers Daladier, die der Abstimmung über das Vertrauensvotum in der Kammer voraus-
zinugz, vervollständigt. . Noch einer kürzen Charakteristik der Beziehungen Frankreichs zu
seinen Nachbarn und zur USA. äußerte der Premierminister nämlich folgendes:
„let es notwendig hinzuzufügen,-daß es keineswegs in dem Gedanken der Regierung
lıegt, die Pakte abzuschwächen, die Frankreich mit anderen Völkern verbinden? Im
Geß&enteil, wir sind entschlossen, sie aufrechzuerhalten.“
Wenn ich dann auf eine Analyse der genannten Erklärungen des französischen Premier-
ministers und des Außenministers eingehe, muß ich als erstes bemerken, daß die Rede von’
inister Bonnet von Anfang bis zu Ende den Charakter einer Verteidigung vor Kritiken
rug, auf die seine Politik ebenso seitens der Presse wie der Parlamentsredner gestoßen war.
ne Rede war mehr ein Referat, als eine politische Rede, aus demselben Grunde wurde auch
= Ernosl des Außenministers durch die Kammer gleichgültig aufgenommen und ziemlich
gemein als ungemein blaß und ausdruckslos kritisiert. Erst die Rede des Premiermini-
er, die in em Inhalt und Ton energisch und politisch weit bedeutender war, ließ die lange
srlamentarische Debatte über Frankreichs Außenpolitik in einer Atmosphäre stärkeren In-
ne seitens der Kammer und gleichsam einer aufgerührten patriotischen Stimmung : zu
e kommen.
schen ist aber, daß die Rede von Minister Bonnet für ihn keinen Erfolg darstellte und seine
' längerer Zeit geschwächte Position in keiner Weise verstärkte.
‚weifellos verteidigte sich Minister Bonnet mehr vor den Angriffen, als daß er Bauire
nien der. französischen Außenpolitik umriß, dieses setze aber die Bedeutung seines Expos6s
als eines Dokumentes der Politik der von ihm repräsentierten Regierung herab.
Trotz allem zeugen sowohl die Parlamentsdebatte, wie auch die Aeußerungen der Regie-
rungsmitglieder, von denen oben die Rede war, unwiderleglich von einem sroßen Schritt
»rwärts in der Entwicklung von Frankreichs politischen Anschauungen seit ‚der Zeit ihres
vo vollkon ae Zusammenbruchs nach der Katastrophe der Münchener. Konferenz. In erster
Linie bezieht sich dies auf das Problem des Verhältnisses zu Polen. Was nämlich die Be-
ziehungen Frankreichs zu England, den Vereinigten Staaten, Deutschland und Italien und so-
car die spanischen Fragen anbetrifft, so haben in dieser Beziehung weder die Parlaments-
dehatte noch die Erklärungen der Regierungsmitglieder irgend etwas Neues gebracht. Die
itteleuropäischen Fragen wurden im Vorbeieehen und unpolitisch behandelt, ebenso wie der
Ferne Osten. Ein tatsächliches Novum bildete aber die Feststellung der Aufrechterhaltung
>r Verpflichtungen gegenüber Sowjetrußland und Polen, wobei das Gewicht deutlich auf
lie Beziehungen mit Polen gelegt wurde; diese entwickelten sich letzthin in Form eires
reundschaftlichen informatorischen Kontaktes auf Grund von Unterredungen und Verhand-
"ungen mit Deutschland.
Wenn man sich vergegenwärtigt, welches unsere Lage in den Anschauungen der Fran-
osen vor kaum vier Monaten war, wenn wir uns an die. Ängriffe erinnern, deren Gegen-
‘and wir nach der Münchener Konferenz waren, und welche mit einem eigentlich allgemei-
en Vorschieben der ukrainischen Frage in der französischen Presse und öffentlichen Mei-
ung endeten, wenn wir ferner in Betracht ziehen, daß im Grunde genommen bis Ende De-
-mber die überwiegende Mehrheit der französischen Politiker nicht nur Mitteleuropa, son-
rn auch uns als ein vom Westen als solches anerkanntes Gebiet der deutschen Expansion
behandelt haben wollten, kann man feststellen, daß in der politischen Anschauung der Fran-
zosen in bezug auf uns eine recht tiefe und wesentliche Wendung vorgegangen ist. Die
de: utliche Abneigung gegen Polen. wird durch ein Verständnis dafür ersetzt, daß wir auf dem
‚ontinent der einzige Staat sind, welcher bei der Entwicklung des Problems der französi-
schen Sicherheit eine wichtige und positive Rolle spielen kann. Obiges ist natürlich die Folge
iner bedeutenden Verschlechterung der französischen Lage, außerdem wird Frankreich von
fahren bedroht, welche die Menschen hier: nervös machen und beunruhigen. Doch glaube
ich nicht, daß diese. Wendung nur das Symptom einer Konjunktur ist.
Die Haltung der französischen Oeffentlichkeit eegenüber Polen, welche hier unlängst einen
Bestandteil ihrer Tendenz, sich gegen Deutschland offensiv zu verteidigen, darstellte, ist jetzt
eine Einstellung ersetzt worden, die zwar immer noch auf der Verteidigung beruut,
aber jetzt schon eines jeden offensiven Charakters entkleidet ist.
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Es wäre aber gefährlich und unrichtig, zu behaupten, daß die französische Regierung das
Zändnis in Polen schon’ in seinem vollen Wert würdigt und entschlossen ist, aus diesen ein
w=sentliches Element seiner Politik zu machen. Vorläufig kann man nur feststellen, daß die
“sanzösische Regierung, die es vermeidet, sich allzu kategorisch festzulegen, bezüglich der
ä sriräge zwischen Frankreich und Polen ihren guten Wilien bezeugt und für die Aufrecht-
erhaltung guter Beziehungen zu uns Sorge trägt. Dies ergibt sich nicht nur aus dem gewissen
Def “aitismus, welcher Frankreichs offizielle Politik hach: der Münchener Konferenz charak-
serisiert, sondern auch aus dem Mangel irgendeines neuen positiven Plans in dieser Politik.
.r.)
Eine weitere günstige Entwicklung der französischen Politik uns gegenüber kann ent-
w=Jer dann erfolgen, wenn sich die Gefahren, die Frankreich bedrohen, verschärfen, oder
on sich unsere Lage in Ostmitteleuropa weiterhin konsolidiert und unser Einfluß dort
wschst. In der französischen Politik kämpfen zwei Tendenzen, das alte, unter dem Einfluß
Ser letzten Ereignisse merklich verringerte Streben, ihren Einflüssen die sogenannten kleine-
ren Staaten des europäischen Kontinents unterzuordnen bzw.sie als Handelsobjekte mit Derıtsch-
nd zu benutzen, außerdem aber das immer kräftige Bestreben, sich selbst in Europa den
rieden zu sichern.
Es ist natürlich, daß mit dem Augenblick,mit dem sich im Maße der Entwicklung der allge-
einen, und unserer im besonderen, Situation zeigt, daß eine Zusammenarbeit mit Polen
ht nur vom Gesichtspunkt einer Sicherung der elementaren Sicherheitsbedingungen, natür-
-h auf Kosten eines gewissen Risikos, von Bedeutung werden kann, die Haltung zu dem
Bundnis mit uns, welche bis jetzt noch nicht entschieden und voll innerer Vorbehalte ist, einer
preitiven wünschenswerten Entwicklung unterliegen kann.
Hierauf wird aber immer der Standpunkt.der englischen Regierung von Einfluß sein, wel-
eher sicher noch für lange Zeit für die französische Politik maßgebend sein wird.
Ich erlaube mir, persönlich die Aufmerksamkeit des Herrn Ministers auf eine gewisse Ver-
änderung zu lenken. welche anscheinend in der französischen Politik bei der Ausrichtung
‘hres Verhältnisses zum Bündnis mit uns und zum Pakt mit Sowjetrußland eintritt. Obwohl
Ninister Bonnet die Charakterisierung des Verhältnisses zu den Verträgen mit uns und mit
!er Sowjetunion in einer Aeußerung zusammenfaßte, kann man mit aller Gewißheit fest-
stellen, daß unsere Lage sowohl in der französischen politischen Auffassung wie auch in
malzebenden. Regierungskreisen. unvergleichlich besser ist als die der Bow iehunson wir stehen
"zusagen an erster Stelle. So sehr auch vor dem September Sowjetrußland als wichtigster
Bi 'ndnispartner in Osteuropa angesehen wurde, welcher eventuell auf uns einen Druck aus-
üben sollte, so ist die Lage doch jetzt umgekehrt. Polen tritt in die Rolle des hauptsäch-
‚ichsten Partners Frankreichs, Sowjetrußland gilt jetzt mehr als ein Hilfsfaktor bzw. als
ein nur formaler, welcher den Rücken Polens decken soll. Auch auf diesem Gebiet sind wir
also Zeugen einer wünschenswerten und gesunden Entwicklung, die mit dem realen Kräfte-
verhältnis in Osteuropa in Uebereinstimmung steht.
Wenn wir alles das Obige zusammenfassen, möchten wir unserer Ueberzeugung Ausdruck
zehen, daß wir in unserem Bestreben einem vollkommenen Ausgleich und einer Normali-
sierung der Bündnisbeziehung zu Frankreich letzthin einen recht großen Schritt vor-
wärts getan haben, vor allem was die Wendung in den hiesigen Anschauungen und der
Be betrifft. In der allernächsten Zukunft haben wir wahrscheinlich mit zwei Eventuali-
täten zu rechnen:
1. Entweder die Bedrohung Frankreichs seitens Italiens und Deutschlands wird wachsen,
in diesem Falle werden wir das Objekt eines Drucks von Frankreich sein, das sich die Lage
u zu erleichtern sucht, daß man Deutschlands Handlungsfreiheit in gewisser Weise
lähmt;
2. Oder aber man wird versuchen. Möglichkeiten zu finden, um zu einer dauerhafteren Ent-
spannung der Lage in Europa zu kommen, dies stellt uns vor die schwierige Aufgabe, die
Ergebnisse und Möglichkeiten unserer konstruktiven Friedensarbeit zu verteidigen und aktiv
zus zuwerten. Meiner Meinung nach wird diese Aufgabe wirklich schwierig sein, denn bis jetzt
hat man im Westen unsere Rolle in der Befriedung Ostmitteleuropas noch nicht erkannt. Die
französischen Politiker wie auch die hiesige ODeffentlichkeit (in England. nehme ich an, wird
*s genau so sein) sind geneigt, die bisherigen positiven Resultate unserer Friedenspolitik als
Frgebnis eines augenblicklichen guten Willens, oder vielmehr der vorübergehenden Pläne
des Kanzlers efer nicht aber En Resultat unserer eigenen Aktivität und Machtstellung zu
behandeln. Aus eben diesen selben Gründen scheint ihm unsere Lage ständige in Frage zu
stehen und unsere Möglichkeiten ihnen sehr zweifelhaft zu sein. Unter den Einfluß der
letzten Ereignisse und Ihrer Maßnahmen, Herr Minister, nur ist das Vertrauen zu der wirk-
lichen Selbstänliskeit und Unabhängigkeit unserer Politik gewachsen. Doch ist das noch nicht
mit einem Vertrauen in unsere Chancen und Machtmöglichkeiten gleichbedeutend.
Der Botschafter der Republik Polen:
Lukasiewicz.
Nf/R/10 Rs
“ Paryz, dnia lutego 1939. E
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Ak noczonyoh- W.Bullit. W miedzyczasie odbytem z nim dwle
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nistra o jego pogladach na sytuacje miedzynarodong, ora2
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df wysiiek staly zmierzajacy do bezposredniego udziazu w zo
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nistyczuych. Istnieje natomiast wybitnie wzmoZone zein-
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teresowanie spoleczefästwa amerykaäskiego sytuacja europej-
Fee aa 1 En FF rs eg Her ne a ee ee er FRE
aka, ktöre odsuwa nawet na plan dalszy sprany wewngtrznes
ji przydmiewa zaintereswanie, ktörym sie normalnie cols- |
-AFE
szyiy. Sytuacja miedzynarodowa w Europie jest traktowa- B;
na przez sfery oficjalns, jako niezmiernie powaZnie oboig-
sone groäbgq konfliktu zbrojnego. Czynniki miarodajne una
zaja, Ze gäyby doszto do wojny pomiedzy Anglig I Franc)a E
Ä
z jednef strony, a Italig i Niemcami z drugiej, i gdyby w te)
wojnie Anglia i Francja mogiy ponieä& poraäke, Hiemcy staiyby
sie bezpoärednio niebezpieczne dla realnych interesdw Stanöw
Zjednoezonych na kontynencie amerykafskim. 4 tego powodu n8
"ypadek wojny sprawa udzliatu w nie) Stanöw ZjJednoczonych po atro- E
rie Francji 1 Anglil jest zgöry przewidziana, oczywi&cie w jakid
czas po je) wybuchu. Jak sie amb. Bullit wyrazit:* je3li woj-
na wybuchnie, nie bedziemy zapewne brali w niej udziatu od po-
czatku, ale skofczymy ja."
Zdaniem amb. Bullita powyäsze nastantente miarodajnych
czynniköw Waszyngtonu jest pozbawione elementöuw 4deologiosnych :
i wypiywa Hytacznie z potrzeby bronienia realnych inteoresdw Sta- 5
nöw Zjednoozonych, kKtöre w razlie porazki a suekos an sterekieg |
byiyby powa2nie i bezpoärednio zagro2one, Jednoczeänie od stro-
ny Paoyfiku i Atiantyku.,
Stwierdzajgce, iZ pogtoske 0 tym, jakoby prezydent Roosvelt
miat powiedzie&, 1i2:" granioa Standw Zjednoczonych lezy we Fran-
oj1" jest faiszywg, amb. Bullit wyraziZ przekonanie, 13 pre2y-
dent poniedziat z pewnodcig, Ze sprzedaje samoloty Fruanoji, ®.
poniewa2 armia francuska jest plerws&sg liniga obrony Standw Zjed- sa
noczonych, odpowiadazoby to bowiem calkowicle jego pogladon.
2. Pretensje wZoskie w stosunku do Francji sg pozbawione.
sbsolutnie waszelkich podstaw i argumentön, ktöre mogtytby chod-
by czeAciowo usprariedliwiaß Je. Francja nie moäie wiec 1 nle
powinna idd na Zadne ustepstwa, a nawst ich pozory. Jakiekol- 3
wiek ustepetwo ze strony Franc)ji byioby podwazeniem jej prestige'u ee:
w Afryce, nale2y przeto mykluczy&d ewentualnos& kompromisu kosz- |
tem interesöw Francji.
Teoretycznie blorao zachodzi obawa, Ze Anglia, moZe Tazem
z 5erlinem, chceiataby sprobowad& w momencis jakiego& napiecia :
narzuci& Franoji niezgodny z jej interesem kompromis. W tym 3
jednak wypadku Francja bedzie mogta liczyd na mocne poparcie za
strony Waszyngtonn. Stany Zjednoczone rozporzadzajg w swolch
stosunkach z Anglia rödznollitymi i niezmiernie powasnymi srodka=- Kr
mi presji, , gro2ba zastosmwania ktörych wystarczylaby dla pou-
strzymanla Anglii przed politykg kompromisu kosztem Francji.
Trzeba sig liczy& z tym, Ze prestige Anglii w opinii ame- |
rykafßskiej pod wpiywem wypadköw na Dalekim Wschodzie i rezulte- n
tdw Konfereneji Monachijskle)] bardzo znacznie upad!, Ze z dru-
giej strony opinia emerykafska zdaje soble spraug, jak dalece
zalezZy dzi& Anglii na depäfrraoy ze Stanami Zjednoczonymi i ich
popyaciu. | 2
#W tych warunkach naleöy przypuszcza&, ie Hitler 1 Mussolini “
nie zdecydujg sie na doprowadzenie do otwartego konfliktu z Fran- Er.
cjg 1 Anglig na tle pretensji WZoch w stosunku do Francji. zZ
%e Siaba strona sytuacji Stanöw Zjednoczonych jest oczywißcie
0, Ze przesadzajgac juz dzisiaj swoje stanowisko w ewentualnym
konflikcie zbrojnym, nie noga ons jednoczesfie bra& czynnego
udziatu w pozytywnym rozwiazywaniu problemöw europejskich, gdyZ
na to opinia amerykafska nastrojona izolacjonistycznie nie pozwoli-
taby. | | | | 2
3. Stosunek amerykaäskich czynniködw miarodajnych do Wioch r
i Niemiec jest negatywny, giöwnie z tego powodu, iz uwazaja ons =
Ze nowe gukoesy osi Berlin-Rzym, ktöreby podwazyiy prestige I
autorytet Francji i Anglii, jako poteg imperialnych, zagra&alo-
by ju2 prawie bezposrednio realnym interesom Standw Zjednoczonyoh.
To tez poläityka zagraniczna Waszyngtonu bedzie przeciwdzialate R.
ea#sntualnemu rozwojowi sytuacji po tej linii. : 3
Stany Zjsednoczone rozporzadzajqa w stosunku do Wioch i Nie-
ı
misc szeregiem &rodköw presji, ktöre sa juz dzib bardzo poweznie.
zbadane 1 uszeregowane. Srodki te natury przewaznie gospodaerezej
£ &
pt
I
sg tego roäzeaju, 22 moggz by& stosowane bez najmniejsze) cbauy ;
oporu ze strony opinii wewnetrznej , a bedg niewgtpliwie dosta- x
n
nt,
tecznie wymowne i dotkliwe zarönno dla Rzymu, jak Berlina. _Amb. RER
Pr
u
Bullit jest zdanlia, Ze presja ze strony Standöw Zjednoczonych w„ywie-
|
rana jsädänoczeänie na Wiochy i Niemcy z jednsj strony, a na ÄAnglie
z drugie), moze “# anaoznym stopniu zapobiec wybuchowil konfliktu
zbrojnego, lub rozwojowi calosci sytuacji.europejskiej w klerun-.
ku, 2 punktu widzenia Waszyngtonu niepozgdanym. | EN
Ha mojg uwage, iZ w obecnym stanie rzeczy nle jest Jeänak R
Jasnym, ozy Stanry Zjednoczone byiyby gotowe bid sig z Niemcami I en
an
Wiochami o kolonie francuskie, czy tez raczej walczye przeciw pau-
nym ustrojom i ideologiom, amb. Bullit stwierdzizt katsgoryoznie, je
>
u
r.
a ” ..
Band
iz o postawie Waszyngtonu dscydujg wyiacznie interesy realne Sta--
nöw Zjednoczonych, a nie zagadnienia ideologiozne. Er
Doda& musze, ii amb. Bullit zdaje sig by& zupeinie pewnym &
bezwzglednego oporu Francji przeciw pretensjom wioskim 1 w konse-
. —
4
Zt
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64 ri ke
ö r =. .) P
ee N A BE N“
kwencji wyklucza mo2liwosd ewentualne) mediacji angielskle), czy
tez angielsko-niemisckiej, ktörej celem bytoby szukanie komproni=-
Bi the ”
and» 5 Zu s®
>. Aus: -
su kosztem Franceji.
‚Powstrzymuje sie narazie od formutowania jakichkolwiek wilas-
nych opinii na tle wypowieädzei sie amb. Bullita, chceiatbym bowiem
- .
... - U 2
4 UImRIUK
“ NE a SS
przedtem uzyskad od niego potrzebne dodatkowe wyjaßnienia. Jedno
wydaje sie by& pewnym, iz politykq prezydenta Roosvelta bedzie E:
szia w najbliäszym czasie po linii popierania oporu Franoji, hamo- Sr
wania nacisku nlemiocko-wioskiego oraz ostiabienia kompromisowych Ri:
win an
g er
|
tendencji Anglili. a
97 ey | $
AADOR R.P E
9, Bericht des Polnischen Botschafters in Paris, Jules Lukasiewiez. an den
Polnischen Außenminister in Warschau vom .Februar 1939
Deutsche Uebersetzung des vorstehenden Faksimile
Politischer Bericht Nr. IV/4, ;
Botschaft ee ei
der Republik Polen een
Nr. 1/F/10 Streng geheim!
An den
Herrn Außenminister
in Warschau.
Vor einer Woche ist der Botschafter der Vereinigten Staaten W. Bullitt nach einem drei-
monatigen in Amerika verbrachten Urlaub nach Paris zurückgekehrt. In der Zwischenzeit
hatte ich mit ihm zwei lange Unterredungen, die es mir gestatten, Herrn Minister über seine
die europäische Situation betreffenden Ansichten zu informieren wie einen Ueberblick über
die Politik Washingtons zu geben,
1. Eine Außenpolitik der Vereinigten Staaten, deren Bestreben es ist, unmittelbar an der
Entwicklung der Verhältnisse in Europa teilzuhaben, gibt es nicht. Eine solche Außen-
politik wäre auch nicht möglich, da sie von der öffentlichen. Meinung, die e in dieser Hinsicht
ihre isolationistische Einstellung nicht geändert hat, nicht genehmigt werden würde. Da-
gegen besteht ein außerordentlich verslärktes Interesse des amerikanischen Volkes für die
enropäische Tage. Demgegenüber treten sogar die inneren Angelegenheiten in den Hinter-
srund und verlieren die Aufmerksamkeit, deren sie sich früher erfreut haben. Die internationale
Situation wird von den offiziellen Kreisen als ungeheuer ernst und unter der Gefahr eines
bewaffneten Konflikts stehend betrachtet, Die maßgebenden Faktoren sind der Ansicht, daß,
wenn es zwischen England und Frankreich einerseits wie Deutschland und Italien anderer-
‚seils zum Kriege kommen sollte, in dem England und Frankreich eine Niederlage erleiden
könnten, dann die Deutschen den realen Interessen der Vereinigten Staaten auf dem ameri-
kanischen Kontinent gefährlich werden würden. Aus diesem Grund könne man die Teil-
' nahme der Vereinigten Slaaten am Kriege auf seiten "Frankreichs und Englands von vorn-
' herein voraussehen. natürlich erst eine gewisse Zeit nach Ausbruch des Konfliktes. Bot-
;schafter Bullitt drückte das wie folgt aus: „Sollte ein Krieg nusbrechen, so werden wir EEE
lich nicht zu Anfang an ihm: teilnehmen, aber wir werden ihn beenden.“ -
Nach Meinung Botschafter Bullitts ist die obige Einstellung der maßgebenden Washingtoner
Kreise jeglicher ideologischer Elemente bar und ergibt sich ausschließlich aus der Notwendig-
keit, die realen Interessen der Vereinigten Staaten zu verteidigen. die im Falle einer [ran-
zösisch- englischen Niederlage ernstlich und unmittelbar zugleich vom Pazifik wie vom
Atlantik her bedroht wären,
| Botschafter Bullitt stellte fest, das Gerücht. als ob Präsident Roosevelt gesagt habe, die
Grenze der Vereinigten Staaten liege am Rhein, sei falsch, Er gab dagegen seiner Ueber-
—
%
—
-.
zeugung Ausdruck, der Präsident habe bestimmt gesagt, er verkaufe Frankreich Flug-
zeuge, da. die französische Armee die erste Verteidigungslinie der Vereinigten Staaten
sei. Dieses entspräche nämlich vollkommen seinen Ansichten.
| 2. Die italienischen Ansprüche gegenüber Frankreich entbehren absolut aller Grundlagen
und Argumente, die sie anch nur leilweise rechtfertigen könnten. Frankreich kann und darf
| also nicht einmal scheinbar Zugeständnisse machen. Irgendein Nachgeben Frankreichs würde
die Unterhöhlung seines Prestiges in Afrika bedeuten. Man muß daher jeden eventuellen
KRompromiß auf Kosten französischer Interessen ausschließen.
Theoretisch genommen besteht die Befürchtung. England könnte vielleicht zusammen mit
Berlin versuchen, Frankreich im Augenblick irgendeiner Spannung einen mit seinen eigenen
Interessen vicht zu vereinbarenden Kompromiß aufzuzwingen. In diesem Falle jedoch wird
Frankreich auf die kräftige Unterstützung Washingtons rechnen können. Die Vereinigten
= >
.-
en
Staaten verfügen England gegenüber über verschiedene und ungeheuer bedeutsame Zwangs-
mittel, Allein..die- Drohung. ‚ihrer Anwendung dürfte ‚genügen, England ‚vor einer Kom-
vroumißpolitik auf Kosten F rankreichs zurückzuhalten. ROSE
Man muß damit rechnen, daß das Prestige Englands durch die Ereignisse im Fernen
©sten wie die hesullate der Münchener Konferenz in der amerikanischen öffentliehen
Meinung sehr stark gesunken ist. Andererseits ist die amerikanische öffentliche Meinung
sich darüber im klaren, wieviel England heute an einer Zusammenarbeit mit den Ver-
einigten Staaten und ihrer Unterstützung gelegen ist.
Unter diesen Bedingungen kann man vermuten, daß Hitler und Mussolini es auf der Grund-
lage der italienischen Ansprüche Frankreich gegenüber nicht zu einem offenen Konflikt mit
Enzland und Frankreich kommen lassen werden. :
Eine schwache Seite der Vereinigten Slaaten ist es natürlich, daß sie, obwohl sie schon
heute ihren Standpunkt im eventuellen Kontliktsfalle bestimmt haben, gleichzeitig jedoch an
der positiven Lösung der europäischen Probleme keinen aktiven Anteil nehmen können, da
die isolationistisch eingestellte amerikanische Meinung dieses nicht gestatten würde,
zu u a
>. Das Verhältnis der maßgebenden amerikanischen Faktoren zu Italien und Deutschland
ist negativ hauptsächlich deshalb, weil sie der Ansicht sind, daß die neuen Erfolge der Achse
Kom—Berlin, die das Prestige wie die Autorität Frankreichs und Englands als Imperial-
mächte unterhöhlten, fast schon unmittelbar die realen Interessen der Vereinigten Staaten be-
drohen. So wird auch die Außenpolitik Washingtons einer eventuellen Weiterentwicklung
der Situation in dieser Richtung entgegenwirken, |
Die Vereinigten Staaten verfügen in ihren Beziehungen zu Italien und Deutschland
über verschiedene Zwangsmittel, die heute schon sehr. ernstlich geprüft und aufgestellt
werden. Diese überwiegend wirtschaftlichen Mittel sind derart, daß sie ohne die geringste
Befürchtung eines innerpolitischen Widerstandes angewandt werden können. Sie werden
zweifellos sowohl für Rom wie für Berlin genügend ausdrucksvoll und fühlbar sein. Bot-
schafter Bullitt ist der Meinung, ein von den Vereinigten Staaten gleichzeitig auf Italien
und Deutschland einerseits wie -lingland andererseits ausgeübter Druck könne in bedeuten-
dem Maße dem Ausbruch eines bewaffneten Konfliktes vorbeugen bzw. die Entwicklung der
europäischen Situation in einer 'Riehtung verhüten, die, vom Standpunkt Washingtons aus
gesehen, unerwünscht wäre,
Auf meine Bemerkung, es sei bei der gegenwärtigen Sachlage jedoch nicht klar, ob die
Vereinigten Staaten bereit wären, sich mit Deutschland und Italien um die französischen
Kolonien zu schlagen bzw, gegen gewisse Sysleme und Ideologien zu kämpfen, erklärte Bot-
schafter Bullitt kategorisch, die Haltung Washingtons würde allein von den realen Inter-
essen der Vereiniglen Staaten beslimmt, nicht aber von ideologischen Problemen.
Ich muß hinzufügen, daß Botschafter Bullitt sich des rücksichtelosen Widerstandes Frank-
reichs gegen die italienischen Ansprüche gewiß zu sein scheint und in der Konsequenz eine
eventuell mögliche Vermittlung englischerseits bzw. englisch-deutscherseils, deren Ziel ein
Kompromiß auf Kosten Frankreichs wäre, ausschließt.
Ich möchte vorläufig von der Formulierung meiner eig genen Meinung gegenüber den Aeuße-
rungen Botschafter Bullitts Abstand nehmen. Es ist nämlich mein Bestreben, vorher von
ihm noch einige zusätzliche Erläuterungen zu erhalten. Eines aber scheint mir sicher, näm-
lieh, daß die Politik Präsident Roosevelts in der nächsten Zeit dahin gehen wird; den Wider-
stand Frankreichs zu unterstützen, den deutsch- italienischen Druck zu hemmen und die
Kompromißtendenzen Englands zu schwächen.
I. Lukasiewieez
Botschafter der Republik Polen
/ TE 239 > ß 397: /
AMBASAD A
SZYPOSPOLITEJ POLSKIEJ Londyn, dnia 9 maroa 1939 r, „ji
I=-N0.57/13/122
Ta n8. | | =
RAPORT POLITYCZNY No.6/2. 2
MilsjJa gospodaeroza pana Hudsona.
eı, | 2
iR, Byt dzisiej u mnie na Sniadaniu p. Hudson, 3
" Sekretarz parlamentarny dla Handlu Zagranicansgo",
ktörego wraz z kilku wapöipracowniani oreaz urzsäni-»
>» kaml Foreign Office'u i Treasury zeprosiien w awigaku
3 jego zsmierzong wizyta w Warssawie w ärugiej podXo-
wie b.m. To spotkanie towarzyskie dato mi sposohnog&
B- sielnik: Go szybkiego 1 pray Jasnego alikwidowania nioeporozu=
inbasadorowie mienis, ktöre sig wyionizo migäzy nami a strong an«-
gielske w praedmiooie importu brytyjskiego do Polski
/ praydaiat kontyngentöw /. Piszg o tymw osobaym =
reporcie 2 üänia IO.marca N0.57/tj/123. EB
Sadawalniajgoy obrät powyässzej] sprawy
stworay& dobre warunki ala’ beräso prasyjasnej wymlany
mysli migäzy nami. Fau Hudson, ıtörago znam Jjug od
kilku lat, ale tylko powlerzchownis, uderzyx mnie
swojg nieco prymitywng, ale natsadowana energie pro-
stolinijnodcoig, oraz metoda - tak rödna od stomowanej sa
| praez urgeäniköw Foreign Office'u dyskreosji - otwartego
porusseania nawst draäliwyoh polityosnyoh tematöw, |
Pana Ministrae
Spraw Zegranicanych,
Metoda powyösza jest prawdopodobnie cze&ciowo swiadoma
i celowa 1 wypdywa 2 decyzji raadu tutejszego okazywa-
nia ns zewngtrz sidy brytyjskiej i brytyjskiej sta-
nowczosci 1 optymizmu celem wywarcia po2adanego wraie-
nia na kontynentalnyoh rozmöwoach. Pozatyna wyniks cna
z pewnosola z indywidualnsgo nastawlienis p. Hudsora,
ktöry wydeja sie byd zdeoydowany, wystepujac w roli
* nodröü2ujacego * z ramlenia Whitehallu, w wyborze
ofierowywanych towar6w rexsrwowald auso Mieiaes ala
" newmosci i zaufania " majaoych stad sie udziadem
kontraehentöw, ktörsy opowiedaa sie praz2y Wielkiej Brytanii.
Ten sten raa03y woale nis zuniejsss znaczenia podrö2y
p. Huäsons do kilku stolio suropejskich, als przema-
wis moim zdaniem za ostro2nym i raozsj zweZajacyn
interpretowaniem wypowieäzeh sig p, Hudsona, o ile
one dotycza nis konkretnych zepewnien lub gobowigzeh,
leoz beräziej ogölnych i nie wiasaoyeh ogwiadozeh,
o wartosci raczej propagandowej,
Dzieki impulsywnoscl i besposreäniogei pana
Hudsona roımowa 3 nim byte jeädnak szozegölnie ciekawa,
Nie tait on swego praekonania, de cady zsaseinissy wy-
'silek angiulski jest skierowauy pod katem prasciw-
stawienla sig grosble niemieckiej. Hiebszpisosehstws,
mogaoe grozid ze strony Wioch, p. Hudson traktuje
z lekoewaieniem. Jest sdania, ds Wiochy sa tak wy-
ozerpane gospodaroso, de nie mogg sobile pozwolid na
FB
groana äle Anglil- akcojg samoäsielng, Ale i w ocenia
problemu niemieckiego ujJaewmiX duäy optymizm, Powieädziaz
mi, 2e zäaniem jego: " znajdujemy sie jus prawie poza
okresem niebsespieczehstwe! "“ W sgczegülnosci Niemoy Ayozg
sobie bardzo porozwnienis gospodarozego, kKtörego rzeczni-
kiem jest m,i. p. Funk. Skaanlis ich do tego cigäkle po»
Zoftenie gospodaroze, ktöre - zdaniem p.Hudsona = doznaje
obscnis silnsgo zeostrzenia pray spsdajgcym ekaporcie etc,
i ktöre w szozegölnosci miatoby nabramied w lecie b.r.
Porozumienie gospoäaroze angielsko-nisemieckie umfa pan
Hudson za jek najsbardzief prawdopodobne w ramach umdw
kertelowych, ktöre jednak wykluczadyby wsselka wyZacznosd
kosstem panstw gospoderczo stabych. Poaatym ragd brytyj-
ski jest zdecyäoweny nie ust epowad 2 ee
pejskiego i nie rezygnowalc ze Bwego Stene posiadanie na
rzeos Niemlaec, "Nie znacozy to wszakie by Wielka Brytsnia
ee u So Znsei
kwestionowal miala Niemcom pierwsze miejsce, ktöre 3 pray-
ozyn naturalnych, geopolityoznyoh i t.p. zajeir one ca
niektörych rynkach / Sruäkowo- europejskich /. /x/
/z/ P. Hudson, uzasadniajac swöj optymizm 00 do rezul-
tatöw jego rozmöw berlinskich, powozywait sie m.i, na
nastepujaca Iinformacje,dana mu przez noWwego posda ru»
munskiego w Londynie, p. Tilsa:
Ae strony niemisckiej} jeszoae praeäd kilku ty-
godniami stawiano Wegrom, jako warunsk dla ursgulowania
wzejeunych stosunk6w gospodszezyoh 1 zabezpisozenia oüblio
ru wegierskiej prosäukejJi rolne), - aby Wegry wyrzaokdy
sie tworzexia nowych warsztatöw prsemysdowych w dzia-
Zach interesujacych niemiecki ekspor#, Ostatnlo strone
niemiacka miale odstapiC od tego 2adanis, motymuljac
zmiane stanowiska pewnoscia Tychiego juZ porozumienia
gospodarczego Rzeszy z Wielka Brytania.
| P. Hudson utrzymujs, i2 ScisdkosE powyzZszej
informscji p. Tilei miaz meinosc sprawäzil na inne]
drodze, | |
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% ET Fl IE 3103
W tym miejscu, dajac w sposöb charakterystyczny #
upust swemu zaufaniu do pomyslnego rozwoju wypadkow, ;
p. Hudson powiedziak: " Teraz sig uXozymy na odcinku
| kospodarczym, obalajac m.i. dotychczasowy system nie- 2
miecki dwu-stronnych tranzakoyj wymiennych; - na jssieni
| gciagniemy do Londynu Goeringa, za rok doprowadzimy do
ukdadı o ograniczenie zbrojeh, za 18 miesiecy zas zade-
twimy bez reszty bolaczki kolonialno-surowcowe, zabez-
pieczajac w ten sposöb poköj 1 przywnacajao zachwiang
polityczng röwnowage! " Ujawniajace sie w tych sZowach
zaufanie p.. Hudsona do rezultatu jego rozmöw w Berlinie
nie przeszkadza mu mySlec ji möwie o " polityoe rozwi-
jania srodköw oporn ", Sam charakteryzujae stanowisko
swego kKraju twierädsitf, Ze polityka brytyjska porzuoifa
obeonie metody i Hasıa ostatnlego 20=lecis i nawiazalta
do okresu bolowego z konca 19-g0 wieku, t.j. epoki
Jözefa Chamberlaina, nawiazujae z konieceznosci do tra-
ar0J1:.* Jinso! I
Charakterystyczne byıy uwagi, ktöre wypowiedsiaız
na temat Rosji. Pytaz sie mnie w szczegölnogci: 1/ jak |
oceniamy siie rosyjske? 2/ jaka wage przywiazujemy do P:
zZaWartsgo ostatnio ze Zwiazkiem Sowisckim porozwmienia
handlowego? 3/ czy jest do pomyslenis aby stosunki na-
sze ze Sowietami staäy sie bardziej zaäyzke? 4/ o2y
Pyes E57
. 4%
„ 2 Fe! [ .
- va ‘ 4 2a EC ; °
A Pi FR Meer
>17
sadzg, Ze Sowietom zalsty na stosunku przyjaanym z Wiel-
. 3% u
„it.
Kre NE 53%
ka Brytania, oo otwieradoby pomy&slne horoskopy dla jego
rozmöw na tematy gospodarcze w czasie wizyty w Moskwise,
Na powyz2sze pytania odpowiedziadem stylem racze} dyplo»-
matycanym. Newiazujac w szczeg6lnosci do pytania No ,%
zauwaZyiem, Ze obscnie praedstawiciele sowieccoy staraja
sie " markwwa6 " wielka pewnosc siebie 1 twieräza, Ze
o ile Biebes ern wojny istnisejs, to istnisje ono
na oäcinku "” najmnie jszego oporu, T.j. na Zachodzie.
jektwierdz2 oni z duza pewnoscia siebie 5
Zwigaek Sowiecki jest tak silny,/äe moie bez troski par
traed w prsyssäosdc. Hudson powiedziaf mi na to, Ze
nie dalej jak wczora) usäyszet x ust ambasadora Maisklego =
dosiownie to samo. E
Powy&sze oiekaws Teakoje p. Hudsona wskazuje:
1/ is jest berdzo przejety sowieokim odcinkiem swojej
podrödy; 2/ te przaywiazuje 36 due znaczenie; 3/ 38 .
nie jest, jak dotychosas, pewny moskiewskiej wzeajemnosci, =
Traeba przytym panietal, de zamierzone rozmomy De Hudsona 2
w Moskwie, niezaleznis od polltycznego znacsenia, o ktö- 4
rym jak sig sdaje lubi möwid, dotyozyc dbeda konkretnych 3
spraw gospodarcaycoh I ze to strona angielska beäzie :
prsedewssystkim dAopominada sig o nadlanis obrotom rosyjakos
angielskim lepssej z jej punktu wiäzenia röwnowagi, E
en:
prze2a rozszerzenie eksportu angielskiego do Sowietöw., Ei:
IO. marca 1939,
Ju2 ro napisaniu ninise!szego reportu misdem
sposobnog€ na wczorajszym wieczornym przyjgciu na
" Dworze przeprowadzi6 rozmowg z ambasadorem Maiskim,
Rozmowa ta utwieräzida mnie w prsekonaniu, 28 ocena
moja spotkania Hudson - Maiski byia trafna. P.Maiski
jest zdania, Ze p. Hudson, podkreslsjao polityczne
znaczenie swojJe) misji licay t3 üroga na tym tatwiejsze
osiagniecie po2adanych rezultatöw gospodarczych. Poza
tym p, Malski zarzuca Anglikom brak nale2ytej perspektywy :
bistorycznej i trafnej oceny röwnowagi. sit w Europie,
Anglicy -» jego zdaniem - wyobrazaja sobie potege Wielkiej}
Brytanii na miare roku 1870, Oczekujg, 2e sam fakt wy- 3
sianla przez nich misji handlowej do Moskwy, powiteny
bedzie przez Sowiety entuzjastyoznis I z goraca wäziecz- |
noscia, FTymosasem, jak miat sposobnosd powiedzied panu =
Hudsonowi, bedsie on przyjety w Moskwie bardzo uprzejmie :
ji wysZucheny z cada nale2na uwagg. Oceng jeänak pody-
tecznosci i znaczenia misji strona sowmlecka rezerwmuje
a2 do chwili kiedy p. Hudson konkretnie sig wypowie,
Wreszcie p. Maiski zauwaäyi, Ze zarzuty stawiane ze
strony angielskiej co do braku römowagi w obrotach
anglelsko-sowieckich sa nisuzasadnione: jesli Sowiety
nie kupuja wiecej w Anglii to przedewszystkim dlatego,
de caly szereg interesujäcych Rosje fabryk angielskich
jest przeciaZony produkcja, zwiazana z dozbrojeniem
i nie jest w stanie przyjad© proponowanych im zamöwien, Be
um I us mm me (m da dam Hmmm Mm Hmmm Kam Dale Hamm mm Ami Kamm gi
“
“
art
Praytoozone rosmowy mojs z pp. Eudsonem
4 Maiekim rzucaja interesujgoe swistzZo na obseny Stan
stosunköw angielsko-sowieakich, o ktörych sie tutaj
ostetnio duso möwl, W sposöb jednak malo konkretny,
zabarwiony praekonaniami kaZdorazowego informatora,
Poswälsja one z Guzym stopnien wiarygodnosei wnioskowa6,
35 bLlidezy polityczny kontakt Lonäyn=- Noskwa jeE dotych-
ozas nie zostai nawigzany i Ze takie fakty uderzajgoe |
opinie publiozng, jek n.p. niseoozekiwane pojawienie sig
premiera na wiecozorze w Ambasadzie sowieckiej byiy obli-
czone zwiaszcza na efekt zewngtrzny, nie wypaywaja zaß
z uprzeäniego poufnego kKontaktu migdsy stronsmi, Pierwszym
konkretnym posunieciem, wychodzacym se strony angielskiej
jest rozciagniecis misji Hudsona na Moskwe, Posuniscle
to strona sowiecka jak dotad przyjmuje z wstrzemigzli-
woßcia.
®
eu am ES EEE Aue zum HE: Mm m die zum A Me Em u ul ul
- “
Na temat swoich projektowanych roamöw w Warszawie
p. Hudson möwiZ niewisle I w sposöb ogölnikowy, poädkres-
lajae, ze nie ma dla nich przygotowanego sziywnego
programu, Celem Jego jest spowodowenie powiekszenla
obrotöw wzajemnych i przyczynienie sig do wzmozZenia
eksportu polskiego na rynki wolnodewizowe, przy rOwno-
czesnym zwiekszeniu eksportu angislskiego do Polski.
/ prz2y ewentualnej pomocy ze strony angielskiego
" kredytu eksportowego ", |
er wi ET
/ Edward Racaynski /
Ambasador haeoaynospoliteg
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BB EZ ET HEHE EETENTEEHBTONT EEE TEE TETR
ER Br AA ER TRETEN a ri
> 3 S a | RE Ya eG aREr= = N IE Wr u An
Be wre en IV 2 B ER .. z nu ee Hd,
u z.r " 3 —. u...
10. Bericht des Polnischen Botschafters in London, Graf Edward Raczynski
an den Polnischen Außenminister in Warschau vom 9. März 1939
Deutsche Uebersetzung des vorstehenden Faksimile
Politiseher Bericht Nr. 6/2,
Botschaft London, den 9. März 1939.
der Republik Polen |
ER/MR—Nr. 57/tj1122.
Geheim!
An den
Herrn Minister für Auswärtige Angelegenheiten.
in Warschau.
Herrn Hudsons Wirtschaftsmission. >
Heute war bei mir zum Frühstück Herr Hudson, „der parlamentarische Sekretär für den
Außenhandel“, den ich zugleich mit einigen Mitarbeitern sowie Beamten des Foreign Office
end des Schatzamtes zu mir gebeten hatte im Zusammenhang mit seiner beabsichtigten Reise
nach Warschau in der zweiten Hälfte dieses Monats. Dieses gesellschaftliche Zusammenkom- _
®en zab mir Gelegenheit, schnell und freundschaftlich ein Mißverständnis zwischen uns und
cen Engländern zu beseitigen, das hinsichtlich der britischen Einfuhr nach Polen (Zuteilung
Köontingente) aufgetaucht war. Ich schreibe darüber in einem besonderen Bericht vom
. März Nr. 57/11/123.
Die zufriedenstellende Wendung dieser Angelegenheit schuf gute Bedingungen für einen sehr
freundschaftlichen Gedankenaustausch. Herr Hudson. den ich schon seit einigen Jahren, aller-
€ings nur oberflächlich, kenne machte auf mich einen starken Eindruck durch seine etwas
Primitive, aber mit Energie geladene Geradlinigkeit und durch das offene Herangehen sogar an
„eikle politische Themen. eine Methode, die sich von der Diskretion des Beamten des Foreign
‘fice ja sehr unterscheidet. Diese Methode wird wahrscheinlich teilweise bewußt und ab-
='chtlich angewandt und beruht auf dem Entschluß der hiesigen Regierung, nach außen die
Eraft, die Entschlossenheit und den Optimismus Großbritanniens zu zeigen, um auf kontinen-
‘s!e Gesprächspartner Eindruck zu machen. Außerdem ergibt sie sich sicherlich aus der indi-
widuellen Veranlagung Herrn Hudsons, der entschlossenzu sein scheint, in der Rolle eines „Bei-
senden“ im Auftrage von Whitehall aufzutreten, in der Auswahl der angebotenen Waren, an
denen die für Großbritannien sich erklärenden Kontrahenten teilhaben sollen, viei Platz für
->ieherheit und Vertrauen“ bereit zu halten. Diese Sachlage mindert keineswegs die Bedeu-
une der Reise Herrn Hudsons nach einigen europäischen Hauptstädten, sondern legt meines
Krachtens eine vorsichtige und eher Smalerıde Deutung der Erklärung Herrn Hudsons nahe,
= weit sie nicht konkrete Versicherungen oder Verpflichtungen, sondern mehr allgemeine
#o2 unverbindliche Aeußerungen von eher propagandistischem Wert sind.
Dank der impulsiven Art und der Unmittelbarkeit von Herrn Hudson war die Unterhaltung
=: ihm allerdings besonders interessant. Er verhehlte nicht seine Ueberzeugung, daß die ganze
zrundsätzliche Anstrengung Englands von dem Gesichtspunkt geleitet ist, sich der deutschen
rohung entgegenzustellen. Die Gefahr, die von seiten Italiens drohen karn, schätzt Herr
rdson gering. Er meint. daß Italien wirtschaftlich so erschöpft sei, das es’ sich kein für Eng-
band bedrohliches selbständiges Vorgehen erlauben könne. Aber auch i in der Beurteilung des
“nischen Problems offenbarte er viel ofen Er sagte nıir. daß seines Erachtens „wir
©== schon fast hinter dem Stadium der Gefahr befinden!“ Insbesondere wünsche Deutschland
= "r ein wirtschaftliches Einverständnis, dessen Fürsprecher u. a. Herr Funk sei. Dazu mache
© = Deutschen die schwere Wirtschaftslage geneigt.-die — wie Herr Hudson meint — jetzt bei
“#r abnehrnenden Atısfuhr usw. eine starke Verschärfung erfahre. und die sich besonders im
„mer dieses Jahres verschlimmern solle. Herr Hudson glaubt, daß eine englisch -deutsche
#irsschaftsverständigung am wahrscheinlichsten im Rahmen von Kartellverträgen sei, die
och jede Ausschließltchkeit auf Kosten der wirtschaftlich schwachen Staaten unmöglich
schen würden. Außerdem sei die britische Regierung entschlossen, von keinem europäischen
IE
Harkt zurückzuweichen und auf seinenBesitzstand nicht zugunsten des Deutschen Reiches zu
serzichten. Das bedeute jedoch nicht, daß Großbritannien Deutschland den ersten Platz streitig
"schen wolle, den es aus natürlichen, geopolitischen usw. Gründen auf einigen mitteleuro-
_ gäischen Märkten innehabe *).
Indem Herr Hudson an dieser Stelle in charakteristischer Weise seinem Vertrauen auf eine
ostige Entwicklung der Ereignisse Ausdruck gab, sagte er: „Jetzt verhandeln wir auf wirt-
Saftlichem Gebiet und werfen das. deutsche System der zweiseitigen. Tauschtransaklionen um!
— im Herbst ziehen wir Göring nach London, in einem Jahr werden wir es zu einem die
Föstungen beschränkenden Vertrag gebracht haben, ın 18 Monaten aber werden wir
die Schmertnaen Kolonial-Rohstoff-Geschwüre restlos erledigt haben, und auf diese Weise
sichern wir den Frieden und stellen das erschütterte politische Gleichgewicht wieder her!“
——
=
Das sich in diesen Worten offenbarende Vertrauen von Herrn Hudson auf das Ergebnis seiner
Unterredungen in Berlin hindert ihn nicht, an eine „Politik der Entwicklung der Widerstands-
mittel“ zu denken und davon zu reden. Indem er selbst die Stellungnahme seines Landes
“Sarakterisierte, behauptete er, die britische Politik habe jetzt die Methoden und Parolen der
“zten 20 Jahre aufgegeben und an die kämpferische Epoche zu Ende des 19. Jahrhunderts
s»zeknüpft, d. h. an die Epoche von Josef Chamberlain, notwendigerweise an die Tradition:
„Jingo!“.
harakteristisch waren die Bemerkungen. dieer zu dem Thema Rußland machte. Er fragte
=ich insbesondere: 1. wie wir die Macht RußMlands beurteilen? 2. welche Bedeutung wir der
“‘zthin mit der Sowjetunion geschlossenen Handelsübereinkunft beilegten? 3. ob es denk-
Ser wäre, daß unsere Beziehungen zu den Sowjets vertrauter würden? 4. ob ich glaubte, daß
<en Sowjets an einem freundschaftlichen Verhältnis zu Großbritannien gelegen sei, was gün-
‚ze Aussichten für seine Unterredungen über Wirtschafisthemen während seines Besuches in
oskau eröffnen würde. Auf diese Fragen antwortete ich in einem mehr diplomatischen
‘I. Insbesondere auf die Frage 4. anknüpfend, bemerkte ich, daß die jetzigen Sowietvertre-
% AM 4 IE 1-3
riegsgefahr bestehe, sie auf dem Abschnitt des „geringsten Widerstandes“, d. h. im Woasten,
beste he. Die Sowjetunion, wie sie mit viel Selbstsicherheit behaupteten, sei so stark, daß sie
sone Sorge in die Zukunft blicken könne. Hudson sagte mir ders daß er erst gestern von
cem Botschafter Majiskij wörtlich dasselbe hörte. z
Diese interessante Wendung. die Herr Hudson dem Gespräch gab, weist darauf hin: 1. daß er
won dem Sowjetabschnitt seiner Reise sehr in Anspruch genommen ist, 2. daß er ihm sehr viel
Sedeutung beilegt, 3. daß es nicht wie bisher eine gewisse Moskauer Gegenliebe gibt. Man
maß sich dabei dessen eingedenk sein, daß die von Herrn Hudson beabsichtigten Unterredun-
zen in Moskau, abgesehen von der politischen Bedeutung, über die er anscheinend zu sprechen
Zebt, konkrete Wirtschaftsangelegenheiten betreffen werden und daß man englischerseits vor
alleı verlangen wird, dem russisch-englischen Umsatz -ein vom englischen Gesichtspunkt aus
Öesseres Gleichgewicht durch Verstärkung .der englischen Ausfuhr in die Sowjetunion zu
werleihen. = |
| ! 10. März 1959.
Gleich nach der Abfassıung dieses Berichts hatte ich Gelegenheit, mich auf dem gestrigen
Abendempfang bei Hofe mit dem Botschafter Majskij zu unterhalten, Dieses Gespräch befestigte -
‘= mir die Ueberzeugung, daß meine Beurteilung der Begegnung Hudson-Maiskij zutreffend
war. Herr. Majskii meint, daß Herr Hudson, wenn er die politische Bedeutung seiner Sendung.
»tont, damit rechnet, auf diesem Wege die gewünschten Wirtschaftsergebrisse um so leich-
ter zu erlangen. Außerdem wirft Herr Majskij den Engländern ver, daß ihnen die not-
wendige historische Perspektive fehle und daß sie das Gleichgewicht der Kräfte in Europa
nicht zutreffend--beurteilten. Er meint, daß die Engländer sich die Macht Großbritanniens
=> wie im Jahre 1870 vorstellten.! Sie erwarteten, daß die bloße Tatsache der Absendung einer
*szlischen Wirtschaftsabordnung nach Moskau von den Sowjets enthusiastisch und mit glühen-
der Dankbarkeit willkommen geheißen werde. Indessen, wie er Gelegenheit gehabt habe, Herrn
Hudson zu sagen, werde er in Moskau sehr höflich empfangen und durchaus mit gebühren-
der Aufmerksamkeit angehört werden. Eine Beparorlung g jedoch, ob ‚die Sendung nützlich sei
Herr Hudson berief Sr als er seinen Öriniemne in ee auf die Ergebnisse seiner Berliner
rein begründete, u. a. auf folgende Mitteilung, die ihm der neue rumänische Gesandte in
-adon, Herr Tilea, machte: Von deutscher Seite wurde Ungarn noch vor, einigen Wochen für eine
Kalierune der gegenseitigen Wirtschaftsbeziehungen und für eine Sicheruhg der Abnahme der ungari-
sehen landwirtschaftlichen Erzeugnisse die Bedingung gestellt, auf die Einrichtung neuer Werkstätten
“= den Industrien, die die deutsche Ausfuhr interessieren, zu verzichten. Letzthin soll man deutscher-
== von dieser Forderung abgesehen und die Aenderung der Haltung damit begründet haben, daR
ine baldige Wirtschaftsverständigung zwischen dem Reich und Großbritannien gewiß sei. Herr Hudson
hauptet, daß er die Richtigkeit dieser Nachricht von Herrn Tilea auf anderem Wege prüfen konnte
au I“ -
-r sich bemühten, große Selbstsicherheit zu „markieren“ und behaupteten, daß, soweit eine.
s
tischerseits bis zu dem Augenblick
ıkr ‚Sel U; hieß Rlich bemerkte Herr Majskij, daß
Er Au ne es as Be eh ischen Umsatz an Gleichgewicht, unbe-
eründet sei; wenn die Sowjets nicht mehr in England einkauften, so vor allem deswegen, -
w pe eine ganze Reihe Rußland interessierender englischer Fabriken wegen der Aufrüstung
üäherlastet und nicht imstande sei. die vorgeschlagenen Bestellungen Bi nehmen
Diese meine Unterredungen mit Herren Hudson und Maiskij werfen ein interessantes Licht
auf die jetzigen englisch-sowietischen Beziehungen, über die man hier letzthin soviel spricht,
allerdings wenig konkret, gefärbt von derUeber ne des} a igen ale one ns erlau-
ben mit ziemlicher Wahrscheinliehkeit zu folgern, daß e ;
ML L bisher: nic u ee w a und daß sole ie 27
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Botschafter der Republik Polen.
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Fana Ministre Sprew Zagranisenyca #
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Inina 24 b.m. w normalnej prsyjacielskis} rog- >
mowis s Ambasadorem Bullitem powieäzialsem zu mniejwigee]
14 ge nastgpuje: r
U Nie znam ani tekatu proporyejisfangielskiej co
do deklaracji 4-ch Paüstw, ani naszej na ala odpowniedsi
/co srasstq odpowiadato prawudsie/. Orjentujgo sig jednak F.
wiadomosoiami prasowmi i echami, ktore dochodza mnie i
3 rösayoh stron, oceniam aytuacjg w sposöb nastepujaoy!
proposyojs angielunka w Tormie 1 tresci, w ktörych byla
srobiona, wydaje mi sie by6 posunigeiem,oblicsonym o0-
ee Re
najmnie) » trzech sewartych na BaNLEyaR WORNGIERNN ‚an
rer a NE En Ali Van he re en N tr de BEER, Kurier,
gielska 3 pochodzyaaym nie z oheoi reagowenia na wypadki
aigdsynarodowe ostatnich dnf, ale z trudnosol, ktöre
3 x:
A ee
| 3 | ar Chanterlain 'lein apatkaz ad 2 od atrony Fi Parlanen tu i pin angtel-
k | 5 skich,, „Jest rzoosy dsieoinnie nalunz, a jeänoczeanie 2
| nisaozeiwy propononss Paästwa, snajliujgooma aeig w tych-
warunkach co Pols«a, aby skompromitowato swoje stosunki
z task silnym sysiaden jak Niemoy 1 nareziio srlat na
katastrofe mwojennaz dla dogodzenia potrzebom politykd
nn 5 Jeszoze bardzie}
nealwnym praypussonao, 20 Rsad Polski nie zrosumie Iutoty
tego manemru i jego konsekwenojli.
Jeat dale) rzet2& w najwyZszym stopniu nlesstr>s2-
na podejnowao taky akojg, ktörg zainiojowat Rzayd Angiel-
eki w sposöob publiceny i na piezwezy plan nyaunad udsiet
w niej Rosji Sonieckiej, ktöry eniekastaloa zarowno |
odliose polityozne grupy Panstw, majaoych dzietac eoli-
darnie, jak cel ich akoji. Manifestacyjne szukenie
wepöipsacy Rosjil w foruie i sakresie, odpowiadajaoym je-
dynie potrzebom polltyki wewnetrzne} Regdu Chamberlains,
Btwarga Dlonzuerke pozgory, $e nie chodzi tu tylko o obro-
ng panstw Bagroäonych przez none metody polityki niemias-
kiej, ale kakze o walki ideologiozne z hitleryzmem 1 20
oslem akoji nie jest poköj, lecs wywoZanie prgewrotu w
Riemogeoh. Ktokolwiek zena deawno 4 moono ustalene zasady
polityki polskiej, nie mote przypuszoseo, aby Rzad Polski
mögt ustosunkowao sie pozytywnie do tak lekkomyalnie
ebespiecanych posunig politycsnych p.Chamberlaina.
Po doswiadosenisch ostatnich lat dwudziestu,
w olagu ktörych ani Anglis, ani Franoja nietylko nie
dotrzymazy ani jednego ® zobonigsan a EN
a ae ae ara ee | a u U Ee Ä
ale nie potrafity nigdy bronie fr apoBob ntascoiny awoich
PPrEr 3? wanna} Son 20 2
0
wtasıych interesöw, jest rzeosgz absolutnia niemozliwg, Be
aby ktorokolwniek z panstn Srodkowej i Wschoäniej Europy e
juk römie2 po stronie prseciwnej - Berlin i Raym, po-
traktowaty powaänie jakgkolwiek propozyoje angielska
preediyr, ni2 Anglia zJobedzie sig na akty, ktöre strier- 4
äsg niewztpliwie 1 kategoryoznie jej zdeoydowanie sktyw- |
nego naralenia swoich stosunkow z Niemoani. 3
Gäyby kilka dni temu, przed ztioZenlem propo- 3
zycji deklaracji w Warszawie, Rzad Angielski zmobiligzowai :
swoja marynarkg wojenng, wprowadziz obonigzek stusby woj-
skowe)j, & Rzad Franouskä zarzadzit w wigkseynm Bakresie
mobilizacojg swej armii, propozyoje angielskie nawet tak
niedoatateosne, 24 te, ktöre byly zrobione mogty byö6 |
potraktomane jako dowöd szozerej i powaznej ahgcei lojal- BE
nej wspötpracy. PoniewaZ jsdnak stato sig wreoz odwrotnie |
nale2y przypussosac, de dopöki Rzad Angielski nis zdobe-
zie sie na zdecydowanis zaciggnigola sobowigsan konkret-
nych, i sprecyzowanych, ppartych reelnymi posunigoiami
w dziedzinie sitz sbrojnych, ktörymi mo3e dyspcnowad,
tak diugo Zadna negocjacja dyplomatycozuna podejmowana pr&2seg
Londyn nie bedzlie miala szans powoäzenia. | 2
Smutzuym, niemal tragicsnym jest to, 2e w 8y-
uaoji obeone) nie cohodsi o interesy Doszozegölnego 4
kraeju, ale bez Zadnej preesady oO uniknieoie katastrofal- E
paego konfliktu wojennego. Biore za przykiad wypadek Poleki
Nie znam ani tekstu propozyeji angielskiej, ani intenojil
>
Hitlers, rozumujg jednak na podstawfe niewgtpliwyoh
sepektow wytuacji realnej. Nieostroina, lekkomyalna w
Zormie, niedocisgnigta w trescik inicjatywa angielsks ®
kade Regdowi Polskiemu wybierac pomledzy ekompromitowahlen |
hen.
I!
stosunköw g Niencanl, albo nispowodzenien negoojaoji z
tıyo- As
Lendynem. W pierwszym wypadku Hitler mo3e czuc sig zuu-
r e ri
L/ 1 sin
asonym epröbowao mw stosunku do nas presji, na ktörg nie
bedziemy mogli odpowiedziec inaczej, Jak setrojnie. W-
niknie z tego konflikt ogölno-europejski, w pismazyn
etapie ktörego, wobeo niezdsoydomania Franoji 1 Anglil, ii
bedziemy musieli wytrzymac naciak galej aily Nismieo, |
Caly nasg preemyst wojenny bedzie nietylko zagroony,
ale moismy byc nawst pozbawieni 80. Stworgy t0 w aauym
poocgatku konfliktu Jaknajgorsze warunki nletylko dla nass, e
ale remiei dle Brancıl 41 Anglii. W wypadku drugim nie- |
powodzenie negoojacji z Londynam bedzie dla Hitlera do- 3
wodem nieszogeroßct 1 atabosoi polityki Anglii 1 Franoji
2 sacheci go do dalsgych poozynen ekspansyjnyclh w stomun-
ku do Burepy Wschoänlej 1 Srodkonej, ktore predzej osy =
pösniej doprowadsg de. katastrofy nojennej. W tych warun- =
— — — —
kach jest rreoza dziecinnie zebrodnicorg ozynic Polakg od“
DE Se no 0 12021 20 ST
Be En TREE ran ap er a ns nr BL RIEF ET VO
Cowiedsialna za pokoj lub von. Trzebs raz na ZaWsze
N
grosumiao, 40 gros odpowisdzislnosct le2y na Franoji 4
Anglii, ktörych See dee albo nonsensowna, albo Smiesenie
aZabea doprowadeiia do sytuaoji 1 wypadkow, w ktörych
Zyjemy. Je2eli dzisie) Read Anglelski tego nie zrozumie,
-5=-
ogölno-suropejski, a mo2s Swiatony konflikt wojenny,
jest nieunikniony 1 musi preyjso predko, bo wybor momentu
wywotsnego nale2y do Hitlerna.
Ambasador Bullit preejgazt sie tak moim rozumo-
waniem, ze prosit o powtörzenie go. Widsialem, Ze notuje
“ pamigcoi ka2dy Jego ustep.
Zepytat mnie pözniej, czy, &dyby Anlia i
Franoja zaproponowaiy nam wspoölny ojuss jJutro, przy-
jelibysmy go. Ospomiedziaten, it na to pytanle nie nıogg
dac odpowiedzi. Stwierdzam natomiest, $e punkt olgkkosoi
nie le2y w propozycjach, ktöre bedg nam zrobione, ale
w orynnych zarzaäzeniach, ktöre muszg przyjaco w pieraasym
rzadzie ze strony Anglil. Ambaaador Bullit zgodeit sie |
catkowiole z ncoim Btenowisien. Nazajutrs, dn.25 b.m.
Ambasador Bulli% poinformowar mnie, i2 kKorsystajao %
preyakugujaoych mu upraunien i ozynige ewoim moje ro-
eumowanie, polecit Ambassdorowni Stanow Zjednoozonych m
Londynie Kennedy udac sie w sobote, tego2 dnia; do
Premnisra Chamberlaina, do jego rezydanoji
1 pomtörzyo mu to wazystko 2 jaknajkategorycsniejesyn
podkresleniem momentu odpowi edzialnoscol, spadajase]
na Rzgd Angielekli. Wnisdalelg, dnia 26, Ambasadar
3ulli% otrzynat pray mnile telefoniosng velaojg Amba-
sedorn Kennedy 2 rozaowy, odbytej » Premjerem Chambar-
lsinen, 8 osego sday"Panu Ministrowi sprawosdanie w
telegramise wyewienym natychniast po bytnosoi mojej u
I
Anbasedora Bullita.
Rozunien, 28 Anbasador Bullit traktujs zapewna
w sposöb niaco prsesaäiny znaczenie oswiadogen skkadanyoN
przuz jego kologe Rzadowi Angiel skliemu. Umazaı jeänek zs
ewöj obowigsek poinformowao Pana Ministra o neaystkim p6-
wyzuzym, poniswaz sgdze, Ze w tych trudnych 1 skompliko-
wanych czesach wspozpraca Ambasadora Bullite mo2e nam
oddac pewne uszugl. Jest w kazdym razäe zupeänie pewnym,
ze podziels on catkowici3 12828 atanowlsko 2 jent gotöw
do najdalej) posunlgte) lojalne) I prayjaulelskiej wapol-
pracy.
Aby zresstg "zmocnid akcje Ambasedora Anery-
kanskiego w Londynie, zuiröcitem uwage Ambasadorowi Bulli-
towi na to, 12 nie jest wykluczonse, 28 Anglicy trektujg
wystapienis Stanöw Zjedänoozonych Ameryki Poznocnej z
dobrze vkrytym, ale Jednek Lekcewaieniem.
Odpowledziet mi, 12 prawdopodobnie man rao)e,
se jednae Stany Zjednoozone rozporzadzaja srodkemi realnss
presji na Anglie, o uruchomieniu ktörych powasnie pomyali.
AMBASADOR R.P.
" ’ % » & P7
DI RT WER. | | wein
— 98
|
11. Bericht des Polni
Polnischen Außenminister in Warschau vom 29. N
schen Botschafters in Paris, Jules Lukasiewiez, an den
lärz 1939
Deutsche Uebersetzung des vorstehenden Faksimile
Botschaft | |
der Republik Polen Paris, den 29. März 1939.
in Paris !
R 2/3 | | Streng Geheim!
An den
Herrn Außenminister
in Warschau.
Am 24. d.M. sagte ich Botschafter Bullitt in einer normalen freundschaftlichen Unterredung un-
gelähr folgendes:
Ich kenne weder den Text des englischen Vorschlages hinsichtlich der Erklärung der vier
Staaten noch unsere Antwort darauf (was im übrigen auch der Wahrheit entsprach). Indem ich
mich jedoch nach Pressemitleilungen riehte und deren Echos, die mich von verschiedener Seite
erreichen, beurteile ich die Situation wie folgt: Der englische Vorschlag scheint mir der Form wte
aan Luna Dach; ein A LONer zu san gan MEDIESEN. zu & Eur: SS se u nn
Parlaments wie der englischen ölfentlichen Meinung gestoßen ist. Es ist kindisch naiy und gleieh-
zeitig unfair, einem Staat, der sich in einer solchen Lage wie Polen I befindet, vorzuschlagen, er
solle seine Beziehungen zu einem so starken Nachbarn wie Deutschland kompromiltieren und die
Welt der Katastrophe eines Krieges aussetzen, nur um den Bedürfnissen der Innenpolitik Cham-
berlains willfährig zu sein. Noch naiver jedoch wäre es, anzunehmen, die polnische Regierung
vel stände nicht den wahren Sinn dieses Manövers und seine Konsequenzen.
Tage? zu reagieren, Sonderä. vielmahr dan Serie den, Be die‘ Chanberlsin von Seien de
Es ist weiterhin im höchsten Grade unvorsichtig, eine Aktion zu unternehmen, wie sie von der
enelischen Regierung öffentlich angeregt wurde, und in ihr die Teilnahme Rußlands in den Vorder-
erund zu schieben, die ebenso das politische Gesieht der Staaten verunstaltet, die solidarisch
handeln sollen, wie das Ziel ihrer Aktionen. Das ostentative Streben nach einer Zusammenarbeit mit
Rußland in einer Form und einem Bereich, ‘der leliglich den Bedürfnissen der Innenpolitik
Chamberlains entspricht, läßt die unbillige Vermutung aulkommen, als handele es sich hier nicht nur
um die Verteidigung derjenigen Staaten, die durch die neuen Methoden der deutschen Politik
bedroht sind, sondern auch um einen ideologischen Kampf mit dem Hitlerismus, und daß das
Endziel der Aktionen nicht der Friede ist, sondern die Hervorrufung eines Umsturzes in
"Deutschland. Wer die seit langem feststehenden Grundsätze der polnischen Politik kennt, kann
nicht annehmen, die polnische Regierung werde sich zu so leichtsinnigen und gefährlichen
Schachzügen des Herrn Chamberlain positiv einstellen. Sr
Nach den Erfahrungen der letzten zwanzig Jahre, in deren Verlauf England und Frankreich
nicht nur ‚keine einzige internationale Verpflichtung gehalten haben, sondern auch niemals imslande
waren, ihre eigenen Interessen auf gehörige Weise zu verteidigen, ist es völlig unmöglich, zn
el; Auden irgendein Staat in Mittel- oder Osteuropa — wie ebenso auf der entgegengesetzien Seite
Berlin—Rom — könnte auch nur einen einzigen englischen Vorschlag ernst nehmen, es sei denn,
Ensland schwingt sich zu Taten auf, die zweifellos und unabweisbar seinen Enischluß bestätigen,
die Beziehungen zu Deutschland aufzugeben.
Hätte die englische Regierung einige Tage vor der Unterbreitung der vorgeschlagenen De-
klaration in Warschau ihre Kriegsflotte mobilisiert wie die militärische Dienstpfllicht eingeführt,
und hätle die französische Regierung in größerem Umfang als bisher die Mobilisierung ihrer
Armee angeordnet, dann hätte man sogar solche unzulänglichen englischen Vorschläge, wie die,
die uns gemacht wurden, als einen Beweis für den aufrichtigen und ernsten Willen loyaler Zuu-
sammenarbeit ansehen können. Da es jedoch gerade umgekehrt gekommen ist, muß man an-
nehmen, alle von london unternommenen diplomatischen Verhandlungen werden so lange keine
Aussicht auf Erfolg haben, bis sich die englische Regierung endlich zu dem Entschluß aufralt,
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konkrete, präzisierte Verpflichtungen zu übernehmen, die von realen Maßnahmen auf dem Gebiet
ler Streitkräfte, über die sie verfügt, unterstützt werden.
Traurig, la fast tragisch ist es, daß es sich in der gegenwärtigen Situation nicht um die Inter-
essen eines einzelnen Landes, sondern — ohne Uebertreibung — um die Vermeidung eines kata-
strophalen kriegerischen Konflikts handel. Zum Beispiel der Fall Polen. Ich kenne weder den
Text des englischen Vorschlages noch\die Absichten Hitlers. Ich mache mir jedoch auf Grund
zweifelloser Aspekte meine eigenen Gedanken über die wirkliche Lage. Die unvorsichtige, in der
Form leichtsinnige, im Inhalt lückenhafte englische Initiative läßt die polnische Regierung
zwischen der Kompromittierung der Beziehungen zu Deutschland oder dem Scheitern der Ver-
handlungen mit London wählen. Im ersten Fall kann Hitler sich gezwungen sehen, uns
zegenüber die Anwendung von Zwang zu versuchen, worauf wir nicht anders werden
antworten können als bewaffnet. Hierdurch wird ein allgemeiner europäischer Konflikt
entstehen, in dessen erster Etappe wir den Druck der ganzen deutschen Macht werden
aushalten müssen. Unsere gesamte _Kriegsindustrie wird nicht nur bedroht sein, sondern
wir können sie sogar verlieren. Hieraus werden sich schon zu Anfang des Konflikts nicht nur für
uns, sondern ebenso für Frankreich und England die schlimmsten Bedingungen ergeben. Im zweiten
Fall wird das Scheitern der Verhandlungen mit London für Hitler ein Beweis der Unaufrichtig-
zeit und Schwäche der Politik Englands und Frankreichs sein und ihn zu neuen Expansionsunter-
nehmungen in Ost- und Mitteleuropa aufmuntern, die früher oder später zur Katastrophe eines
Krieges führen müssen. Bei diesem Stand der Dinge ist es ebenso kindisch wie verbrecherisch,
Polen für Krieg oder Frieden verantwortlich machen zu wollen. Es muß ein für allemal fest-
zestellt werden, daß die Verantwortung zum größten Teil bei Frankreich und England liegt, deren
unsinnige oder lächerlich schwache Politik zu der Situation und zu den Ereignissen führte, in .
denen wir leben. Wenn die englische Regierung dieses heute nicht einsieht, dann ist ein allge-
mein europäischer Konflikt, ja vielleicht sogar ein Weltkrieg unvermeidbar und muß schnell
xommen, denn die Wahl des geeigneten Moments liegt bei Hitler.
Botschafter Bullitt nahm sich meine Ausführungen sehr zu Herzen und bat mich, sie noch
einmal zu wiederholen. Ich sah, daß er jeden Absatz im Gedächtnis festzuhalten suchte.
Später fragte er mich, ob wir ein gemeinsames Bündnis annehmen würden, wenn England und
Frankreich uns morgen ein solches vorschlagen sollten. Ich antwortete, ich könne hierauf keine
Antwort geben. Dagegen stellte ich fest, daß der Schwerpunkt nicht bei den Vorschlägen liege,
lie uns gemacht würden, sondern bei den tatsächlichen Maßnahmen, die in erster Linie England
ergreifen müsse. Botschafter Bullitt erklärte sich mit meinem Standpunkt völlig einverstanden.
Am folgenden Tage, dem 25.d. M., teilte mir Botschafter Bullitt mit, er habe sich meine Anschau-
ungen zu eigen gemacht und unter Ausnutzung der ihm zustehenden Rechte dem Botschafter der
Vereinigten.Staaten in London, Kennedy, den Auftrag gegeben, sich am heutigen Sonnabend zu
Ministerpräsident Chamberlain in seine Residenz zu begeben und ihm dieses alles. unter katego- -
rischer Betonung der ler Verantwortlichkeit der englischen Regierung zu wiederholen. Am Sonntag,
lem 26., erhielt Botschafter Bullitt in meiner Gegenwart von Botschafter Kennedy einen telefo-
nischen Bericht über die Unterredung, die dieser mit Ministerpräsident Chamberlain gehabt hat.
Sierüber habe ich Herrn Minister in einem Telegramm Bericht erstattet, das sofort nach meinem
Aufenthalt bei Botschafter Bullitt aufgegeben war.
Ich verstehe, daß Botschafter Bullitt die Bedeutung der Erklärungen, die von seinem Kollegen
‘er englischen Regierung abgegeben wurden, sicherlich etwas übertrieben behandelt. Ich erachte
== jedoch als meine Pflicht, Herrn Minister über alles oben Gesagte zu informieren, weil ich
z!aube, daß die Mitarbeit des Botschafters Bullitt in so schwierigen und komplizierten Zeiten uns
och vielleicht gewisse Dienste erweisen kann. Es ist auf jeden Fall völlig sicher, daß er unseren
Standpunkt restlos teilt und zu einer so weit wie möglichen loyalen freundschaftlichen Zu-
sammenarbeit bereit ist.
Um übrigens die Aktion des amerikanischen Botschafters in London noch zu verstärken,
machte ich Botschafter Bullitt darauf aufmerksam, es sei nicht ausgeschlossen, daß die Engländer
‘en Schritt der Vereinigten Staaten von Nordamerika zwar mit gut verborgener, aber dennoch mit
eringschätzung behandeln.
Er antwortete mir, ich habe wahrscheinlich recht. Dennoch aber seien die Vereinigten Staaten
= Besitz von Mitteln, mit denen sie einen wirklichen Zwang auf England ausüben könnten. An
e Mobilisierung dieser Mittel werde er ernstlich denken.
Der Botschafter der Republik Polen.
Anmerkung des Uebersetzers: Die persönliche Unterschrift des Botschafters fehlt, da es sich um
“sen Durthschlag des Originalberichts handelt. Der Durchschlag trägt auf der ersten Seite die Paraphe
"== polnischen Yızeministers Grafen Szembeck.)
m, ,:
ANBASAD Ze |
F2ECZYPOSPOLITEJ POLSKIEJ en Ania 29 marca 1939 r.
IN
ZE/UR =» No.1/WB/tj/146
Tajne. F
mm. - f a Ben
5 0 2 -
=; -—
Bi: ee 2 42 £
i Ne: +0
ee eu
Al? RAPORT POLITYCZNY No. 7/1.
W
Stanowisko rzadu brytyjskiego
wobec kryzysu,
Stosunek do Polski,
‚Rozmowa z ambasadorem Kennedy.
a, Sn
we
er; Gwadtowny przebieg ostatniej fazy kryzysu 3
=, (9 i
z ozeskiego wywodat gäeboki wstrzas w tutejsze) opinil
Er; T: z ve
7 i spowodowaz röwniez ewoluoje w stanowisku tuta)j- ER
7 - szego rzadu. Dla zäecydowanych przeciwniköw Niemiec
hitlerowskich ostatnie wypadki by4y tylko potwier=«
zbasadordwie dzeniem przewidywan i jednym argumentem wiecej za
„= Berlin,
Bi} R
u . ' f)
Br tui Aabätın umf €
a podjeoiem energicznej akcji zapobiegawcezej. Wieksze
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Moskwa, znaczenie Jjeänak miadly wypadki czeskie praez wpdyw
jaki wywardy na tutejszy oböz " ugodowy ". Jego
awolennicy unikali z reguiy szczerszego ujawnlaenia
swoich przewidywan i nadziei. Ograniczali sie naogö
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en ze Wielka Brytania winna sig ogra-
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N 21," ve u fi). \
ge N All;, RN
Mr a N EN eat eich
yo do obrony Zachodu Europy 1 oczywiscie impseriu
brytyjskiego i imperialnych komunikacji. Natomiast
ekspansji niemieckiej, z ktörego Anglia mogZaby bez
wielkiej straty dla siebie sie wycofac. Argumentöw
\ ef Europa sroädkowa i wschodnia sduäyZaby jako teren
Zens Ministra
Spraew Zagranicznych,
w„ MWearszawie,-
niewypowiedzianycb giosno zZ tej strony, ale bodaj naj-
wazniejszych, moznaby Szukac w oczekiwaniu, Ze Niemcy
znajda wiele trudnosci w uporaniu sie z ustapionym im
terenem wpaywöw i ze üzieki tym trudnosceiom i antago-
nizmowi z Rosja straca na preznosci i dynamiznie.
Przewidywano, ze dojdzie do wojny rosyjsko-niemieckiej,
ktöra osiabi obie strony walczace, nie bez pogreäniej
korzysci dla mocarstw zachodrich.
Szybki bieg wypadkaw, dajaoy Niemcom cenne,
bezkrwawe züdobycze, wykazal sZIabe strony tego rozumo-
wenia i fakt, ze by&o ono w gruncie rzeczy przedewszyst-
kim wymöwka, pozwalajaca odpowiedzlalnym meZom stamu
w mocarstwach zachodnich na sbenowenye po linii naj-
mniejszego oporu, Zarysowada sie powszZna obawa w obliczu
Taktu, ze Niemcy - jak dotad = zamiast utraty siZ na
skutek swojej akcji wschodniej, doznadiy ich dodatniego
wzmozenia.
Rezultatem tej Swiadomosci byd nowy ton w stosun-
ku do Niemieoc, Znalazi on swöj wyraz w politycznej pra-
sie ana erar ale zgoänie zreszta z Zyczeniem czynniköw
rzadowyoh, Wedäug informacji, obiegajacych tutaj w ko-
ach dyplomatycznych i politycznych, przewröt w obozie
n ugodowcöw " nie jest jeänak calkowity. W tym gronie
znajduje sig, zdaniem powszechnym, Sir John Simon, ktöremu
praypisuje sie sutorstwo projektu wspölnej deklaracji
Wielkiej Brytanii, Francji, Polski i Sowietöw, Takze
i premier nie zdaje sie, jJak dotad, - pomimo stanow-
czego tonu wypowiedzianych ostatnio möw - by€ wolny
od watpliwoSci na temat najlepszej metody rozegrania
partji rozpoczetej ukZadem monachijskim.
Wahanie to zdaje sie przedewszystkim dotycozy6
stosunku Anglii do Polski. W ramach teorji defety-
stycznej / wzgleänie ugodowej yr zacytowanej powy2Ze),
nie bygo dla nass, jak sie zdaje, JjJasno okreslonego miejsca,
Obeenie, wobece szybkich sukcesöw niemie ckich, osiagnietych
dzenie Rosji. Ujawniz sie niepoköj, Ze przy takim roz-
woju wypadköw, kolejny nacisk niemieoki w kierunku za-
chodnim byiby nie odparcia. PowyzZsze rozumowanie przema-
wiado za zaciegnieniem stosunköw Wielkiej Brytanii z Polska,
Pozatym uwydatniz sie jeszcze jeden powaäny powöd dla
wiazenia z nami politycanej akeji brytyjskiej: byia nim
sc, ze Polska, pomijajac Sowiety,
czynnikiem w Europie wschodnie), posia-
i wewnetrzne, pozwalajace na samodzielna decoyzje. Szkoia
" ugodowcöw " = jak wiadomo - dazy do ograniczenia angiel-
skiego zainteresowania do wschodniej posaci Morza Sröd-
ziemnego, wraz z oßrona cieSnin Dardanelskich, zapewnia-
h dostep do Morza Czarnego. Tymezasem jednak okasuje
sie, Ze na pölwyspie Baik anskim, a wiec na przedpolu
Tureji, panuje sytuacja nie wolna od grözb 1 Ze poli-
tyczne zmobilizowanie krajöw Ententy Badkanskiej w mygl
äyozeh Anglii i pod jej kieromictwem natrafia na wlelkie
trudnosci. Z wszystkich wyäej przytoczonych wzgledüw
i innych jeszeze, ktöre dla krötkosci pomijem, rzad an-
gielski zwröcit sig do nas z propozycja podpisania wspöl-
nej deklaracji z Anglia, Trancja 1 Sowietami. Poniewaz
Jednak w Zonie rzadu panowaiy, w kazdym razie a2 do
a
ostatnich dni, rozbieänosci i watpliwosci co do celowosci
uzycia tej aktywnej metody, przeto wybrano forme nie
berdzo öyciowg, ale za to mniej wiaägeg, deklaracji natury
ogölnej 3 ubrano ja w styl umoäliwiajacy dusa rozpigtose
interpretacji. Dowodu, Ze wypayı
wewngtrzna jest tutaj dobrze rozumiana, szuka
w okolicznogci, öe stanowisko Polski, przeciwne postawie=
niu podpisu naszego na tego rodzaju dokumencie, nie wywo-
Zato tutaj ani wielkiego zdziwienia, ani tymbardziej pre-
ass a 2 none eve polsz ar palliyen
Jedna jeszeze okolicznoset wymaga oswietlenia,
o tyle o ile jest to äla mnie w tej chwili mo&liwe. Jest
angielsko-rosyjskich. Jaek juz2 miatem
moznos€e donosil Panu Ministrowi z okezji wyjazdu p.Hudsona
o Werszawy i Moskwy / No.57/tj/122 - z IO.b.m. /, strona
angielska ju2 wöwczas duzo sobie obiecywada po politycznej
wspöipracy z Zwiazkiem Sowieckim. Natomiast strona sowiecka _
msrkowala jak gäyby bra« 2ywszego zaintaresowanie.
Od tego czasu Sowlety zgodziäy sie na zioZenie swego
podpisu na wspölnej dekleracji. Uczyniiy to w warunkach
niezupeinie dotychozas wyswietlonych. Uzalezniky - Jak
sie zdaje - ziozenie swezgo podpisu od uezestnictwa le
Niewisdomo, czy rzad4 aengielski zwröci4 sig do Moskuy
o podpis we tröjke 2 Fraencja i czy moie nspotkai a
brak gotowosci do takiego kroku. MW kazdym razie w ostat-
nich äniach mno2a sie poszlaki, wskazujace na obnlßenia
stmosfery serdecznosci, ktürs ass gse bardzo krötki
zaznaczyda sig w zwiazku z inicjatywa angielska. Punktu
tego Aotykam jeszcze ponidej] w zwiazkı z rozmowa moja
z smbassdorem Kennedy, Tutaj chciaihym jeszozs üodat, 2e
ambessdor Maisky, z ktörym sıe spotykalem czesto Na pray-
jJeciach na czesc prezydenta Lebrun'a, okazywa&i zaledwie
tajone, jak najiywsze zadowolenie z ostatniego przebilegu
wypadköw, a zarazem take i du2a pewmosd siebie,
Element wahania, ciagls jeszcze obeeny w rzadazie
tute jszym, ujawnia sie na zewnatrz w sprawie bedacej
przedmlotem goracej kKontrowersji od szeregu juZ missigcy,
a mianowlcie w sprawie poboru,. NWobeec dosy6 silnego #zmo-
zenia kaär armii regularnej oraz armii terytorialnef,
eksperci tutejsi t40macza niechetc rzadu do wniesienla
/z/W Foreign Office tak mnie intormowano - Sowiety nato-
nlast temu przeoza. Ha tu miejsce, Jjak sie zdaje, £
kazuistyozna interpretanja: zaproszenie skierowane zostado
do czterech pahst®, practo Sowiety przyjmuja je - jak
twierdza - bez Zudnych warunköw. Przyjmuja je jednak
tylko w tej formie i z takim uczestnictwem, jakie prze=-
wiädywada angielska propozycja,-
—
— 6 N Br
wzeledami technicznymi.
ustawy 0 poborze/ Utraymuja, ze zarzadzenie to miadobz
ns najhli2sza przyszXoScC znaczenie tylko symboliczno-
demonstracy jne. nie ufatwisjac natomiast, lecz raczej
komplikujae rozbudowe srmii w czasie pokoju. Niezaleänie
od wartosci tycb wy jagnieh. wshanie p. Chamberlsins zäa-
je sie przedewszystkim wypiywsc z jego Drecnees do nara-
senis sobtie przeciwnych poborowi Zwiazköw Zawodowych i do
sprowokowania tym sposobem rozbieznosci pogladüw w Parla-
mencie, dzisia) bliskim bardzo jednomysinosci „Namiastka
pobom jest narazie dzisiejsze oswiadcezenie premiera
w Izbie, zapowisdajace podwolenie tek zwana)] armii tery-
torialnej do ayfry 340.000 1ludzi.
ee 000 -= ===
s mo)&
sssdorem Kennedy.
Powy2eil naszkicowans ocena sytuaoji tuteisge]
stanowids gıöwna trest mojej rozmowy z ambasadoram amery-
kenskim, p. Kenneäy, ktöra prseprowadziäiem dnis 28.b.n.
ns skutek polecenis Pansa NMinistra za posrednictwem pana
Dyrektorse kubiehskiegu. Zapytaiem sie p. Kennedy wrecz
o rozamowe, ktöra miad rzekomo przeprowsdalt niedamno
a dp. Chamtberlainem na temst Polski. Pan Kennedy by
aaskoczony i oßwiaäozyd& mi kategorycznie, 26 2Zadne] -
takie} rozmowy 0 spsojalnym zuaczeniu nie byio. Röwno-
oze£&nie i do pewnego stopnia praeo2aac tym zapewnienion,
dsed p. Kennedy wyrs2 sweomu niezaadoweleniu, 26 Jjego
koleäzy ® Paryzu 1 Warszewie. " Ktörzy nie sa # stanie
" möwia tak Smiado o te} sprawie,
Widaac, 2e ta droga ni 6 wiele uzyskam, spro-
waäziiem rozmowe 2 ambasadorem na eytuacje obecna i ns
ocenge gotowosci A ngli1i do wystapienia zbrojnego. Z tej
c298ci roamowy przesiatem jus Panu Ministrowi sprawo-
Z dani e telegraficznie. F, Kennedy dajac do z rozu-
mienia, Ze zdanie swoje opiera na szeregu rozmü
nlkaemi tute)jJszymi na)baräzie;j mlaroc
swemu przekonaniu, 2e 0 ile Po
sbro)jny op6r Niemcom, w SzozcegÖlnoSsci te2 i oAciınku
N
gdanskim, to pooiagnie
k podkreslai 2 naoiskier
niz dotyohozas serdec anosci angli nass, = nie beäzie
te2 decyzj3 poäjeta ani 3 ochota ani 2 aadowolenien,
ale beäzie wynikiem koniecanosci pol3 tyczm) Natomiast
wrazie, gäyby Pölsks sams okazads brak decoyaji, to adaniem
embasaäora, elementy ugodows w rzaaüaie skorzystaäyby
a tego aby Sspowodowal zre aygnow enis Wielkie) Brytanii
angazowania sie w nasaym re)onile, Zdaniem p.Kenneädy
w rzaädzie tutejszym istnileja w üalszym ciagu Jeszcze
w2 tp1i wosci, czy Polska istotnig jJsst nisodwozalnie zde-
ohdowana na op6r na odcinku gdanskim, Przy dzisiejszych
bayskaewicznie zmieniajacych sie warunkach tego rodzaju
aapewnlenla musza 2 koniecznoSci byd czesto powtarzane,
dy'm zagadnienie rosyj-
oms w ia j a an 2: > es es "ag i
iyplomatycanej eng.
12. Bericht des Polnischen Botschafters in London, Grafen Edward Raczinski, an
den Polnischen Außenminister in Warschau vom 29. März 1939
Deutsche Uebersetzung des vorstehenden Faksimile
Botschaft London, den 29, 3. 1959
der Republik Polen |
ER/MR-No.1 WBi/tj/146
An den |
Herrn Minister für Auswärtige Angelegenheiten
in Warschau
Politischer Bericht No. 7/1
Die Haltung der britischen Regierung gegenüber der Krise. Das Verhältnis zu Polen.
Unterredung mit Botschafter Kennedy.
Der gewaltsame Verlauf der letzten Phase der tschechischen Krise hat die hiesige öffent-
liche Meinung tief erschüttert und auch eine Entwicklung in der Haltung der hiesigen Regie-
rung veranlaßt. Für die entschiedenen Gegner Hitler-Deutschlands waren die letzten Ereig-
nisse nur eine Bestätigung von Vorausgesehenem und ein Beweis mehr, daß ein energisches
Vorgehen notwendig sei. Größere Bedeutung jedoch gewannen die tschechischen Ereignisse
- durch den Eindruck, den sie auf das hiesige „Versöhnungslager" machten.
Dessen Anhänger vermieden in der Regel eine aufrichtigere Bekanntgabe ihrer Voraus- -
sichten und Hoffnungen. Sie beschränkten sich im allgemeinen darauf, zu erklären, daß Groß-
britannien sich auf die Verteidigung Westeuropas sowie natürlich des britischen Imperiums
und der imperialen Verbindungslinien beschränken müsse. Mittel- und Osteuropa dagegen
würden als deutsches Expansionsgebiet dienen, aus dem sich England, ohne großen Schaden zu
erleiden, zurückziehen könnte,
Nicht laut ausgesprochene Argumente, aber doch vielleicht die wichtigsten dieses Lagers,
könnte man in der löÜrwartung sehen, daß es Deutschland sehr schwer fallen werde, mit den ihm
abgetretenen Gebieten fertig zu werden, und daß dank dieser Schwierigkeiten und dank des
Gegensatzes zu Rußland es an Ausdehnungsfähigkeit und Dynamik verlieren werde. Man sah
voraus, daß es zu einem Krieg zwischen Rußland und Deutschland kommen werde, der beide
schwächen werde, nicht ohne Ertrelharen Vorteil für die Westmächte.
Der schnelle Lauf der Ereignisse, der Deutschland wertvolle, unblutige Beute verschaffte,
zeigte die schwachen Seiten dieser Schlußfolgerung. Er wies auf die Tatsache hin, daß es im
Grunde genommen eine Ausrede war, die den verantwortlichen Staatsmännern der Westmächte
SEAu ne) ee der Eine ne geringsten W a A zu on Es MEN eine ernste Besörg-
infolge. seiner
On eine ee. Stärkung Ftuhe
Aus diesem Bewußtsein ergab sich ein neuer Ton gegenüber Deutschland; er fand seinen a
druck in der politischen Presse Englands, übrigens jm Einklang mit den Wünschen der Regi
rungsstellen. Nachrichten zufolge, die hier in diplömatschen und politischen Kreisen Seren
werden, ist die Umgestaltung im Lager der „Versöhnung“allerdings nicht vollkommen. In diesem
befindet sich nach allgemeiner Meinung Sir John Simon, den man für den Verfasser des Pro-
jektes einer gemeinsamen Erklärung Großbritanniens, Frankreichs, Polens und der Sowjet-
union hält. Auch der Premier scheint Irolz des entschiedenen Tones seiner letzten Reden nicht
mehr frei von Zweileln an einem Gewinn der mit München begonnenen Partie zu sein.
Dieses Schwanken scheint sich vor allem auf das Verhältnis Englands zu Polen zu beziehen.
In der defaitistischen bzw.. versöhnlichen Theorie, die oben angeführt wurde, war für uns
anscheinend kein klar umgrenzter Platz. Jetzt angesichts der schnellen deutschen Erfolge, die
nur durch Druck erreicht wurden, beginnt man hier zu fiirchten, daß auch Polen mit einem
—3l - “
Kompromiß mit Deutschland enden werde, das dann diesem eine schnelle Sprengung Rußlands
ermöglichen würde. Man beunruhigte sich mit dem Gedanken, daß bei einer solchen Entwick-
lung die Reihe auch an den Westen käme, und dann der deutsche Druck nicht zurückzuweisen
wäre. Diese Schlußfolgerung spricht dafür, daß die englisch-polnischen Beziehungen Aussich-
ten haben, inniger zu werden. Außerdem hat sich noch ein ernster Grund dafür geltend
gemacht, das Vorgehen Englands mit uns in Verbindung zu setzen: das war das sich herausbil-
dende Bewußtsein, daß Polen, abgesehen von den Sowjets, doch wohl der einzige Faktor in
Osteuropa ist, der volle politische Unabhängigkeit, äußere und innere Beziehungen, die selb-
ständige Entschlüsse erlauben, aufzuweisen hat. Die Schule der „versöhnlich Gesinnten“ strebt
bekanntlich nach einer Beschränkung der englischen Einflußnahme auf das östliche Mittel-
meer und auf die Verteidigung der Dardanellen, die den Zugang zum Schwarzen Meer sichern.
Indessen stellt es sich doch heraus, daß auf der Balkanhalbinsel, also auf dem Vorfelde der Tür-
kei, eine von Drohungen nicht freie Lage besteht, und daß die politische Mobilisierung der
Staaten der Balkanentenie den Wünschen Englands gemäß und unter seiner Leitung auf große
Schwierigkeiten stößt. Aus allen oben angeführten Möglichkeiten und anderen, die ich der
Kürze halber übergehe, wählte die englische Regierung den Vorschlag einer gemeinsamen
Erklärung Englands, Frankreichs und Polens und der Sowjets, um sich an uns zu wenden. 'Da
aber innerhalb der Regierung regelmäßig bis in die letzten Tage Divergenzen und Zweifel hin-
sichtlich der Zweckmäßigkeit dieser aktiven Methode herrschten, hat man die nieht sehr leben-
dige, aber dafür weniger bindende Form einer Erklärung allgemeiner Natur gewählt und
hat sie in einem Stil abgefaßt, der viele Deutungen zuläßt. Einen Beweis dafür, daß die
daraus sich ergebende innere Schwäche hier gut verstanden wird, kann man in dem Umstand
sehen, daß die der Unterzeichnung eines solchen Dokumentes abgeneigte Haltung Polens hier
keine große Verwunderung hervorrief, und um so weniger besteht ein Anspruch darauf, die
polnische Politik zu leiten.
Noch ein Umstand verlangt beleuchtet zu werden, soweit mir das in diesem Augenblick mög-
lich ist. Das ist der Stand der englisch-russischen Beziehungen. Wie ich schon Gelegenheit
hatte, Ihnen, Herr Minister, aus Anlaß der Abreise von Herrn Hudson nach Warschau und
Moskau zu berichten (Nr. 57/tj/122 vom 10. d. Mts. — [s. oben Seite 25] —) hoffte man eng-
lischerseits schon damals sehr auf eine politische Zusammenarbeit mit den Sowjets. Sowje-
tischerseits dagegen trug man einen Mangel an lebhafterem Interesse zur Schau. Seinerzeit
erklärten sich die Sowjets damit einverstanden, die gemeinsame Erklärung zu unterzeichnen.
Sie taten das unter bisher nicht ganz geklärten Bedingungen. Sie - anscheinend ihre
Unterzeichnung von der Teilnahme Polens abhängig*).
Es ist nicht bekannt, ob die englische Regierung sich an Moskau wandte wegen einer Unter-
zeichnung zu dritt mit Frankreich und ob man dort dazu nicht bereit war. Jedenfalls mehren
sich in den letzten Tagen die Spuren, die darauf hinweisen, daß das Verhältnis weniger
herzlich ist als vor sehr kurzer Zeit im Zusammenhang mit der englischen Initiative. Auf
diesen Punkt werde ich noch bei meiner Unterredung mit Botschafter Kennedy zurück-
kommen. Hier möchte ich nur hinzufügen, daß Botschafter Majskij, dem ich oft auf den
Empfängen zu Ehren des Präsidenten Lebrun begegnete, kaum verhehlte, daß er äußerst,
zufrieden mit dem letzten Verlauf der Ereignisse sei, gleichzeitig zeigte er sehr viel
Selbstsicherheit. Das Element des Schwankens in der hiesigen Regierung wurde nach außen
hin bei der Rekrutierungsangelegenheit deutlich, die schon seit einigen Monaten der Gegen-
stand hitziger Kontroversen ist. Angesichts der ziemlich großen Verstärkung der Kader der
regulären und der Territorialarmee erklären die hiesigen Sachverständigen die Abneigung
der Regierung, das Gesetz über die Rekrutierung einzubringen, mit technischen Rücksichten.
Sie behaupten, diese Maßnahme würde für die nächste Zukunft nur symbolisch-demonstrative
Bedeutung haben, aber nicht den Aufbau der Armee im Frieden "nn sondern eher
erschweren.
Abgesehen von dem Wert dieser Erklärungen scheint das Schwanken von Herrn Chamber-
lain vor allem aus seiner Abneigung hervorzugehen, die der Rekrutierung widerstrebenden
Gewerkschaften gegen sich aufzubringen und dadurch Meinungsverschiedenheiten im Parla-
ment, das jetzt fast einmütig ist,’ Tarvorzurufen. Statt das Rekrutierungsgesetz einzubringen,
hat der Premier einstweilen im Unterhaus eine Verdoppelung der sogenannten Territorial-
armee bis zu der Zahl von 340000 Mann angekündigt.
Meine Unterredung mit Botschafter Kennedy.
Diese Beurteilung der hiesigen Lage bildete den Hauptinhalt der Unterredung, die ich
gemäß Ihrem Auftrage, Herr Minister, dem Herrn Direktor Lubienski übermittelte, am
*) Im Foreign Office hat man mich so unterrichtet, die Sowiets dagegen leugnen das ab. Es findet hier
anscheinend eine kasuistische ‚Deutung statt: die Einladung wurde an die vier Staaten gerichtet, und
die*Sowjets nehmen, wie sie behaupten, sie ohne irgendwelche Bedingungen an. Sie nehmen sie aller-
dings nur in dieser Form und mit der Teilnahme, die der englische Vorschlag vorsieht, an.
m Brian | -
28, d. Mts. mit dem amerikanischen Botschafter, Herrn Kennedy, hatte. Ich fragte Herın Ken-
nedy geradezu nach dem Gespräch, das er kürzlich mit Herrn Chamberlain über Polen ge-
führt haben soll. Herr Kennedy war überrascht und erklärte kategorisch, daß ein derartiges
Gespräch von besonderer Bedeutung nicht stattgefunden habe. Gleichzeitig und indem er
diese Versicherung gewissermaßen in Abrede stellte, brachte Herr Kennedy seine Unzu-
friedenheit darüber zum Ausdruck, daß seine Kollegen in - Paris und Warschau, „die nicht
so wie er imstande seien, sich ein genaues Bild von der Lage in England zu machen“, so
dreist darüber redeten.,
Da ich sah, daß ich auf diesem Wege nicht viel erreichen würde, brachte ich das Gespräch
auf die jetzige Lage und regte den Botschafter dazu an, die Bereitschaft Englands zu einem
bewaffneten Auftreten zu beurteilen. Ueber diesen Teil des Gesprächs habe ich Ihnen, Herr
Minister, schon telegralisch berichtet. Herr Kennedy, der zu verstehen gab, daß seine Ansicht
sich auf eine Reihe von Gesprächen mit hiesigen maßgebendsten Stellen stützte, erklärte, tiber-
zeugt zu sein, daß, sollte Polen sich zum bewaffneten Widerstand gegen Deutschland ent-
schließen, insbesondere auch hinsichtlich Danzigs, es dann England nach sich ziehen werde.
Das werde, wie Herr Kennedy mit Nachdruck unterstrich, nicht das Ergebnis größerer Herz-
lichkeit sein, als sie England bisher für uns übrig hatte, das werde auch kein willig oder mit
Zufriedenheit gefaßter Entschluß sein, sondern "sich nur aus einer politischen Notwendigkeit
ergeben. Sollie dagegen Polen selbst unentschlossen sein, dann würden, wie der Botschafter
meint, die versöhnlichen Elemente in der Regierung das benutzen, um Großbritannien zu
einem Verzicht auf eine Festlegung bei uns zu veranlassen. Herr Kennedy ist der Ansicht,
daß in der hiesigen Regierung auch weiterhin noch Zweifel daran bestehen, daß Polen tat-
sächlich unwiderruflich entschlossen ist, sich hinsichtlich Danzigs zu widersetzen, Bei den
hiesigen blitzschnell sich verändernden Bedingungen müßten Versicherungen dieser Art not-
wendigerweise oft wiederholt werden.
Ich schnitt darauf die russische Frage an. Herr Kennedy war zrernlieh zurückhaltend und
wollte sich offenbar auf keine Erörterung über das englische Vorgehen gegenüber Moskau
einlassen (und auch nicht auf die Schwierigkeiten, auf die dieses Vorgehen stoßen könnte?).
Er beschränkte sich auf die charakteristische Aeußerung, die englische Regierung lege
ihrem Zusammengehen mit Polen größere Bedeutung bei als dem mit Rußland*). Dieses Zu-
sammeng EoHeR sei für die englische. Regierung jedenfalls ein wesentlicher Ausgangspunkt für
ein etwaiges weiteres Vorgehen.
E. hörte u, von Pen Kenny, selbat, en uns unter Zen , J alien
v von n dr en ner as Fo vr er en “E En Zngland. er eu ne [& 2 ö
annehmen werde, die von Deutschland bedroht sind.
Edward Raezynski
Botschafter der Republik Polen
Ber. Diesen Gesichtspunkt fand ich zum erstenmal in der nenbluen Piece, in einigen Artikeln, die den
ereich und die Ziele der englischen diplomatischen Offensive besprechen,
Stockho
Fl:
|
POSELSTWO
'SPOLITEJ POLSKIEJ
STOCKHOLMIE
LEGATION
"BLIQUE DE POLOGNE
STOCKHOLM
* _ 19/S/5 Pana Ministra Spraw Zag
Nawiazujac do ranortu z 8 kwietnia br. Nr 19/'
Je, Ze dalsze informacje otrzymywane na
S/4 Foselstwo komuniku
-— temat pobytu ministra Hudsona w Stockholmie Swiadczg, iZ nie
«0osiagnat on na tutejszym terenie wiekszych sukcesöw. -
Wydaje sie, Ze minister Hudson wykazal zbyt
?mato zrecz
noscli w przeprowadzonych tu rozmowach i zrazit nawet
Fr [ |
_.. do siebie tutejsze sfery gospodarcze,
| ak mnie poinformowat jeden zZ
u En Js IL
wybitnych przed-
stawicieli tutejszego Swiata finansowego, Hudson sondowat röw-
nieZ2 teren co do zachowania sie Szwedöw na wypadek wojny, suge-
rujac konieczno$6 wstrzymania wszelkich dostaw surowcöw dla
Niemcöw.
Szwedzi dali mu wöwczas do zrozumienia, iZ prag-
- na zachowa@ neutralnosß i Ze jezeli w razie wojny Baityk zo-
Niemcöw, nie bedg mogli sie uchylic od
\M stanie opanowany przez !
tego, by im rudy :xbex dostarczyc. Sytuacja bytaby oczywiscie
owali Anglicy.
inna, gäyby Battyk opan
' cigagu konferencji z prasg Hudson podobno usilnie
rozszerzenia importu angielskiego do
nalegat na koniecznos6
Szwecji, dajac do zrozumienia, i2 gdyby rezultaty prac przewi=
üywane)j delegacji sfer gospodarczych nie daty wyniköw, Anglia
\ musiataby wzig& pod wwage rewizje traktatu handlowego. Perspelk
tywa ta, jak mi oSwiadczyt möj rozmöwca, jednak Szwddöw nie
przeraza. Traktat ten,jego zdaniem, nie jest taki bardzo korzy
| stny. Zawiera on przede wszystkiem uciaöliwe dla Szwedöw klau-
\ zule co do wegla, Ktöry mogliby taniej kupowa6 gäzieindziej;
SZzwd
74398
eksporcie do Angl:
Szwedzi sa przekonani, Ze nieprzyjete przez Anglie towary
[zwiaszeza produkty rolnicze/ ulokujg bez trudnosci w Niem-
czech, z ktörymi wogöle im sie bardzo dobrze ji sktadnie han-
dluje. Do eksportu produktöw rolnych Anglii i tak muszg
wyzsze Ce-
oni dopiacad, poäczas gäy w Nienczech mogga za nie
ny otrzymat.
m Ze 2 £
czego do wystapien Hudsona, potwierdza röwniez artyk
ı zna=
Fan
nego. ekonomisty G.
Cassela, opublik u w "Svenska Dagbladet'"
z 8 kwittnia „ Artykui ten zastuguje na uwage röwniezi zZ
tego wzgledu, iz obraca sie on przeciwko Szwedom, o ile cho-
dzi o stosunki handlowe polsko-szwedzkie. -
Cassel wyjasnia nowicie, iz fakt pasywnosci bi=-
lansu handlowe ego szwedzko-angielskiego dla Anglii nie moZe
byc interpretowany w sposöh zbytnio uproszczony. Struktura
handlu mieäzynarodowego sprawia, iZ nadmiar funtöw uzyska-
inglii przez Szwecje idzie na zakup towar6w w innych
Men
nych w
ktöre za te same funty
ah‘
krajach, kupuja znöw towar angielski.
Szwedzi chetnie beda obradowali w Lonädynie nad sposo
bem zwiekszenia zakup6öw szwedzkich w Anglii. Ale puwodzenie
tej akcji zalezec beäzie tez2 od dobrej woli eksporteröw an-
gielskich. Z drugie)j strony importerzy angielscy kupujga' w
Szwecji towary im potrzebne;nie 2 mitosci do Szwedöw „ ale
Alatego,-ze Sa ddbre. ij tanis,
z ustepem
W zwigazku 2 tym prof. Cassel Kofczy artyKu
nastepujacyms
EEE 2
u 2 Zadan postawionych jednakze przez Anglie Town1e2 Szwecja -
moze sie niejednego nauczyd. Nasze. ciagte wysizkt # celu, skto- |
| nienia innych krajösw do kupowania towaröw ezwedakich, ktöre my
mozZemy im sprzedawa6 jedynie za pomocz subwencji skarbowych,
stanowiag same przez sie niebezpieczne odchylenia od Zirowe3
sospodarki. Ten subwencjonowany eksport cia2y stale nad naszyni
pertraktacjami o umowy handlowe i stanowi dla kraju przyjmuja-
cego ten eksport punkt wyjscia dla wciga2 rosnacych 2gdan zwiek-
sSzenia jegp eksportu do Szwecji. O tej szkodliwej stronie na-
szej polityki subwencji czesto sie u nas zapomina, Zaktualizowa-
ta ja ostatnia pröba Änglii wykorzystania swej siiy jakb wielkie
go importera w celu wyrohienia sobie szerszego rynku w, Szwecji".
"Göteborgs Handels-och Sjdfarts Tidninge" z 12 kwiet-
nia komentuje ten artykuf Cassela i podziela jego wywody. PiERG
wytyka w szczegölnosci Anglikom, Ze wiekszos6 ich importu ze
Szwecji stanowig tak wazne dla.ich przemystu surowce i pöifabry=
| katy, jak drzewo i masa papierowa i Ze kupuja je z potrzeby a
nie 2 uprzejmosci. Co sie zasß tyczy subwence jowene jonowanego eks-
. tar:
portu produktöw mleczarskich, zwiaszeza masta, 'ktöre Anglicy,
äzieki sübwencji otrzymuja po cenie o 60° /, nizszej ni2 konsu-
menci szwedzey,to, jesli Anglikom ten poädarunek dolega, nic at
wiejszego, jak zmniejszy& biernosd bilansu handlowego Anplii o: °
ten import ze Szwecji,
en ktöry od poczatku zwalcza: te subweneje Jako
52Koaliwa/fla gospodarstwa szwedzkiego uciazliwa forme popiera-
nia rolnictwa i produkcji mleczarskiej, uwaia, Ze wyszioby na
korzys6 gospodarstwu szwedzkiemu, gäyby subwencje dla eksportu
maata byty zniesione, ceny dla konsumcji krajowej zas obnizone,
a produkceja skierowana na inne tory,
. | - POSeIR.P,
WSZ=P.II | y/
P.III 2
R.E. | | y Y Fe
Ambasada R.P.Londyn /=/8.Potmorowski. I
13. Bericht des Polnischen Gesandten in Stockholm, G. Potworowski,
Warschau vom 15. April 1939
Deutsche Uebersetzung des vorstehenden Faksimile
olnischen Außenminister in
1 Republik Polen Stockholm, den 15. Apri
in Stockhelm ertrkrlich!
Nr. 19/815.
An den
Herrn Minister Tür Auswärtige Angelegenheiten
in Warschau.
Y/S/4 teilt die Gesandischaft
u
Unter Bezugnahme auf den Bericht vom 8. April d. Js. Nr. 1
mit, daß weitere Nachrichten über den A ufenthalt des Ministers Hudson in Stockholm Brner,
daß er hier keine größeren Erfolge erzielt hat.
Minister Hudson hat anscheinend allzu wenig Geschicklichkeit in den hier geführten Ge-
ge: De und sogar die | on Wirt ieehellezreite gegen sich verstimmt.
malt, A hat, _ sondierte
Baus
al TI
ee
Die ne gaben ihm Main zu are Ba sie Neutralität zu hayahre en nach:
ten und daß, wenn im Kriegsfalle die Ostsee von Deutschland beherrscht werden würde, sie
sich dem nicht entziehen könnten, ihm Erze zu liefern. Die Lage wäre natürlich anders, wenn
die Engländer die Ostsee beherrschten,
Auf einer Pressekonferenz hat Hudson angeblich mit Nachdruck betont, daß es notwendig
sei, die englische Einfuhr nach Schweden. zu erweitern, wobei er zu verstehen gab, daß, wenn
= Arbeiten der vorgesehenen Abordnung der W irt ftskreise ohne Ergebnisse blieben,
ngland eine Revidierung des Handelsvertrages in ürwäg ung ziehen müßte, Diese Aussicht
Sc chrecke jedoch die Schweden nicht, erklärte mir mein Gesprächspartner, Dieser Vertrag sei
seines Erachtens nicht so sehr vorteilhaft. Er enthalte vor allem für die Schweden heschwer-
liche Klauseln in bezug auf Kohle, die sie woanders billiger kaufen könnten; die Schweden
machten sich keine Sorgen um den Absatz der Waren, die jetzt den Engländern verkauft wer-
den. Diese könnten allerdings z. B, die Zollsätze auf Stahl oder Zellulose erhöhen, aber diese
Erzeugnisse seien in der Ausfuhr nach England ein verhältnismäßig kleiner Posten; übrigens
seien die Schweden überzeugt, daß die Waren, die lingland nicht an würde, zumal land-
wirtschaftliche Erzeugnisse, sich ohne Schwierigkeiten in Deutschland unterbringen ließen,
mit dem sie überhaupt sehr gut und ordentlich Handel treiben könnten. Zu der Ausfuhr land-
wirtschaftlicher Erzeugnisse nach England müßten sie sowieso zuzahlen, während sie in
Deutschland dafür höhere Preise erhalten könnten.
Die kritische Einstellung der hiesigen Wirtschaftswelt zu dem Auftreten Hudsons bestätigt
auch ein Aufsatz des bekannten Wirtschaftsfachmanns G. Cassel in „Svenska Dagbladet“ vom
Ss. April. Dieser Artikel verdient ebenso auch deshalb Aufmerksamkeit, weil er, was die pol-
nisch Bons ehe: Handelsbeziehungen angeht, gegen Schweden ‚gerichtet ist,
‚Cassel erklärt nämlich, daß die Tatsache der Passivität der schwedisch-englischen Handels-
ilanz für England nicht auf eine allzu einfache Weise interpretiert werden kann. Die Struktur
es internationalen Handels bewirkt nämlich, daß der Uebers chuß an Pfunden (Sterling), die
Schweden in England erhalten hat, zum Ankauf von Waren in anderen Ländern verwandt
wirt die für die gleichen Pfunde wiederum englische Waren kaufen.
Die Schweden würden gern in T,ondon über eine Vergrößerung der schwedischen Einkäufe
in England beraten. Aber der Erfolg dieser Aktion werde auch vom guten Willen der eng-
lischen Exporteure abhängen. Andererseits kaufen dis englischen Importeure die für sie nöti-
zen Waren in Schweden nicht etwa aus Liebe zu den Schweden, sondern deshalb, weil sie gut
und billig sind.
re
lim Zusammenhang hiermit beendigt Professor Cassel den Artikel wie folgt:
„Aus den orderungen die von England gestellt werden, kann Schweden jedoch manches
lernen. Unsere dauernden Bemühungen. andere Länder geneigt zu machen, schwedische Waren
zu kaufen, die wir ihnen lediglich mit Hilfe von Subventionen verkaufen können, stellen
selhstye rständlich eine gefährliche Abweichung von einer gesunden Wirtschaft dar. Dieser
subventionierte Export belastet ständig unsere Verhandlungen über Handelsverträge und bil-
det für das Land, das diesen Export annimmt, den Ausgangspunkt zu ständig wachsenden
Forderungen nach Vergrößerung seines Exportes nach Schweden. Diese schädliche 8
unserer Subventionspolilik wird häufig bei uns’ vergessen. Sie wurde durch die letzte Probe
Englands aktualisiert, welches sich bemühte, seine Kraft als sroßer Importeur zur Erwerbung
eines srößeren Marktes in Schweden auszunutzen.
„Göteborgs Handels-och Siöfarts Tidning“ vom 12. April kommentiert diesen Artikel Cassels
und teilt seine Ausführungen, Die Schrift hält den Engländern besonders vor, daß der größte
Teil ihres Imporis aus Schweden aus für ihre Industrie wichtigen Rohstoffen und Halbfabri-
katen besteht, wie Holz und Papiermengen, und daß sie diese Dinge bedürfnishalber und
nicht aus Höflichkeit kaufen, was jedoch den subventionierten Export von Molkereiproduklen
besonders von Buiter angeht, die die Engländer dank der Subventionen zu einem Preise er-
halten, der 60 Proz. niedriger ist wie der, den die Seumel schen Emeunsnen en so a
es nichts Leichteres, wenn a Engländern dieses G
Passivität der Handelsbilanz lünglands, um den ano: aus Schwein. zu son,
Die Zeitung, die von Anfang an diese Subventionen als eine für die schwedische Wirt-
schaft schädliche und belastende Form der Unterstützung der Landwirtschaft und Molkerei-
produktion bek ämpft hat, ist der Ansicht, daß es der schwedischen Landwirtschaft dienlich
sein könnte, wenn die Subventionen für den Export von Butter beseitigt und die Preise
für die Inlands- -Konsumptionen erniedrigt würden und wenn die Produktion auf andere Bahnen
selenkt werden könnte,
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!rywrünı a: al,n irmaesee n.gartaria rire:ia ig
N
IN
14, Bericht des Polnischen Botschafters in London, Grafen Edward Raczynski,
an den Polnischen Außenminister in Warschau vom 26. April 1939
Deutsche Uebersetzung des vorstehenden Faksimile
Botschaft
der Republik Polen London, 26. April 1939.
in London > | S
AB/ME -No. 1/SE,Sow/191 > Geheim!
An den
Herrn Minister für Auswärlige Angelegenheiten
in Warschau
Politiseher Bericht Nr. 10/3
Englisch-sowietische Beziehungen.
Die Ereignisse der letzten Wochen haben ein Interesse für die Beziehungen zwischen Groß-
brilännien und der Sowjetunion auf die Tagesordnung gesetzt. Daher scheint es zweckmäßig,
ihre Entwieklurg im den vergangenen Monaten zu schildern und Aeußerungen der Leiter der
britischen Politik darüber, die gewöhnlich unter dem Druck aggressiver Fragen der ÖOppo-
silion gemacht wurden, zusammenzustellen.
In den letzten Jahren wünschte die britische Regierung, obwohl sie keine Sympatfliie für das
Sowjelregime hegle, korrekie Beziehungen zur Sowjetregierung zu unterhalten, wobei sie
jedoch jede engere Verbindung mied. Als 1938 Minister Eden Moskau besuchte, stellte das da-
mals herausgegebene Communiqu& fest, daß „in keiner grundsätzlichen Frage ‘der internalio-
nalen Politik ein Widerspruch zwischen den Interessen der britischen und den der Sowiei-
resierung besteht“.
Als Herr Chamberlain an die Macht kam. der zum Unterschied von seinem Vorgänger seinen
eigenen Standpunkt zur Außenpolitik hatte und nach einer Verständigung der: vier West-
mächte strebte, wurde nicht nur eine stärkere Bindung an die Sowiets unmöglich, sondern nıan
sah auch ı unwillig auf die allzu weitgehende prosowjetische Politik der französischen Regie-
rung. Diese. grundsätzliche Haltung wurde selbst in den Tagen der tschechoslowakischen -
Seplemberkriso nicht geändert. Wochenfene unterhielt die englische Regierung keine Ver-
bindung mit dem Sowjetbotschafter, ja dieser war sogar im September meist abwesend von
London. Um so größere Verwunderung.erregte daher dann die bis heute noch nicht ganz
geklärte Angelegenheit des Communiques des Foreign Olfice vom 26, September abends, in
dem -o8 hierß, daß, wenn Frankreich wegen seiner Verpflichtungen in Mitteleuropa in einen
Krieg verwickelt würde, es an seiner Seite Großbritannien und Rußland fände. Nach diesem
unverhofften „Hervorspringen“, das eher aus einer Stimmung des Augenblieks als aus einem
iiherlegten und vereinbarten Plan hervorging, wurden die Beziehungen kühler — die sowje-
tische Kritik an der „Münchener“ Politik und die Erwartung der Engländer, der deutsche Aus-
dehnungsdrang werde sich nach Osten riehlen, Die britische Presse widmete damals. dem
„ukrainischen Problem“ viel Raum und ließ durchblicken, daß dieses Gebiet nicht in der
Sphäre der britischen Lebensinteressen liege. Sogar die Aeußerungen von aeglerungeyerues
tern hielten sich auf dieser Linie.
line neue Etappe entstand in dem Augenblick, als nach einer gewissen Stagnalion und Des-
orientierung in der Zeit nach der Krise und nachdem man zu der Veberzeugung gelangt war,
die Politik der „Entspannung“ mit Deutschland habe keine Aussicht auf schnelle Verwirk-
lichung — wie es scheinen konnte, als Herr Chamberlain von seinem letzten Besuch beim
Reichskanzler zurückkehrte und verkünden konnte, er habe „peace in our time“ erlangt —.
die britische Regierung größere Initiative zu zeigen begann und sich einen günsligeren Boden
für mögliche Verhandlungen mit Deutschland vorbereitete, worauf man fast bis zum Augen-
blick des Ausbruchs der Märzkrise rechnete. Die Gesten gegenüber Rußland haben damals
eher den Charakter einer Kundgehung als wirklicher politischer Schachzüge (z. B. der de-
monstrative Besuch des Premiers Chamberlain in der Sowjetbotschaft), dennoch soll die Kin-
ä \
— 36 —
beziehung Moskaus in die Route des Ministers Hudson der Ausdruck eines nicht nur wirt-
schaftlichen Interesses an Rußland sein. Allerdings ändert sich die grundsätzliche Einstellung
nicht sehr: korrekte, wenn auch keineswegs herzliche Beziehungen und der: Wille, sie auf der-
selben T'emperätur zu halten. Die Opposition zwar, die die Schaffung einer „anltiagressiven“
Front der „demokratischen“ Staaten verlangt, wünscht eine größere Anakerung an Rußland;
derartige Tendenzen sind sogar bei einigen Milgliedern der Konservativen Partei vorhanden,
die einen Entscheidungskampt mit Deutschland wünschen (Churchill, Duff- Cooper). Jedoch unter-
stülzt die Mehrheit der Pärtei diese Anschauun gen nicht. |
“Die tschechische Märzkrise schafft eine neue l,.age, Die sowjetischen Vorschläge, eine Kon-
ferenz der interessierten oder von der weiteren deulschen Aggression „bedrohten“ Staaten
einzuberufen, können sich nicht behaupten. Fibhenfalls fällt aus den bekannten Gründen der
englische Vorschlag einer gemeinsamen Erklärung der Vier-Mächte weg. In diesem Zeilab-
schnitt nehmen die beiden Regierungen verhältnismäßig häufig Fühlung miteinander, wenn
jedoch die britische Regierung ihre Versuche einer Beeinflussung aufgibt und sich ent-
schließt, Polen die Garantie zu geben, dann wird diese Verbindung abgebrochen und damit
sroße Unzufriedenheit der Sowjels hervorgerufen, Der hiesige Botschafter gibt allen zu ver-
stehen, daß er „en &cart“ gehalten werde, und beklagt sich vor den Vertretern der Opposition
über diese Behandlung.*) Zwei Stunden vor der Abgabe der bekannten Erklärung des Pre-
miers vom 31. März wurde Botschafter Majskij über ihren Inhalt unterrichtet.
Die Erklärung, die ven der Opposition bejahend aufgenommen wurde, regte allerdings sofort
zu der Frage nach der Rolle an, die man den Sowjets. zuzuerkennen beabsichtige,
Der Ministerpräsident antworlet darauf:
„Die Regierung halte mit verschiedenen anderen Mächten Konsultationen ab, u. a.
natürlich auch mit der Sowietregierung. Lord Halifax habe heute früh den sowietischen
Botschafter empfangen und mit ihm eine eingehende Diskussion über dieses Thema
gehabt. Es gäbe keinen Zweifel darüber, daß die Prinzipien, auf Grund derer man
gegenwärtig handle, von dieser Regierung vollkommen verstanden und gewürdigt
würden,”
Auf die Frage der Opposition, ob der Premier die Versicherung geben könne, daß es
zwischen Groß-Britannien und der Sowietunion keine ideologischen Hindernisse gebe,
antwortet Herr Chamberlain: „Yes, I have no hasitation in giving that assurance.“
In der Debatte am 3. April wird die russische Frage erneut von der Opposition
angeschnitten. Der Premier wird dadurch veranlaßt, während seiner Rede folgende
Erklärung abzugeben:
„Ich babe nicht die Absicht, heute diejenigen Regierungen zu nennen, mit denen wir
gegenwärtig oder in nächster Zukunft über die Situation beraten wollen. Ich muß
jedoch die Sowjetunion erwähnen, da ich mir darüber klar bin, daß die U.d.S.S.R.
immer in den Gedanken der Oppositionsmitglieder vorhanden ist und’ daR diese noch
argwöhnen, sog. ideologische Verschiedenheiten könnten uns in dem trennen, was sonst
im Interesse beider Länder wäre, Ich werde mich nicht bemühen, auch nur 'einen
‚ Augenblick zu behaupten, derartige ideologische Unterschiede bestünden nicht; sie
verbleiben unverändert. Aber, unser Standpunkt ist, wie ich das schon in. meiner
Antwort auf eine Frage am vergangenen Freitag gesagt habe, der, daß ideologische
Verschiedenheiten, ganz gleich welcher Art, keinen Binfluß auf solche Angelegenheiten
haben können. Das, was uns gegenwärtig angeht, ist die Erhaltung unserer _Unab-
hängigkeit. Wenn ich aber von unserer Unabhängigkeit spreche, so meine ich nicht
nur die Unabhängigkeit unseres Landes, sondern auch die anderer Staaten, welche
von einer Aggression bedroht werden könnten. Aus diesem Grunde hegrülen. wir auch
olıne Rücksicht auf die inneren Regierungsformen die Mitarbeit eines jeden Staates,
nicht, weil wir eino Aggression 'bezwecken, sondern weil wir uns ihr entgegenstellen
wollen.“
Seinerseits bestätigt Lord Halifax am gleichen Tage Oberhaus folgendes:
„Die Konsultationen werden weiterhin geführt, und ich bin nicht imstande, mich
gegenwärtig über sie endgültig auszusprechen. Ich kann jedoch sofort sagen, daß die
Regierung S. M. sich vollkommen tiber die Bedeutung des Standpunktes der Sowjet-
regierung klar ist und auf gute Beziehungen zu dieser Regierung Wert legt. Ich kann
jedoch nicht die Tatsache vergessen, daß die Beziehungen gewisser Staaten zu Rußland
durch spezielle Benineuge >» kompliziert sind, obwohl ich das Haus versichern darf,
daß, was die Regierung S. M. angelit, diese Schwierigkeiten nicht bestehen.“
Die Ereignisse in Albanien rufen die Notwendigkeit hervor, das Parlament während der
Ferienzeit auf einen Tag, und zwar am 13. April, einzuberufen. Der Premier eröffnet die
*) Der sozialistische Abgeordnete Dalton behauptete in einer Unterhausrede vom 1. April, daß
zwischen dem 19. und 31. März keine Verbindung zwischen dem Sowjetbotschafter und dem britischen
in © bestanden habe. (Es folgt ein Zitat.)
A
es
Dehatte, in der er nach Darlegung der internationalen Lage von dem Beschluß Mitteilung
macht. Rumänien und Griechenland eine Garantie zu erteilen. Er erwähnt die russische Stel:
lungnahime jedoch nieht. Erst gegen Ende der Rede, als von seiten der Opposition Rufe laut
wirden: „What about Russia?“ gibt er seiner Hoffnung Ausdruck,
„dal die Tatsache, daß er Rußland nicht erwähnt habe, von der Opposition nicht
etwa als Beweis dafür aufgefaßt werde, Groß-Britannien unterhielte keine engen
Beziehungen zu den Vertretern dieses Landes. Man habe eine sehr schwierige Aufgabe
zu erfüllen. Man müsse nieht nur das berücksichtigen, was man selbst wünsche, sondern
auch das, was die anderen Partner tun wollen. (We have to consider not only what
we wish, but what other people also are willing to do.)“ Diese Worte können
sowohl auf die polnischen und rumänischen Vorbehalte wie auf den Standpunkt
Rußlands Bezug, "haben.
SL: als Sr Sehr BEN au nn N Zn a es Dee gestellten Fragen
sr ser nr Page eine mögli c ar re Eure € geh: ben. Tone ie haft der Setelellung
beginnen, daß auf unserer Seite nieht im geringsten der Wunsch besteht, Rußland aus-
zust ale Ser Asch er Ru nalen Hilfe für den Frieden zu entäußern. Schon gleich
| itik an strebten wir nach einer raschen Gewinnung der
h 1 nach er BEGnaNINS der Tschecho-Slowakei durch Deutsch-
‚er | 3 mit.der Bitte, sich der Viermächte-
orkih rung u neh: en ö giersne antwortete sogleieh, daß sie sieh
it ‚einverstand | ei r} ; ee tverklärung teilzunehmen, wenn nur
h und Polen en eohtag: earehmen würden. Wir kommen jetzt m
| lelikaten Punkt, denn, wie dem Hausa bekannt ist, ließ sich dieses Projekt leiter
eh a klichen, und wir waren gezwungen, eine andere Methode einzuschlawen,
er günle wir noch donzellien Zw ech vertolayon! ‚Dann eat, Bulland an ‚dem a
er elen: Si nicht aus Bi Piteache; laß dör Vorschl ei von. ereslatler Seite ausging:
Ihre Stellungnahme hierzu erfolgte vielmehr auf Grund einer Einstellung aus rein
praktischen Motiven .... . Es ging darum, die rascheste und am meisten Erfolg
verspreehende Methode: zur Erlangung eines Einverständnisses unter den interessierten
Staaten zu finden Bei ‚der Einberufung solch einer Konferenz würden sich viele
Schwierigkeiten ergeben, aber zweifellos würden wir uns bemühen, sie zu über-
winden, wenn wir der Ueberzengung wären, daß dies die beste Methode darstellt.
Die letzten Ereignisse in Europa im März und April mußten nobwendigswalie in
einer Reihe von Ländern Unruhe hervorrufen, und zwar deswegen, weil sie ihre
Unabhängigkeit für bedroht hielten und weil diesen sich ungewöhnlich rasch entwickeln
könne, Es’ kann sich nämlich dabei nur um Tage oder Stunden handeln. Um sich
dieser Gefahr zu widersetzen, nieht. hinter dem Rücken Sowjetrußlands bzw. in
der Absicht von dessen Hilfele eistung keinen Gebrauch zu machen, sondern weil wir
Fragen gegenüberstanden, die keinen Aufschub orduldeten, und weil wir im vollen
Einverständnis mit der französischen Regierung handelten, fühlten wir uns ver-
pflichtet, alles dazu zu tun, um das Vertrauen wiederherzustellen, deshalb gaben
wir die Versicherung ab, die dem Hause schon bekannt ist. Wir- nahmen nämlich
gegenüber den Staaten, deren Unabhängigkeit durch ihre jeweilige Gefährdung bedroht
war-oder bedroht sein konnte, besondere Verpflichtungen auf uns. Während dieser
Verhandlsugen hlieben wir in engem Kontakt mit der russischen Regierung. Aın
29. März teilten wir dem russischen Botschafter mit, daß es uns nicht zweckmäßig zu
sein scheine, den Gedanken einer Erklärung der vier MAchte weiter aulrecht-
zuerhälten und daß wir deshalh auf eine andere Linie des Vorgehens übergegangen
seien. Der russische Botschafter wurde liber die allgemeinen Umrisse dieser neuen
‚Methode informiert, die wir uns überlegt hatten, und die dazu führte, daß wir
gemeinsam mit Frankreich Polen und Rumänien Garantien enben, Der rnasische
Botschafter erkannte an, daß dies eine revolutionäre Umänderung in der britischen
Politik darstelle und daß es in hohem Maße zur Aufreehterhaltung' des Vertrauens
in anderen Ländern beitrage. Während der Unterredungen wurde ihm offen zu
verstehen gegeben, daß. wir keineswegs die’ Absicht hätten, eine Hilfeleistung der
russischen Regierung auszuschließen, wenn. diese nur bereit sei, sie in möglichst
zweckentsprechender und effektiver Weise zu erteilen. Die sieh damals ergehenden
Umstände: zwangen den Premierminister, eine Erklärung über. Polen abzugeben.
Bevor diese aber abgegeben wurde, w urde der-russisehe Botsehafter von ihrem Inhalt
informiert. Der Botschalter sagte am 3]. März dem Staatssekretär, daß die ru- ssisehe
Politik reuerdings von Herrn. Stalin als eine Politik der Tlilfeleistung gegen die
Aggression für ‚diejenigen, welche für ihre eigene Unabhängigkeit kämpfen, um-
schrieben worden sei, Der Stantssekretür hat diese Definition so enlgegengensm
men, wie sie ieder von uns, welcher nach einem Maximum an Hilfe aller nur
mögliehen Seiten. strebt, entgegengenommen haben würde, Das Haus kann eich” as
diesen Worten überzengen, daß die Grundsätze, derer die Regierung seiner
chen Majestät sich bei ihrer Erklärung in der polnischen I'rage bediente, Bean
Fa
38
— j y “ —
dieselben waren wie die Grundsätze der Erklärung von Herrn Stalin. Es scheint uns.
daß diese Grundsätze von der russischen Regierung nicht falsch verstanden werden
können, und ich möchte, daß’das Hnus versteht, daß, obwohl bei Problemen dieser -
Art schwieriger ist, als "es Zu. sein scheint, mit einer größeren Anzahl von Staaten
zu verhandeln, die Vorwürfe, .daß wir es vermeiden wollten, Rußland in das System,
das wir gerade als System des Friedens im Gegensatz zur Aggression aufbauen wollen,
einzubeziehen, ungerechtfertigt sind. ,.... Wenn wir die Gefahr, in der sieh augen:
blicklich freie Staaten in der Welt befinden, berücksichtigen, wären wir dumm, wenn
wir uns nicht klar darüber sein würden, wo die Quellen der Hilfe liegen, und »ie
nieht benutzen würden.“
Der Abgeordnete Dalton unterbrach hier Simon und fragte, ob die Regierung die Möglich-
keit berücksichtige, gemeinsam mit Frankreich und Rußland eine delinitive Militärallianz vor-
zuschlagen. Sir John antwortete nicht direkt auf diese Frage, sondern er erklärte, daß man
britischerseits gegenüber einem solehen Vorschlag keine prinzipiellen Bedenken habe:
„Diese Fragen sind nicht so einfach, wie es wohl scheinen kann’ ...:. Es seheint
mir nicht,. daß wir trotz Rußlands großer Macht unsere ganzen Nistreneingin
ausschließlich auf diesen Staat konzentrieren können. Wir müssen daran denken,
daß auch noch andere Staaten existieren, für die eine Gefahr näher liegt als für
Rußland. Obwohl ich aber nicht sagen kann, ob ein Vorschlag dieser Art gemacht
worden ist, kann ich dem Hause versichern, daß die Regierung einem solchen Vor-
schlag gegenüber keine prinzipiellen: Einwendungen zu machen hat.“
Inzwischen finden in London und Moskau weitere Verhandlungen statt über den Anteil und
‚die Rolle Rußlands in dem entstehenden neuen Kräfteverhältnis in Buropa, Zweifellos wünscht
England, daß Rußland an diesem Kräfteverhältnis teilnehme, will jedoch keine formale oder
engere Bindung. Aus den mir von dem ständigen Untersiantssekretär im Foreign Öffice,
Cadogan, gegebenen Erläuterungen geht hervor, daß England und Frankreich sich darauf be-
schränken wollen. von Rußland eine Erklärung, .es werde im Kriegsfalle eine wohlwollende
Haltung‘ einnehmen, zu "erlangen, ı um sich so Transit, ‚Zugang zu den Rohstoffen usw, zu
sichern. Das könnte z. B. auf dem Wege einer einseiligen Erklärung der Sowjetregierung er-
folgen, die feststellen würde, daß im Falle eines u Angriffs auf Polen oder Rumänien
er im voraus seine Haltung zu einem derarligen Konflikt feststellen würde, Die Gegen
vorschlägs.der Sowiets ‚aber, die zu einem SS Ulkichen! Vertrag der gegenseitigen Hilfeleistung _
zu gelangen. wünschen — sei es in zweiseitiger englisch- russischer Form bei entsprechender
Anpassung. des französisch: russischen Vertrages; sei es in der Form eines Vertrages zwischen
England, Frankreich und Rußland —, könnte, wie Cadogan erklärt, England nicht annehmen,
und auch Frankreich wolle das nicht. Cadogan berief sich dabei auf wesentliche Rücksichten..
wie auf die Reaktion, die das in anderen Ländern hervorrufe, wobei er unter diesen Polen,
Rumänien, Jugoslawien und Spanien aufzählte. Gleichzeitig jedoch betonte Cadogan die. Sehwie-
riekeiten, die die britische Regierung habe; sie wolle eine abschlägige Antwort t nicht in einer
: Weise geben, die verärgern könnte. | | er FI:
Dieser Standpunkt wurde auch Minister Gafencu mitgeteilt. In seinen hiesigen Uniter-
relungen vergewisserte er sich, daß die britische Regierung eine engere Annäherung an die
Sowjets meide, Der rumänische Außenminister brachte mir gegenüber die Ansicht zum Aus:
druck, daß die jetzigen englisch- ‚sowjetischen Unterredungen ohne konkretes Ergebnis bleiben
“könnten. _ i
‚Daher bemüht,sich die britieche Politik, die allzu. deutliche. entidentsans Akzente noch niei-
det, einer allzu unmittelbaren Bindung ‘an die Sowjels auszuweichen. Jedoch kann die weilere
Entwieklung der internationalen Lage in eine Richtung gehen, die die Einhaltung dieser Linie
unmöglich macht. | ET
Daher treffen die inzwischen laufenden Verhandlungen auf viele Hindernisse. Eine zu-
sätzliche Schwierigkeit ist die Haltung der Opposition und eines gewissen Teiles der Könser-
a Partei mit Churchill an der Spitze, die sich dentlich auf einen Krieg vorbereiten
Lin den Sowjets einen Stant mit‘größen Reserven und potentiellen militärischen Kräften
Fe Die Schwierigkeiten nıit der Opposition können noch mehr mit den Angriffen wachsen,
die der Entischluß über die Militärdienstpflicht hervorrief. Denn die Regierung wird in Be-
tracht ziehen und sich möglicherweise Argumenten entgegenstellen müssen, daß eine „Allianz“
oder eine andere Form der Verbindung mit Rußland eine so drastische Beschlußfassung hätte
verhindern können.
? Edward Raezyıski, | | z
Botschafter der. Republik Polen
’
(Anmerkung des Übersetzerse: Die persönliche Unterschrift ‚des Botschafters feblt, da es sich um
einen Durchschlag des Originalberichtes handelt. Der. Durchschlag trägt auf der ersten Seite die
’araphe des pggischen Ministerialrates Gwiazdowski.) |
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sbeojeh potrws jsasoae ige: Nawst Jjezell. nto dofäsie da
wojny w tym rom, ani W.Brytasnla, :mi Steny 23:dDeon ons
vis pezserw;, anl nic ogrsaniosa Ich pro gramı sro Jenlowsg®.,
Eonsokweno)z Jeont, 89 5. Brytania jus "prowadai as erabs ograr
nionefle dewizowe, de jui nie jest moäliwe plasowenf
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pitadu angielskiego segreniog bez woli Rsadu, ani tranzfer tego
kapitatu do innyoh krajöw. Katdy dsich praynosi pod tym wagle-
dem nöwe trudnoscik 4 ograniosenim.
3, W dalsse) ozgsci roamowy Ambasador rospytywaz mnie o ay«-
tuacojg w Polsce 1 o nasse potrzeby. Dado mi to okasjg do rog-
winicoia Auusszego rozumoweniz na ten temat, Ambasador powie-
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gs poprasäniego änia, Szozegölna uwsge swröciiem na kreäyt
kowy, ‚Aubsesdor zepyta& mnie, ile gotöwki ohoemy od \ngliköw,
Na pyrtenie to odpowioäziadem, 28 praedstawieny im nasss potraeby
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/ Jan Yszelaki /
Redcea Ekonomlaanye
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p. Dyrakıar ünbismetu zubiehski, |
_P aa ‚sugiszewski, zocsym ten sam egzunplarz p.Dyrektor
15. Aufzeichnung des Polnischen Handelsrats Jan Wszelaki über eine Unterredung
mit dem Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika in London,
- Joseph Kennedy, vom 16. Juni 1939
Deutsche Uebersetzung des vorstehenden Faksimile
Geheim!
i
Unterredung mit dem amerikanischen Botschafter in London, Herrn Kennedy, 16. Juni 1939.
Botschafter Kennedy, den Botschafter Biddle von meiner Ankunft in London benachrich-
tiet hatte, bat mich um einen Besuch, Der Besuch dauerte drei Viertelstunden,
Von diesem verdient das folgende vermerkt zu werden:
1. Bei Beginn fragte mich der Botschafter, wie man in Polen die Wirtschaftslage Deutsch-
lands beurteile; wobei er selbst betonte, daß seines Erachtens Deutschland noch längere
Zeit hindurch die Welt mit Rüstungsausgaben ruinieren könne und daß es eigentlich
keine andere Alternative hahe als den „Krieg, Seiner Meinung nach wäre eine Abkehr
Deutschlands von seiner Politik, auch von ‘der Finanz- und Wirtschaftspolitik, dasselbe
wie ein verlörener Krieg Deutschlands. Der Krieg dagegen gebe diesem zumindest eine
sewisse Aussicht, seine Porderungen mit Gewalt durchzusetzen und angesichis dessen
werde es, in die Enge geirieben, vor ihm nicht zurückschrecken. Mit einer gewissen Ge-
ringschätzung äußerte er sich über die Optimisten, die meinten, Deutschland. ‚könne leicht
oder schnell bezwungen werden, oder die mit einem schnellen Umsturz in Deutschland
rechnelen.
. Der Botschafter führte mit Nachdruck aus, daß der Westen einem Bankrott entgegen-
gehe, wenn der heutige Stand der Rüstungen noch lange dauern werde. Selbst wenn es-
in diesem Jahr nicht zu einem Krieg käme, würden weder Großbritannien noch die Ver-
einigten Staaten ihr küslungsprogramm unterbrechen oder beschränken. Infolgedessen
habe Großbritännien schon im stillen Devisenbesehränkungen eingeführt, es sei schon
nicht mehr möglich, englisches Kapital im Ausland ohne Genehmigung der Regierung
anzulegen oder in andere Länder: zu transferieren. Jeder Tag bringe neue derartige
Schwierigkeiten und Beschränkungen.
Im weiteren Verlauf der Unterredung fragle mich der Botschafter über die Lage in
Polen und über unsere Bedürfnisse aus. Das gab mir Gelegenheit, längere Ausführungen
darüber zu machen. Der Botschafter sagte, daß wir das einzige Volk in Osteuropa
seien, auf dessen Rüstungen nicht nur, sondern auch auf dessen militärischen Wert man
nit Sanzer Gewißheit rechnen könne. Er führte an, es habe sich seines Erachtens in
Spanien. erwiesen, daß die polnischen Freiwilligen auf der republikanischen Seite bessere
‚Soldaien waren als alle anderen zu beiden Seiten der Front. Er fragte, was wir von den
Engländern an Material und auf finanziellem Gebiet wollten. Darauf antwortete ich
mit einer allgemeinen Skizze, wobei ich' bis zu einem gewissen Grade die einleitende
Erklärung des Obersten Koc gegenüber den Engländern vom Tage vorher gebrauchte.
Besonders lenkte ich die Aufmerksamkeit auf den Kredit in bar. Der Botschafter fragte
mich, wieviel Bargeld wir von den Engländern wollten. Ich antworlete darauf, daß wir
unsere Bedürfnisse in dieser Hinsicht darlegten. Eine Addition dieser jetzt gemeinsam
festgelegten Bedürfnisse werde dann die Gesamtsumme an Bargeld ergeben. Der Bot-
schafter stimmte zu, daß der Schwerpunkt auf dem Bargeld liege und äußerte dabei, daß,
wenn die Engländer jetzt ihre Hilfe in dieser Hinsicht beschränkten. sie später, um die-
selben Wirkungen zu erzielen, zehnmal soviel herausgeben müßten. Er fügte hinzu, daß
- erden. Premierminister und Lord Halifax sehe und ihnen gegenüber auf der Notwendig-
keit bestehen würde, Polen sofort mit Bargeld ZA NELLEN er ge
Abschließend sagte mir der Botschafter, daß seine beiden Söhne, die letzthin ganz Europa
bereist und viel hätten sehen und lernen können, beabsichtigten, nach ihrer Rückkehr in
die Staaten an der Harvard Universität eine Reihe von Vorträgen über die Lage in
Europa in den einzelnen Staaten zu halten,
Diesen Vorträgen, als einem Blement, das mit die amerikanische öffentliche Meinung bildet,
mißt der Botschafter große Bedeutung bei, „Sie glauben nicht“, sagte der Botschafter, „in
welchem Maße mein ältester Junge, der kürzlich in Polen war, das Ohr des Präsidenten hat.
. Ich würde sagen, daß der Präsident ihm mehr glaubt als mir. Vielleicht deswegen, weil Joe
die Sache mit solcher Veberzeugung und solchem Enthusiasmus darstellt“.
In der nächsten Woche soll ich den Botschafter wiedersehen und mit seinem Sohn zusammen-
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Jan Wszelaki
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16. Erlaß des Polnischen Ministeriums für Handel und Gewerbe in Warschau
an die Polnischen Handelsräte in Paris und London vom 13. Juli 1939
Deutsche Uebersetzung des vorstehenden Faksimile
Ministerium
für Warschau, den 13. Juli 1959
Handel und Gewerbe
Nr. M. 330/tjn. Geheim!
An |
den Handelsrat
in Paris,
. in London.
Das Ministerium für Handel und Industrie hat in Erfahrung gebracht, daß die franzö-
sischen und englischen Seeschiffahrtsunternehmen von ihren Regierungsüberwachungsstellen
schon jetzt genaue Instruktionen erhalten haben für den Fall des Kriegsausbruchs, Ebenso
Vorschriften über Konstruktionsveränderungen, Umbauten und Ergänzungsbauten speziell
am Bug der Schiffe, die von diesen Gesellschaften benutzt werden.
Infolgedessen bittet das Ministerium für Handel und Industrie, diese Angelegenheit: mög-
lichst rasch zu untersuchen und möglichst genaue Informationen an das Ministerium einzu-
senden. Wenn es möglich ist, bittet das Ministerium um den Wortlaut der betreffenden In-
siruktionen, en ER |
Der Direkion des Seedepartements
L. MozZdzeisar —